Steigt der Iran ins Mining-Business ein?

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Der Iranische Präsident Hassan Rouhani überraschte mit einer Ankündigung. Er wies die Zentralbank an, eine nationale Strategie für das Mining von Kryptowährungen zu entwerfen.



Wie die iranische Nachrichtenseite ArzDigital berichtet, soll die Strategie Regulierungen und eine Schätzung des Einkommens durch das Mining beinhalten.

Kehrtwende der iranischen Regierung

Bis noch vor kurzer Zeit war das Krypto-Mining im Iran verboten, da die iranische Regierung es als Energieverschwendung ansah. Seitdem hat die Regierung allerdings eine rasche Kehrtwende vollzogen. Im letzten Jahr wurde das Mining offiziell legalisiert.



Durch ihre Öffnung für das Bitcoin-Mining versucht die iranische Regierung vermutlich auch, internationale Sanktionen umgehen zu können, welche seit geraumer Zeit enormen Druck auf die Wirtschaft des Landes ausüben.

Aufgrund der niedrigen Preise für elektrischen Strom haben sich seitdem viele Miner im Iran angesiedelt. Laut einer Studie des Cambridge Centre for Alternative Finance tragen diese rund 3,8% zur weltweiten Hashrate für Bitcoin bei.

Nationaler Wettlauf um Bitcoin-Mining

Zunehmend erkennen auch Staaten die Wichtigkeit des Bitcoin-Minings und wollen ihren Teil der Hashrate ins Land holen. Beispielsweise versucht das Mining-Unternehmen Layer1 das Mining in den USA profitabel zu machen.

Vormals gab es auch Berichte, nach denen der russische Unternehmer Dmitry Marinichev, welcher als Berater für Digitales unter der Regierung Vladimir Putins diente, ein Mining-Unternehmen in Russland aufzubauen. [Straits Times] Allerdings scheint die russische Regierung in der Zwischenzeit Kryptowährungen wieder kritischer gegenüberzustehen.

Während die russische Zentralbank im Februar noch ankündigte, einzelne Bankkonten zu sperren, die mit Kryptowährungen assoziiert sind, steht jetzt ein Totalverbot von Krptowährungen im Raum. Wie das regierungstreue russische Auslandsfernsehen Russia Today berichtet, haben einige Politiker ein Gesetz vorgeschlagen, welches jegliche Verwendung von Kryptowährungen unter Strafe stellen soll. Dies soll Geldstrafen von bis zu 2 Millionen Rubel (ca. 25.000€) und Haftstrafen von bis zu sieben Jahren beinhalten.

Ähnlich wie in Deutschland scheint es auch in Russland keine einheitliche Linie zu haben, was Kryptowährungen angeht. Beide Länder sind bekannt dafür, gemischte Signale bezüglich der Regulierung von digitalen Assets zu senden. Damit schneiden sie sich allerdings vom digitalen Weltmarkt ab. In den kommenden Jahren werden wir vermutlich sehen, dass Länder mit einer klaren und förderlichen Regulierungen, wie beispielsweise die Schweiz, einen ernstzunehmenden Wettbewerbsvorteil haben werden.

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Tobias verfügt über einen Bachelorabschluss in angewandter Informatik, sowie einen Masterabschluss in Kognitionswissenschaft mit Fokus auf kognitiver Psychologie und künstlicher Intelligenz. Während seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gent nahm er an einem Forschungsprojekt in Verbindung mit einem großen französischen Telekommunikationsanbieter teil. Hierbei erforschte er die Anwendung von Spieltheorie auf den gemeinschaftlichen Ausbau von WLAN-Netzen. Nachdem er die Universität verließ, wandte er sich dem Blockchain-Sektor zu, wo er als freier Forschungsmitarbeiter für Startup-Unternehmen arbeitet.

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