Der US-Senat hat einstimmig eine Resolution von Senator Bernie Moreno beschlossen, die es amtierenden Senatoren verbietet, auf Prognosemärkten zu handeln. Diese Maßnahme gilt sofort nach den internen Senatsregeln.
Die Abstimmung per Zuruf fand eine Woche nach der Vorstellung der Resolution durch Moreno am 24. April statt. Sie richtet sich gegen Event-Kontrakte, die von Plattformen wie Polymarket und Kalshi angeboten werden.
Details zum Verbot von Prognosemärkten
Moreno erklärte, dass die Resolution Regel XXXVII der Senatsregeln ändert. Sie untersagt Senatoren, Vereinbarungen einzugehen, deren Ergebnis vom Eintreten, Nichteintreten oder Umfang eines bestimmten Ereignisses abhängt.
Diese Formulierung bezieht sich direkt auf Event-Kontrakte bei Polymarket und Kalshi. Nutzer auf diesen Plattformen investieren in Ereignisse wie Wahlen, Gesetzesvorhaben, Wirtschaftsdaten und geopolitische Entwicklungen.
Eine Ergänzung durch Senator Alex Padilla hat den Wortlaut eingegrenzt. Die Änderung sorgt dafür, dass die Regel keine üblichen Finanzprodukte wie Versicherungen einschließt. Die Durchsetzung übernimmt das Ethik-Komitee des Senats.
Die Branche unterstützt die Maßnahme
Kalshi-Chef Tarek Mansour lobte die neue Regel. Er betonte, dass auf der Plattform bereits Mitglieder des Kongresses ausgeschlossen werden und intern auf Insiderhandel geachtet wird.
„Ich begrüße es, dass der Senat diese Resolution verabschiedet hat, um Senatoren und deren Büros den Handel auf Prognosemärkten zu verbieten, jetzt sollte das Repräsentantenhaus nachziehen!” sagte Mansour.
Die Regel gilt nicht für Mitglieder des Repräsentantenhauses oder Kongress-Mitarbeiter. Auch Kandidaten, Vertreter der Exekutive und Familienangehörige von Senatoren sind ausgenommen. Dadurch bleibt indirekter Zugang zu Event-Kontrakten möglich.
Die Resolution kommt zu einem Zeitpunkt, an dem mehrere weitere Gesetzesinitiativen im Jahr 2026 auf Prognosemärkte abzielen, einschließlich Vorhaben, die alle Bundesbeamten betreffen.
Senatsmehrheitsführer Chuck Schumer lobte die Maßnahme vor der Abstimmung öffentlich. Damit eine Regelung auch für das Repräsentantenhaus gilt, wäre dort eine eigene Resolution nötig. Das macht die Reaktion der zweiten Kammer zum nächsten Test für die überparteiliche Bereitschaft.





