SpaceX rechnet nun damit, bis 2030 einen Jahresumsatz von 1 Bio. USD zu erzielen, also ein Jahr früher als vor dem Börsengang angekündigt. Das sagte CEO Elon Musk beim ersten Earnings Call des Unternehmens als börsennotierte Gesellschaft.
Die SpaceX-Aktie fiel nachbörslich am Dienstag und weitete die Verluste am Mittwoch auf etwa 14 % aus. Investoren konzentrierten sich auf die massiv gestiegenen Investitionen und weniger auf das über den Erwartungen liegende Ergebnis.
Schnellerer Weg zur 1-Bio.-USD-Marke
Trotz der Entwicklung der Aktie meldete SpaceX 7,81 Milliarden USD Umsatz im zweiten Quartal, was einem Anstieg um 92 % im Jahresvergleich entspricht. Damit wurde die Analystenschätzung von 6,81 Milliarden USD übertroffen. Das bereinigte EBITDA lag bei 3,5 Milliarden USD und damit fast doppelt so hoch wie das von Analysten erwartete Ergebnis von 2 Milliarden USD.
Der Bericht war das erste über den Erwartungen liegende Quartalsergebnis von SpaceX seit dem Börsengang im vergangenen Monat.
Musk äußerte sich beim Earnings Call auch zur langfristigen Perspektive und betonte, dass der verkürzte Zeitplan eine interne Prognose und kein festes Versprechen sei.
Unsere interne Prognose, bis 1 Bio. USD Umsatz zu erreichen, wurde von 2031 auf 2030 vorgezogen. Es besteht zudem eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass wir dies bereits 2029 schaffen.
— Elon Musk, SpaceX
KI-Investitionen führen zu Verkäufen
Die Investitionsausgaben stiegen auf 18,37 Milliarden USD und waren damit mehr als sechsmal so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Davon entfielen 15,83 Milliarden USD auf das KI-Geschäft. Dieser Wert lag über den von Analysten prognostizierten 13,22 Milliarden USD, hieß es von FactSet.
Zum KI-Bereich zählt auch SpaceX’ neue Zusammenarbeit mit Nvidia bei Satelliten, die nur wenige Stunden vor Bekanntgabe der Quartalszahlen angekündigt wurde. Im Rahmen der Zusammenarbeit sollen Nvidia Rubin GPUs ins All gebracht werden, um Rechenleistung im Weltraum bereitzustellen.
Der Umsatz von Starlink stieg um 66 % und bleibt damit der einzige profitable Bereich von SpaceX, allerdings sank der Umsatz je Nutzer. Zudem steht SpaceX diese Woche ein Ablauf der Haltefrist bevor. Dabei könnten fast ein Fünftel der ausstehenden Aktien freigegeben werden, was zusätzlichen Druck auf die Aktie ausübt.
Ob sich SpaceX’ Investition in KI bereits vor dem nächsten Quartalsbericht auszahlt, dürfte mitentscheiden, wie geduldig Investoren hinsichtlich des Ziels für 2030 bleiben.









