Peter Schiff widersprach Michael Saylors Vergleich zwischen Bitcoin (BTC) und Wolkenkratzern in New York. Er argumentierte, dass Gebäude Mieteinnahmen erzielen, während Halter der Kryptowährung keinen Cashflow erhalten.
Der langjährige Gold-Befürworter veröffentlichte seine Erwiderung auf X. Der Austausch entfachte erneut die bekannte Debatte, ob die Kryptowährung als produktive Investition oder reine Spekulation gilt.
Saylor sieht Bitcoin als Immobilien
Saylor hat Bitcoin mehrfach mit Grundstücken in Manhattan verglichen. Er beschreibt die Bestände von Strategy als digitale Version von Wolkenkratzern, die im Wert steigen und als Sicherheiten für neue Schulden dienen. Er argumentiert zudem, dass moderne Volkswirtschaften auf vermögensbesicherten Schulden basieren, deren Wert mit der Zeit steigt.
Der Vorsitzende von Strategy bekräftigte seine Sichtweise bei der Bitcoin 2026 in Las Vegas. Dort stellte er einen Endspiel-Plan für eine Bitcoin-Bilanz von 1 Bio. USD vor. Sein Unternehmen hält derzeit 815.061 BTC zu einem Durchschnittspreis von 75.528 USD, wie aktuelle Mitteilungen zeigen.
Strategy hat diese Käufe unter anderem durch Vorzugsaktien wie STRC und STRF finanziert. Diese Instrumente sind darauf ausgelegt, die erwartete Wertsteigerung von Bitcoin in eine dauerhafte Kapitalbasis für weitere Akkumulation umzuwandeln.
Schiff: Reiner Besitz schafft keine Rendite
Schiff lehnte den Vergleich ab, da ein Wolkenkratzer monatliche Mietzahlungen einbringt. Er sagte, BTC ermögliche lediglich einen späteren Verkauf. Nach seiner Ansicht entstehen beim bloßen Halten keine Renditen, daher hängt die Investition lediglich vom Kurs ab.
Er bezeichnete das STRC-Produkt von Strategy bereits als zentrales Schneeballsystem. Zugleich forderte er die Börsenaufsicht SEC auf, eine Untersuchung wegen mutmaßlichem Betrug in Bezug auf das Marketing dieses Produkts einzuleiten.
BTC rangierte am Montag bei rund 77.047 USD. Damit liegt der Bestand von Strategy derzeit nur leicht über dem durchschnittlichen Einstiegspreis.
Wiederkehrende Debatte über Vermögenswerte
Der Streit zeigt, wie unterschiedlich Bitcoin als Wertspeicher und traditionelle Vermögenswerte mit laufenden Erträgen gesehen werden. Für Saylor reicht die Kombination aus Knappheit und Zugang zu Bankkrediten aus. Für Schiff ist der fehlende Cashflow hingegen entscheidend.
Die Diskussion wird voraussichtlich bald weitergehen. Die nächste Runde hängt unter anderem davon ab, ob Saylors kreditgestützter Plan weiterhin Kapital anzieht. Ein schwächerer Markt für BTC im Frühjahr könnte Saylors These zudem vor Jahresende auf die Probe stellen.
Treasure-Manager, die Strategy beobachten, stellen fest, dass Immobilienunternehmen Zinszahlungen allein aus Mieteinnahmen leisten. Bitcoin-Treasurys sind dagegen auf Kursanstiege, neue Kapitalaufnahmen oder eine Mischung aus beidem angewiesen.





