Alles deutet darauf hin, dass das spanische Unternehmen Arbistar mit dem berühmten russischen Darknet Marktplatz Hydra in Verbindung steht. Arbistar befindet sich derzeit im Fokus der Krypto-Community. Anleger befürchten, dass die Anbieter einen Exit-Scam vorhaben.

Wie BeInCrypto España bereits berichtete, erklärte das auf Teneriffa ansässige Unternehmen in einer Pressemitteilung, dass es aufgrund eines Fehlers in seinem Arbitrage-Bot, der höhere Gewinne als den tatsächlichen Gewinn verteilte, ein „finanzielles Loch von 28%“ seiner Mittel hatte.

Jetzt hat Tulip Research neue Informationen veröffentlicht, die Arbistar mit Hydra Market in Verbinden stehend zeigen. Bei Hydra handelt es sich um einen der bekanntesten Portale im Darknet des russischen Schwarzmarkts. Nach Angaben der Ermittlungsbehörde hat Arbistar Bitcoin an 18 Konten gesendet, die mit diesem undurchsichtigen Markt verbunden sind.

Es sei darauf hingewiesen, dass diese Transaktionen lange vor dem angeblichen Ponzi-System stattfanden.

Hydra Schwarzmarkt und seine Beziehung zur russischen Regierung

Der Hydra-Markt wurde 2015 gegründet und ist seitdem an die Spitze des Darknets aufgestiegen. Dieses Netzwerk ist auf den Verkauf illegaler Drogen spezialisiert und bekannt für sehr ausgeklügelte Methoden durch GPS-Ortung. Die Anbieter verstecken ihre Beute in ganz Russland.

Dieser illegale russische Schwarzmarkt wird auch für betrügerische Aktivitäten genutzt, bei denen beispielsweise gestohlene Kreditkarten, SIM-Karten, E-Geld-Börsen, gestohlene Konten und Falschgeld eine Rolle spielen.

Ein Bild von BeInCrypto.com.

Nach Angaben des Ermittlungsunternehmens gibt es offizielle Erklärungen der US-Regierung über die mögliche Zusammenarbeit der russischen Behörden und den Cyberkriminellen. Die Behörden sollen die Cyberkriminellen einstellen und unter den Schutz des Staates stellen.

Die meisten obskuren Ermittler und russischen Cyberkriminellen sind der Meinung, dass Hydra von den russischen Behörden, wahrscheinlich den Geheimdiensten, unterstützt wird.

Ferner steht die Gruppe ist auf verschiedene Weise mit den Kryptowährungen in Verbindung. Beispielsweise starteten sie im Dezember 2019 mehrere Initial Coin Offerings (ICO), um Kapital zu beschaffen. Das bekannteste Projekt war Eternos.

Derzeit widmet sich Hydra der Expansion in Länder, die der russischen Regierung nahestehen oder für ihre institutionelle Korruption bekannt sind, wie Weißrussland, die Ukraine und Aserbaidschan.

Die Aktionen von Arbistar unter der Lupe

Die betroffenen Investoren beobachten das weitere Vorgehen von Arbistar. Allerdings betrifft diese Problematik nicht nur das kanarische Projekt, sondern diese Art von Ereignis führt auch dazu, dass andere Projekte, die Arbistar ähnlich sind in die Kritik geraten.

Für die Investoren gilt bei Anlagen, Investitionen und Geldtransfers höchste Vorsicht walten zu lassen.

Auf Spanisch geschrieben von Daniel Ramirez-Escuerdo, übersetzt von Alexandra Kons.