Die 10 größten Krypto-Hacks haben zusammen 5,68 Milliarden USD aus der Branche abgezogen. Ein struktureller Schutz, den ein DeFiLlama-Entwickler vorgeschlagen hat, hätte jedoch nur bei einem dieser Fälle gegriffen.
Laut Daten wird der Drift Protocol Exploit mit einem Schaden von 285 Millionen USD zu den alten Katastrophen wie Mt. Gox und FTX gezählt. Diese Liste sorgt erneut für die Diskussion, ob die Sicherheit im Bereich der Decentralized Finance (DeFi) schnell genug besser wird.
Kreditprotokolle sind aktuell stärkerem Risiko ausgesetzt
Ein DeFiLlama-Entwickler hat vorgeschlagen, die Protokoll-übergreifende Tranchierung mit einer Abzugsbegrenzung über 24 Stunden zu kombinieren. Diese Idee teilt das Kapital der Einleger in Senior- und Junior-Tranchen. Die täglichen Abhebungen werden dann auf die Größe der Junior-Tranche begrenzt.
Laut Daten des Entwicklers haben 3,92% der Lending-Protokolle mit einem Höchststand des Total Value Locked über 50 Millionen USD einen Abzug von mehr als 80% erlitten.
Diese Rate ist 4,6-mal höher als die 0,85%, die quer über alle Protokollarten beobachtet wurden. Laut Schätzung des Entwicklers könnte die Protokoll-übergreifende Tranchierung das Risiko vollständiger Verluste für Senior-Einleger um etwa 80% senken.
Die Kombination würde sicherstellen, dass das Kapital der Senior-Tranche immer vollständig zurückgezahlt werden kann, solange der Hack den Junior-Puffer nicht innerhalb eines Tages überschreitet.
Die meisten Verluste entstehen außerhalb von DeFi-Lending
Die Top-10-Liste zeigt jedoch die Grenzen des Vorschlags. Beim bisher größten DeFi-Hack des Jahres 2026 bei Drift Protocol wurden 285 Millionen USD durch eine Übernahme der Governance abgezogen, die die Tresore in etwa 12 Minuten leerte.
Die Tranchierung zusammen mit Abzugsbegrenzungen hätte diesen Abfluss verlangsamen und die Gelder der Senior-Einleger schützen können.
Die anderen neun Vorfälle fallen in zwei Kategorien, die durch Tranchierung nicht verhindert werden können. Fünf davon waren Ausfälle zentralisierter Börsen, darunter der Bybit-Hack mit 1,5 Milliarden USD sowie die Zusammenbrüche von FTX und Mt. Gox.
Vier waren Exploits bei Cross-Chain-Bridges, darunter die Ronin Blockchain, Poly Network, Wormhole und die BNB Bridge.
Sicherheitsexperten sagen, der Code von DeFi-Protokollen werde immer schwerer auszunutzen. Daher verlagert sich die Hauptfläche für Angriffe zunehmend auf Menschen und Schwächen bei der betrieblichen Sicherheit.
„Ich hoffe wirklich, dass Hyperliquid gerade in einem Krisenraum sitzt, davon ausgeht, dass sie bereits kompromittiert sind, und jede einzelne Sache prüfen, die sie im letzten Jahr und in den vergangenen sechs Monaten gemacht haben”, scherzte Laura Shin, Moderatorin des Unchained-Podcasts.
Während die Daten nahelegen, dass die Tranchierung eine Schutzschicht bei Krediten stärkt, bleiben die größten Verluste nach Dollarhöhe auf zentrale Infrastruktur und menschliche Fehler zurückzuführen.





