Elon Musk und SpaceX haben am Mittwoch, 3. Juni, einen Antrag für den größten Börsengang der Geschichte eingereicht.
Auch Halter von Kryptowährungen sollten aufmerksam sein.
Ein Rekord, der alle bisherigen Rekorde bricht
SpaceX bestätigte, 555,5 Millionen Aktien für je 135 USD anzubieten. Damit strebt das Unternehmen eine Kapitalaufnahme von 75 Milliarden USD und eine Bewertung von 1,765 Billionen USD an. Saudi Aramcos Börsengang im Jahr 2019, mit damals 25,6 Milliarden USD, wird damit deutlich übertroffen.
Allerdings verzeichnete SpaceX im vergangenen Jahr einen Nettoverlust von 4,95 Milliarden USD. Grund dafür sind teilweise hohe KI-bezogene Ausgaben, obwohl das Starlink-Geschäft den Umsatz um 50 % gegenüber dem Vorjahr steigern konnte. Die Konnektivitätssparte ist derzeit der einzige profitable Bereich.
Nicht alle Experten sind von der Bewertung überzeugt. Morningstar bewertet SpaceX mit 780 Milliarden USD, also etwa der Hälfte der anvisierten Bewertung, und warnt, xAI stelle ein „erhebliches Risiko für eine Wertvernichtung” dar.
Cathie Wood von ARK Invest sieht das ganz anders und prognostiziert für 2030 einen Unternehmenswert von 2,5 Billionen USD. Die Kluft zwischen diesen Einschätzungen zeigt, wie umstritten die geplante Börsenlistung ist.
Dies könnte noch viel größer werden
Analysten erwarten eine weitere Zusammenführung von Musks Imperium. SpaceX könnte bereits 2027 mit Tesla fusionieren. Die Unternehmen arbeiten schon jetzt gemeinsam an Projekten, unter anderem an der riesigen Halbleiterfabrik Terafab.
Erreicht die Listung den angestrebten Wert, könnte Musk zum ersten Billionär der Menschheit werden. Er behält weiterhin über 80 % der Stimmrechte. Aktionäre erhalten daher Zugang zu seiner Vision, aber kaum Mitbestimmungsrecht.
Der Blickwinkel auf Bitcoin
Mit dem Börsengang bringt SpaceX seine 18.712 Bitcoin-Treasury im Wert von rund 1,29 Milliarden USD an die öffentlichen Märkte. Damit erhalten Aktionäre zum ersten Mal einen indirekten Zugang zur Kryptowährung.
Allerdings gibt es auch andere Bedenken. SpaceX, OpenAI und Anthropic werden zusammen voraussichtlich bis Jahresende mehr als 240 Milliarden USD erlösen. Experten warnen, dass diese Mega-Börsengänge Liquidität aus den Tech-, KI- und Kryptomärkten abziehen und womöglich einen zyklischen Höhepunkt markieren könnten.
Der Börsengang von Coinbase liefert ein warnendes Beispiel. Am Tag der Listung im April 2021 erreichte Bitcoin 64.800 USD, verlor jedoch innerhalb von sechs Wochen 50 %.
Ob sich die Geschichte wiederholt, hängt auch davon ab, ob die Mittelzuflüsse in Bitcoin-Spot-ETFs während des Roadshows-Zeitraums weiter hoch bleiben. Kaufen institutionelle Investoren weiterhin Bitcoin, könnte der Effekt auf die Liquidität begrenzt bleiben. Bleiben sie aus, wäre ein deutlicher Einfluss spürbar.









