Cambridge-Studie wirft Licht auf Verteilung der Bitcoin-Miner in China

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IN KÜRZE
  • Eine Studie des Cambridge Centre for Alternative Finance zeigt die weltweite Verteilung der Hashrate von Bitcoin.

  • China ist nach wie vor die führende Nation im Bitcoin-Mining, wobei die Provinz Xinjiang den größten Anteil ausmacht.

  • Das CCAF will später auch lokale Daten über andere Regionen veröffentlichen.

  • promo

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Das Cambridge Centre for Alternative Finance (CCAF) hat ein Tool veröffentlicht, welches die weltweite Verteilung der Hash-Leistung für die Bitcoin-Blockchain aufzeigt. Während die Daten zwar nicht einmal annähernd vollständig sind, werfen sie ein klareres Licht darauf, wo die größten Mining-Operationen in China und dem Rest der Welt verteilt sind.



Insgesamt hält China immer noch den Löwenanteil der gesamten Bitcoin-Hashrate. Allerdings scheint es so, dass das Mining auf der riesigen Landmasse ausreichend gut verteilt ist.

China im Bitcoin-Mining immer noch führend

Jameson Lopp, Mitbegründer von Casa, hat seine Follower via Twitter über die neue Studie informiert. Sie basiert auf Daten, welche von den Mining-Pools bereitgestellt werden. Zwar repräsentieren diese Daten nur zwei Drittel der gesamten Hashrate, konnte das CCAF eine Karte der globalen und, im Fall von China, lokalen Verteilung der Hash-Leistung erstellen.



Das CCAF konnte keine Daten über rund ein Drittel der Hashrate sammeln. Die Hochrechnungen basieren daher auf der Annahme, dass die bereitgestellten Daten repräsentativ für das gesamte Bitcoin-Netzwerk sind. Die Aussagekraft dieser Methode ist damit zwar limitiert, allerdings liefert die Studie das bislang beste Bild darüber, wie sich die Verteilung der Hash-Leistung mit der Zeit ändert. Bislang zeigt die Karte Daten im Zeitraum zwischen dem letzten September und dem heutigen Tag.

Auf globaler Ebene bleibt China immer noch die größte Mining-Nation mit rund 65,1% der gesamten Hashrate, gefolgt von den USA (7,2%), Russland (6,9%), Kasachstan (6,2%), Malaysia (4,3%), dem Iran (3,8%) und Kanada (0,8%).

In einem nächsten Schritt zielt die Studie darauf ab, die Verteilung der Hash-Leistung innerhalb der Länder zu untersuchen. Bislang sind nur Daten über China vorhanden.

Die Provinz Xinjiang führt das Mining mit 35,8% an. Der Rest der Hash-Leistung liegt über ganz China verteilt in Sichuan (9,7%), der inneren Mongolei (8,1%), Yunnan (5,4%) und Peking (1,7%). Die Provinzen Zhejiang, Chanxi, Gansu, Qinghai und Ningxia machen jeweils weniger als 1% der Hashrate des Landes aus.

Nach China plant das CCAF, noch weitere Daten über andere wichtige Mining-Zentren auf der Welt zu veröffentlichen. Die nächsten Regionen sind Sibirien, die US-Staaten Washington und New York, sowie die Regionen Québec und Alberta in Kanada.

Cambridge-Daten nicht ganz vollständig

Die Forscher des CCAF geben an, dass die Studie gewisse Probleme hat. Zuerst gingen nur 37% der gesamten Bitcoin-Hashrate in die Karte ein. Die Daten könnten daher nicht repräsentativ für die tatsächliche Verteilung sein. Die zweite Einschränkung liegt in der möglichen Verwendung von VPN-Diensten, besonders in China begründet. Die Forscher schreiben:

[VPN- die Proxy-Dienste] können die geographische Verteilung verzerren und dazu führen, dass die Anteile bestimmter Länder oder Regionen überschätzt werden.

Diese Einschränkung hat besondere Probleme für die chinesische Provinz Zhejiang verursacht. Um ein besseres Bild zu erstellen, haben die Forscher die Hashrate in der Provinz anteilig den anderen Provinzen zugeschlagen.

Während das alles andere als eine perfekte Lösung ist, kann diese Studie dafür verwendet werden, zeitliche Trends in der Verteilung der Hashrate auszumachen. Die CCAF-Studie zeigt uns das derzeit klarste Bild über die Verteilung. Mit späteren Updates soll noch mehr Licht auf die Situation im Mining-Sektor geworfen werden.

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A former professional gambler, Rick first found Bitcoin in 2013 whilst researching alternative payment methods to use at online casinos. Having concluded that the root of most of the world’s evils stem from a toxic financial system during his time reading International Politics at university, the disruptive potential of a decentralised, borderless asset was immediately clear. After transitioning to writing full-time in 2016, Rick was able to put his passion for Bitcoin to work for him professionally. He has since written for a number of digital asset publications in a variety of capacities.

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