SpaceX hat vertraulich die Anmeldung für den lange erwarteten US-Börsengang an der Nasdaq unter dem Tickerkürzel SPCX eingereicht. Gleichzeitig meldete SpaceX für das erste Quartal 2026 einen Umsatz von 4,69 Milliarden USD und einen Nettoverlust von 4,28 Milliarden USD.
Mit dieser Anmeldung bereitet SpaceX einen der größten Börsengänge der Geschichte vor und zeigt zugleich, wie kapitalintensiv Musks Raumfahrtunternehmen ist.
Börsengang: Hohes Umsatzwachstum, hohe Verluste
SpaceX reichte das Entwurfsformular S-1 ein und beschleunigt den Weg zu einem möglichen Börsendebüt am 12. Juni. Das Unternehmen strebt eine Kapitalaufnahme von bis zu 75 Milliarden USD bei einer Bewertung von 1,75 bis 2 Bio. USD an.
Es ist ein Aktiensplit im Verhältnis 5 zu 1 geplant, um die Aktien für Retail-Investoren leichter zugänglich zu machen.
Die Ergebnisse für das erste Quartal, die in den IPO-Unterlagen offengelegt wurden, zeigen ein starkes Umsatzwachstum. Dieses wird durch das Wachstum bei Starlink-Abonnenten und eine hohe Zahl an Falcon 9-Starts getragen.
Der Nettoverlust nach GAAP von 4,28 Milliarden USD zeigt allerdings, dass es hohe Ausgaben für die Entwicklung von Starship, für KI-Infrastruktur nach der xAI-Fusion im Februar 2026 und für fortlaufende Investitionen gibt.
Analysten schätzen den Umsatz für das gesamte Jahr 2025 auf etwa 18,5 Milliarden USD, wobei mit ähnlichen Profitabilitätsentwicklungen auch 2026 gerechnet wird.
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Musk behält die vollständige Kontrolle
Auch nach dem Börsengang bleibt Elon Musk CEO, CTO und Vorsitzender des neun Mitglieder umfassenden Boards. Er besitzt etwa 42 % der Anteile, jedoch hält er 85,1 % der Stimmrechte durch eine Struktur mit zwei Aktienklassen. Die Class-B-Aktien gewähren jeweils 10 Stimmen.
Musk kann nur von den Class-B-Aktionären abberufen werden, eine Gruppe, die er faktisch kontrolliert.
Diese „Controlled-Company”-Struktur schützt Musks langfristige Vision für Mars-Missionen und globales Internet vor kurzfristigen Interessen der Investoren.
Was Anleger wissen sollten und wie es weitergeht
Öffentliche Class-A-Aktionäre profitieren von Starlinks wiederkehrenden Umsätzen, führender Position bei wiederverwendbaren Raketen, Regierungsaufträgen für Starshield und Synergien zwischen KI und Raumfahrt. Allerdings haben sie nur minimale Mitspracherechte.
Es wird mit einer hohen Zuteilung an Retail-Anleger gerechnet. Zu den Hauptrisiken zählen:
- Technische Verzögerungen beim Starship
- Regulatorische Hürden,
- Hoher Kapitalbedarf und
- Musks geteilte Aufmerksamkeit durch mehrere Unternehmen.
Der vollständige S-1-Prospekt wird in Kürze erwartet. Die Roadshow dürfte um den 4. Juni starten und die Preisfestsetzung am 11. Juni erfolgen.
Ein erfolgreiches SPCX-Debüt könnte das Investieren in die Raumfahrt neu gestalten und eine schnelle Aufnahme in Indizes auslösen.
Für Investoren vereint der Börsengang großes Wachstumspotenzial im Bereich der kommerziellen Raumfahrt mit der Realität hoher Verluste und der dominanten Rolle des Gründers.









