MicroStrategy kaufte zwischen dem 8. und 14. Juni 1.587 Bitcoin (BTC) für 100 Millionen USD. Der Durchschnittspreis lag bei 63.024 USD je Coin. Um den Kauf zu finanzieren, verkaufte das Unternehmen Stammaktien im Wert von 209 Millionen USD und nahm damit mehr als das Doppelte des Einkaufsbetrags ein.
Die Differenz zeigt, wofür der restliche Betrag genutzt wurde. MicroStrategy legte den Überschuss als Bargeldreserve beiseite, um Dividenden und Schulden zu bedienen und investierte nicht in weitere Bitcoin.
Stammaktien finanzierten den gesamten Kauf
MicroStrategy generierte die vollen 209 Millionen USD durch den Verkauf von 1.732.553 MSTR-Aktien im Rahmen seines At-the-Market-Programms. In diesem Zeitraum wurden keine Vorzugsaktien genutzt.
Das stellt einen Strategiewechsel dar. Das Unternehmen nutzte im vergangenen Jahr häufig hochverzinsliche Vorzugsaktien wie STRC zur Finanzierung von Käufen. Die Kapazität bleibt weiterhin hoch, da im März ein 21 Milliarden USD-Programm für Stammaktien genehmigt wurde.
Die Finanzierung über Stammaktien verwässert die bestehenden Halter. Die Entscheidung zeigt außerdem, dass dieser Finanzierungsweg offen blieb, während der Aktienkurs unter Druck stand.
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MicroStrategy begann im August 2020 mit der Akkumulation von Bitcoin und hat dies seitdem nur selten unterbrochen.
Reserve für Dividenden aufgebaut
Mit dem letzten Kauf erhöhte MicroStrategy seine USD-Reserve auf 1,1 Milliarden. Die Meldung ordnet diesen Betrag direkt für Vorzugsdividenden und Zinszahlungen auf Schulden zu.
Die Reserve wurde im Dezember 2025 geschaffen, um genau für solche Zahlungen als Puffer zu dienen.
Die Verpflichtungen sind erheblich. Strategy hat Vorzugsaktien mit Kupons von bis zu 11,5 %. STRC-Zahlungen sind kürzlich von monatlich auf halbmonatlich umgestellt worden.
Der Druck zeigt sich bereits. Ende Mai führte das Unternehmen den ersten Bitcoin-Verkauf seit 2022 durch. Dafür wurden 32 Coins verkauft, um eine Dividende zu bedienen.
Der Bestand bleibt unter Wasser
Strategy besitzt nun 846.842 Bitcoin zu einem durchschnittlichen Einstiegspreis von 75.656 USD, insgesamt rund 64,07 Milliarden USD. Am 15. Juni lag der Bitcoin-Kurs bei etwa 66.230 USD, ein Anstieg von fast 3 % gegenüber dem Vortag.
Damit liegt der durchschnittliche Einstiegskurs weiterhin über dem Markt, selbst nach diesem Zukauf bei rund 63.024 USD. Bereits im ersten Quartal zeigte ein nicht realisierter Verlust von 14,5 Milliarden USD das Defizit auf.
Dieser Abschlag wirkt sich nun auch auf die Aktie aus. Analyst Quinn Thompson stellte fest, dass MSTR derzeit etwa beim 0,8-fachen des Nettovermögens seiner Bitcoin gehandelt wird, was das hebelbasierte Finanzierungsmodell beansprucht.
Michael Saylor zeigt weiterhin Zuversicht und schrieb am 14. Juni: „Still adding dots“. Ob neue Käufe die Lücke schließen, hängt nun davon ab, wie sich der Bitcoin-Kurs entwickelt.









