Trezor meldet weiteren Sicherheitsvorfall: Was Sie wissen sollten

  • Trezor: Sicherheitsvorfall beim E-Mail-Anbieter führte zu Phishing-E-Mails an Nutzer
  • Die gefälschte Warnung behauptet einen Entropie-Fehler beim STM32 und fordert zum Klicken auf.
  • Es ist der dritte Ausfall bei einem Trezor-Anbieter innerhalb von vier Wochen.
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Trezor hat mitgeteilt, dass Angreifer den externen E-Mail-Dienst des Unternehmens kompromittiert und Kunden eine Phishing-E-Mail geschickt haben, die als wichtige Warnung zur Chipsicherheit getarnt war. Dies ist bereits der dritte Fehler eines Dienstleisters innerhalb von vier Wochen.

Das Hardware-Wallet-Unternehmen erklärte, die Domain hinter der Angriffskampagne entfernt und eine Untersuchung eingeleitet zu haben, wie die Angreifer Zugriff auf ihre echte Domain erhielten. Berichten zufolge wurden Wallets, Schlüssel und Wiederherstellungs-Backups nicht offengelegt.

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Trezors E-Mail-Dienst-Panne folgt auf das ShipMonk-Datenleck

Ein Vorfall am 10. August bei ShipMonk, dem Partner für den Versand von Trezor-Bestellungen, leitete diese ununterbrochene Serie ein. Durch ein Update am 4. September stieg die Zahl der betroffenen Kunden auf über 80.000.

Bei diesem Datenleck wurden Namen, Telefonnummern und Wohnadressen offengelegt. BeInCrypto berichtete im August, dass die Geräte sicher geblieben sind, während das Risiko für Phishing und Betrug zunahm. Kunden berichteten anschließend von Betrugsanrufen und gedruckten Briefen.

Dieses Muster ist nicht neu. Trezor warnte 66.000 Nutzer nach einer Kompromittierung des Supportportals im Jahr 2024. Auch Mitbewerber waren betroffen: SafePal verlor im vergangenen Monat fast 40.000 Datensätze. Die Geräte widerstehen Angriffen, die Partnerunternehmen, die Kundendaten speichern, hingegen nicht.

Warum die gefälschte STM32-Warnung wirksam ist

Die E-Mail erschien als wichtige Sicherheitswarnung zu einer „STM32-Entropie-Sicherheitslücke“. STM32 bezeichnet die Chip-Familie in den Trezor-Geräten.

Entropie bedeutet die Zufälligkeit, mit der eine Wallet eine Wiederherstellungsphrase erzeugt, also die Sicherung, die über die Gelder verfügt. Schwache Zufallsgenerierung wäre tatsächlich gefährlich, dadurch wirkt die Nachricht auf besorgte Halter glaubwürdig.

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„Unser externer E-Mail-Dienst wurde kompromittiert. Bitte beachten Sie: Die E-Mail mit dem Betreff ‚Critical Security Alert: STM32 Entropy Vulnerability‘ stammt nicht von uns und ist ein Phishing-Versuch. Klicken Sie auf keinen Link”, warnte das Team öffentlich.

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Was Trezor-Nutzer jetzt tun sollten

  • Klicken Sie niemals auf Links in unerwarteten E-Mails von Trezor, insbesondere solchen mit Bezug zu STM32 oder Entropie.
  • Geben Sie eine Wiederherstellungsphrase oder Geräte-PIN niemals auf einer Webseite ein.
  • Behandeln Sie unerwartete Anrufe und Briefe zunächst immer kritisch, bis diese verifiziert wurden.
  • Prüfen Sie Hinweise ausschließlich bei trezor.io oder im verifizierten Trezor-Account auf X.
  • Wer eine Sicherung auf einer verlinkten Seite eingegeben hat, sollte seine Kryptowährung auf eine neue Wallet transferieren.

Durch die Kombination von geleakten Kontaktdaten und einer echten Absenderdomain fehlen die wichtigsten Warnhinweise für Nutzer.

„Derzeit werden überzeugende Phishing-E-Mails von Anbietern für Hardware-Wallets verschickt (mindestens Trezor und BitBox). Wahrscheinlich wurde ein Marketing-E-Mail-Anbieter kompromittiert. Dadurch werden weitere Kundenkontakte offengelegt”, merkte ein Nutzer an.

Tatsächlich meldete auch BitBox, eine Schweizer Bitcoin-Hardware-Wallet, einen ähnlichen Vorfall. Hier richtete sich die Phishing-Mail jedoch an Newsletter-Abonnenten.

BitBox zufolge könnten die Phishing-Attacken gezielt auf Bitcoin-Unternehmen abzielen, die denselben Newsletter-Anbieter nutzen.

Haftungsausschluss

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