Der S&P 500 schloss diese Woche auf einem Rekordhoch, dem ersten seit zwei Monaten. Daten von BTIG, die vom Investor Michael Burry genannt wurden, zeigen, dass die viertägige Rallye davor bisher nur dreimal stattgefunden hat.
Zwei dieser drei vorangegangenen Fälle ereigneten sich ungefähr zum Höchststand der Dotcom-Blase im Jahr 2000. Daher hat dieses Timing in dieser Woche die Aufmerksamkeit der Trader auf sich gezogen.
Ein seltenes Muster beim S&P 500
Der S&P 500 gewann am Dienstag 1,79% und schloss bei 7.736,52. Das ist das höchste Niveau seit Juni. Grund dafür waren starke Quartalszahlen sowie nachlassende Spannungen im Nahen Osten. Am Mittwoch zeigte der Markt ein gemischtes Bild. Der S&P 500 und der Dow erreichten im frühen Handel neue Rekordstände, bevor die Stimmung wechselte.
Der Dow schloss zum fünften Mal in Folge auf einem Rekordstand und legte 263 Punkte auf insgesamt 54.349 zu. Der S&P 500 sank jedoch um 0,17% auf 7.723,55 und beendete damit seine vier Tage andauernde Gewinnserie.
Dieses Rekordhoch folgte auf einen vier Tage andauernden Anstieg um 5%, was Jonathan Krinsky von BTIG in seiner Analyse verfolgte. Burry verwies bei der Veröffentlichung der Daten direkt auf Krinsky.
Burry schrieb diese Woche in seinem Substack über dieses Muster.
„Dank Jonathan Krinsky von BTIG wissen wir, dass der S&P 500 an vier Handelstagen um 5% auf ein neues Hoch gestiegen ist, abgesehen von heute, nur an drei weiteren Tagen.”
— Burry
Diese drei vorangegangenen Daten waren der 23.4.1999, der 21.3.2000 und der 9.11.2020. Daher lagen zwei davon genau am Höhepunkt der Dotcom-Blase beziehungsweise beim frühen Rückgang danach.
Wall Street weiterhin uneinig über den nächsten Schritt
Nicht jeder Stratege sieht dieses Muster als Warnsignal. Im Gegenteil: Yardeni Research erwartet für den S&P 500 zum Jahresende 8.250 Punkte, statt 7.700 zu Jahresbeginn. Ed Yardeni erklärte bei CNBC, selbst dieser Wert könnte angesichts der starken Gewinne zu vorsichtig sein.
John Waldron, Präsident von Goldman Sachs, verwies auf das breite Gewinnwachstum, das mittlerweile über den Technologiesektor hinausgeht. Aus seiner Sicht ist dies derzeit der wichtigste Fundamentalfaktor am Markt.
Allerdings sieht Waldron unter dieser positiven Entwicklung auch ein echtes Risiko. Zudem hat der nach Marktkapitalisierung gewichtete S&P 500 den gleichgewichteten Index in den vergangenen Tagen um etwa 4% übertroffen.
Diese Lücke deutet darauf hin, dass die Marktführerschaft sich wieder verengen könnte. Dies ähnelt der Diskussion um die starke Konzentration auf KI-Aktien, die den Anstieg des Index Anfang dieses Jahres angetrieben hat.
Die vier Tage andauernde Gewinnserie beim S&P 500, die am Mittwoch endete, als der Index kurz ein neues Tageshoch erreichte, bevor er leicht nachgab, macht das von Burry genannte historische Muster nun zu einem aktuellen Testfall und nicht nur zu einer Theorie.









