Südkorea startet Beratungskommission zu CBDC

Artikel teilen

Laut lokalen Medien startete die Nationalbank in Südkorea am 15. Juni 2020 eine Beratungskommission zu Central Bank Digital Currency (CBDC). Die Beratungskommission soll sich mit rechtlichen und regulatorischen Fragen zu CBDC beschäftigen.



Wie BeInCrypto berichtete, veröffentlichte die Bank of Korea (BOK) am 09. Juni 2020 einen neuen 10-Jahres-Plan zur wirtschaftlichen Entwicklung in Südkorea bis 2030. In diesem Plan fanden Blockchain-Technologie und CBDC eine besonders hohe Priorität. Jetzt verkündete die BOK, laut lokalen Medien, den Start einer Beratungskommission, die sich mit den rechtlichen und regulatorischen Fragen einer landeseigenen, digitalen Währung auseinandersetzen soll. Steht Südkorea schon kurz vor ersten Tests einer Central Bank Digital Currency?

Südkorea will schnell zur eigenen digitalen Währung gelangen

Um die Frage gleich vorweg zu beantworten: “kurz vor” ersten Pilotprogrammen einer eigenen CBDC ist relativ. Allzu lange will sich Südkorea damit aber nicht Zeit lassen. Wie die Bank of Korea erklärt, ist die jetzt gestartete Beratungskommission Teil eines “22-monatigen Entwicklungsplanes”, der zu einer landeseigenen, digitalen Währung führen soll. Bereits jetzt erweitert die BOK aber ihre Forschungskapazitäten, um ein Pilotprogramm zur Einführung von CBDC noch vor Ende 2021 durchzuführen.



Die Beratungskommission selbst soll sich dabei hauptsächlich mit Rechtsfragen auseinandersetzen. Die Kommission besteht so aus insgesamt sechs Experten aus den Bereichen Finanzen und IT. Darunter u.a. auch Professoren für Handels- bzw. Wirtschaftsrecht und Spezialisten für Rechtslagen im Bereich Fintech. Ein Mitglied der Kommission ist zudem ein Offizieller der Nationalbank selbst. Mit Start am 15. Juni 2020, soll die Kommission ihre Tätigkeit mindestens bis Ende Mai 2021 fortsetzen, heißt es von der BOK.

Details zur CBDC in Südkorea fehlen immer noch

Offizielle Aussagen der Bank selbst sind rar. Ebenso wie mehr Details zur CBDC für Südkorea. Das kann einerseits bedeuten, dass die Arbeiten wirklich noch am Anfang stehen oder aber, dass Südkorea vorerst noch mit verdeckten Karten spielt. Zur Beratungskommission gibt es nur eine Aussage eines anonymen Offiziellen, laut der Korea Times:

“Wir haben die Beratungskommission eingesetzt, um die Rechtslage rund um CBDC zu prüfen und um in Erfahrung zu bringen, welche Gesetzte geändert bzw. eingeführt werden müssten, damit eine reibungslose Einführung einer digitalen Währung durch die BOK ermöglicht wird.”

Südkorea markiert damit den Start in eine Trendbewegung vieler Nationen. Regierungen und Zentralbanken können Kryptowährungen und Blockchain-Technologie nicht mehr länger ignorieren. Die Zukunft heißt “digital” und digitale Währungen werden dabei eine tragende Rolle spielen.

Haftungsausschluss

Alle auf unserer Website enthaltenen Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Die journalistischen Beiträge dienen nur allgemeinen Informationszwecken. Jede Handlung, die der Leser aufgrund der auf unserer Website gefundenen Informationen vornimmt, geschieht ausschließlich auf eigenes Risiko.
Share Article

MEHR ÜBER DEN AUTOR