Andrei Grachev, Mitgründer von DWF Labs, warnte auf X, dass Strategy (früher MicroStrategy) und BitMine den größten Crash im Kryptomarkt aller Zeiten auslösen könnten. Er forderte Investoren dazu auf, sich vorzustellen, wie Bitcoin auf 10.000 bis 20.000 USD fällt.
Diese Warnung erfolgt in einem der fragilsten Zeitpunkte für beide Unternehmen.
Die Liquiditätswarnung leuchtet auf
Ein Crash bei der Krypto-Treasury passiert, wenn große institutionelle Halter gezwungen sind, umfangreiche Positionen zu verkaufen, was die Kurse in einen sich selbst verstärkenden Abwärtstrend treiben kann. Grachev ist der Ansicht, dass Strategy und BitMine genau so ein Auslöser sein könnten.
Er bezeichnete seinen Beitrag als Gedankenspiel. Der Mitgründer von DWF Labs erklärte, er hoffe, dass das Szenario nicht eintritt. Dennoch will er, dass Investoren ihre Handelsstrategie wirklich überdenken, falls Bitcoin in den Bereich zwischen 10.000 und 20.000 USD fällt.
Das Timing ist entscheidend. Bitcoin fiel vor Kurzem unter 60.000 USD, während es in einer Woche zu Nettoabflüssen bei Spot-ETFs von über 1,7 Milliarden USD kam – der höchste Wochenwert seit über einem Jahr. Zudem gab es innerhalb von 24 Stunden über 1 Milliarde USD an Liquidationen im gesamten Markt.
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Grachev warnt regelmäßig vor dem Einsatz von Leverage und strukturellem Risiko. Er bezeichnete den Kursrutsch im Oktober 2025 zuvor als “Atombomben-Ereignis” und sprach von andauernden „Liquiditätskriegen“, die wiederholt Milliardensummen im Krypto-Markt vernichten.
Sein zentrales Argument konzentriert sich auf die starke Konzentration großer Krypto-Bestände. Zwei große Unternehmen halten jetzt massiv Krypto-Positionen. Jeder Verkauf unter finanziellem Druck könnte Schwächen in den ohnehin fragilen Marktbedingungen verstärken und sowohl bei Retail- als auch bei institutionellen Haltern Panik auslösen.
Warum Strategy und BitMine im Zentrum der Krise stehen
Strategy hat kürzlich etwa 13 Milliarden USD an nicht realisierten Bitcoin-Verlusten gemacht – den größten Buchverlust der Unternehmensgeschichte. Das Unternehmen hält mehr als 843.000 BTC auf der eigenen Bilanz.
Der Druck ist über die gesamte Kapitalstruktur spürbar. Die variabel verzinste, unbefristete Vorzugsaktie STRC von Strategy fiel laut TradingView-Daten unter 95 USD. Gleichzeitig haben die MSTR-Aktien deutlich nachgegeben, und das Unternehmen verkaufte vor Kurzem erstmals seit 2022 wieder 32 BTC.
BitMine hat ein vergleichbares Problem. Die Treasury, die auf Ethereum ausgerichtet ist, hält etwa 5,28 Millionen ETH und weist über 10 Milliarden USD an nicht realisierten Verlusten auf, nachdem der Bestand zu einem Durchschnittspreis von rund 3.500 USD je Token gekauft wurde.
Wenn eines der beiden Unternehmen unter Finanzierungsdruck gerät, könnten sich die Folgen schnell ausbreiten. Erzwungene oder freiwillige Verkäufe zur Deckung von Verpflichtungen könnten laut Grachev Kursrutsche bei Bitcoin und Ethereum auslösen und so Liquidationswellen im breiteren Krypto-Markt in Gang setzen.
Die makroökonomische Lage verstärkt die Sorgen. Anhaltende ETF-Nettoabflüsse, ein starker US-Arbeitsmarktbericht, der Zinssenkungserwartungen dämpfte, und die jüngste Bemerkung von Jim Cramer, derSaylor vorwarf, „Bitcoin getötet” zu haben, belasten das fragile Sentiment am Markt zusätzlich.
Grachev prognostiziert keinen Crash. Er bittet Investoren lediglich, sich gedanklich auf ein Szenario vorzubereiten, in dem zwei große Bitcoin- und Ethereum-Unternehmen den Markt auf Niveaus drücken, die zuletzt im Tiefpunkt des vorigen Bärenmarkts erreicht wurden.
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