Team Lead ETH: “Ethereum-Miner kümmert die Gesundheit des Netzwerks nicht!”

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IN KÜRZE
  • Ethereum-Miner stimmten für ein neues Block Gas Limit von 12,5 Mio. Gwei

  • Ethereum Team lead Péter Szilágyi fürchtet um die Gesundheit des Netzwerks

  • Die Entscheidung der Miner findet Fürsprecher und Gegner gleichermaßen

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Die jüngste Erhöhung der Block Gas Limits von 10 Mio. auf 12,5 Mio. Gwei sorgte bei Ethereum Team Lead Péter Szilágyi für Kopfschmerzen. Er ist der Meinung, dass Ethereum-Miner sich weder um die Gesundheit des Netzwerks, noch DoS-Attacken scheren.



Während sich die Ethereum-Community auf das lang erwartete Upgrade zu Ethereum 2.0 vorbereitet, steigen neben der Nachfrage nach ETH Staking nun auch die Einnahmen für Miner. Denn die Ethereum-Miner stimmten am 19. Juni 2020 für eine Erhöhung des Block Gas Limits von 10 Mio. auf 12,5 Mio. Gwei. Ein Gwei ist die kleinste Einheit bei Ethereum (0,000000001 ETH).

Auf Twitter hieß es, dass dies ein wichtiger Schritt für das Netzwerk sei und nun – in der Theorie – rund 44 anstatt nur ca. 35 Transaktionen pro Sekunde durchgeführt werden könnten. Ethereum Team Lead Péter Szilágyi und weiteren Teilen der Community gibt das allerdings keinen Anlass zur Freude.



Kümmern sich die Ethereum-Miner nur um ihre eigenen Interessen?

In der Ethereum-Community ist Einiges los. Nicht nur bereitet sich die Community auf das Upgrade zu Ethereum 2.0 vor. Denn immerhin wandelt sich damit die Ethereum-Ökonomie, da von Proof-of-Work (PoW) auf Proof-of-Stake (PoS) umgestellt wird.

Doch vorerst liegt die Aufmerksamkeit auf einer aktuellen Entwicklung. Denn die Ethereum-Miner stimmten am 19. Juni 2020 für die Erhöhung der Block Gas Limits auf 12,5 Mio. Gwei. Das ist gut für die Miner und das Netzwerk, hieß es vonseiten der Miner. Ethereum Team Lead Péter Szilágyi sah dies allerdings gänzlich anders:

Gemäß Szilágyi kümmern sich Miner nur um ihre “eigenen Interessen” und nicht um die langfristige Gesundheit des Netzwerks oder DoS-Attacken (Denial of Service).

Ihm und vielen weiteren Mitgliedern in der Ethereum-Community bereitet der “große Meilenstein” erhebliche Kopfschmerzen. Rückendeckung bekommt Szilágyi vom konzeptionellen Erfinder und Mitgründer von Ethereum, Vitalik Buterin:

Buterin erklärte im weiteren Verlauf der Konversation auf Twitter auch, dass er dem chinesischen Mining-Pool Sparkpool bestätigte, er persönlich sei auch gegen eine Erhöhung des Block Gas Limits. Buterin führt als Argumentation an, dass Ethereum für die Leute “weniger nützlich” ist, wegen der hohen Transaktionsgebühren. Teile der Community sehen das ebenso.

Krypto-Twitter teilte sich schnell in zwei Lagern: Befürworter der Entscheidung der Ethereum-Miner und Gegner. Die Befürworter scheinen die Erhöhung der Block Gas Limits mit dem bevorstehenden Upgrade auf Ethereum 2.0 zu rechtfertigen. Die Gegner der Erhöhung machen sich hingegen Sorgen um die langfristige Gesundheit des Netzwerks.

Auf der anderen Seite sehen sich die Ethereum-Miner natürlich auch Ethereum 2.0 gegenüber. Mining wird obsolet werden, denn Ethereum 2.0 wird auf PoS setzen, anstatt PoW. Das “Drama” wird also noch eine Weile anhalten, ehe Ethereum 2.0 dem Ganzen ein Ende setzt. Bis dahin gilt wohl, was ein weiterer Twitter-Nutzer zu der Konversation beizutragen hatte:

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