Überholt Ethereum Bitcoin? Celsius Network CEO Mashinsky: Ja!

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IN KÜRZE
  • Was ist The Flippening?

  • Und welche Indikatoren gibt es in Bezug auf das Elefantenrennen?

  • Bitcoin und Ethereum in Konkurrenz um die größte Marktkapitalisierung.

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The Flippening: Ist es soweit und die Alpha-Kryptowährung Bitcoin muss die Vorherrschaft an den DeFi-Riesen Ethereum abgeben? Celsius Network CEO Alex Mashinsky geht davon aus, dass Bitcoin bereits damit begonnen hat, die Marktdominanz an ETH zu verlieren.

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In einem Interview mit Kitco News erklärte Mashinsky, dass wir mitten in dem Prozess des „Flippenings“ stecken und Ethereum bereits auf dem Weg ist, Bitcoin als größte Kryptowährung abzulösen.

In der Vergangenheit diskutierte die Krypto-Community bereits des Öfteren, ob oder wann Ethereum Bitcoin beim Elefantenrennen einholen wird. Aber warum geht Mashinsky davon aus, dass Ethereum sich grade den Platz auf dem Thron sichert? An den Celsius Marktzahlen!

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„Wir verwalten etwa 17 Milliarden US-Dollar an Einlagen oder Kundenmünzen, und die Nummer eins, die in Dollar gemessen wird, ist Ethereum.“

Mashinsky sagt voraus, dass Ethereum Bitcoin bezüglich der Marktkapitalisierung bis zum Jahr 2023 gänzlich überholt haben könnte und sich das „Flippening“ auf den gesamten Markt ausweiten wird.

„Das Flippen ist schon passiert. Ethereum hat Bitcoin in Dollar als Gesamtbestand der Celsius-Community bereits übertroffen, und ich denke, der breitere Markt wird ihm in den nächsten ein oder zwei Jahren folgen. Wir werden sehen, dass dieses Flippening auch auf dem breiteren Markt stattfindet.“

Gründe für das Flippening: 41,9% abgeschlossen

Die beiden größten Kryptowährungen stehen nicht zwangsläufig in Konkurrenz. Denn zum einen fungiert Bitcoin als Wertspeicher und Ethereum als DeFi-Grundlage.

„Yield ist eine Anwendung, die einfach eine breitere Nutzerbasis hat. Ich denke also, dass wir im Laufe der Zeit eine breitere Akzeptanz von Ethereum als von Bitcoin feststellen werden. Aber offensichtlich sind beides außergewöhnliche Anwendungen und außergewöhnliche Blockchains. Und wir werden eine breite Akzeptanz von beiden sehen, nur die eine wird das andere übertreffen.“

Laut dem Blockchaincenter ist das „Flippening“ bereits zu 41,9 Prozent abgeschlossen:

„Der Begriff „Flippening“ bezieht sich auf den hypothetischen Moment, in dem Ethereum (ETH) Bitcoin (BTC) als größte Kryptowährung überholt. Beide haben bei 100 % die gleiche Marktkapitalisierung. Obwohl die Marktkapitalisierung die wichtigste Kennzahl zur Bestimmung von „The Flippening“ ist, gibt es eine Reihe anderer Kennzahlen, die beobachtet werden können.“

Ein Bild von Blockchaincenter

Dabei unterteilen die Forscher den Vorgang in verschiedene Unterkategorien. Dazu gehören die Anzahl der aktiven Adressen, die Transaktionsanzahl, das Transaktionsvolumen, das Handelsvolumen, die Transaktionskosten, die Anzahl der Nodes und die Google Suchanfragen. In den beiden Bereichen Transaktionsanzahl und Transaktionskosten hat Ethereum Bitcoin bereits überholt. In Bezug auf die aktiven Adressen liegt der Flippening Score bei 80 Prozent, Transaktionsvolumen bei 92 Prozent und das Handelsvolumen bei 87 Prozent. Es gibt noch zwei Bereiche, in denen Bitcoin klar vorne liegt: Anzahl der Nodes mit 28 Prozent Flippening-Rate und Google Suchanfragen bei 22 Prozent.

Was ist wertvoller: das Narrativ oder die Technologie?

Während das valide Gesichtspunkte sind, an denen sich Mashinsky orientiert, werden dabei zwei fundamentale Aspekte außer Acht gelassen:

Zum einen wechselt Ethereum von dem Proof-of-Work (PoW) Algorithmus zu dem Proof-of-Stake (PoS) Algorithmus, welcher nicht zuletzt bei Solana wohl ein ausschlaggebender Punkt sein könnte, weshalb Sam Bankman-Fried seine Kryptobörse FTX auf Solana basiert. Proof-of-Stake bietet sehr starke Vorteile gegenüber Proof-of-Work, wie bspw. sein enorm geringer Energieverbrauch. Nicht zuletzt machte Elon Musk darauf aufmerksam, dass er Bitcoin nur dann wieder unterstützen könne, wenn Bitcoin energieeffizienter sei, womit er womöglich die Miner zu einem Wechsel auf Proof-of-Stake bewegen möchte.

Jedoch unterscheiden sich die beiden Mechanismen grundlegend in ihrer Ideologie. Proof-of-Stake gibt Mining-Leistung basierend auf dem Anteil der Coins, die ein Miner hält. Je größer der Anteil, den man also an einer Proof-of-Stake Währung hält, desto größer ist auch die Macht, die damit einhergeht.

Statt auf Rechenleistung durch Energieverbrauch zu setzen, wird validiert statt gemined. Je höher der Stake (Anteil an der Währung), desto höher auch der Profit. Mit dieser Form der Inflation wird die Währung wieder aus der Luft erzeugt, statt durch eine Opferdarbringung, wie durch die Rechenleistung des Proof-of-Work Mechanismus. Zwar wird Proof-of-Stake aktuell als wesentlich zukunftssicherer betrachtet, da es einen viel geringeren Energieverbrauch aufweist, jedoch ist die Sicherheit des Algorithmus auch wesentlich weniger getestet und damit empirisch unsicherer.

Zudem kommt mit dem Proof-of-Stake Algorithmus auch ein Schneeballeffekt, denn die Reichen werden reicher, was sich in Einfluss ummünzen lässt. Damit sind also die grundlegenden Probleme unseres Fiat-Geldsystems nicht behoben, sie werden lediglich digital ausgelagert.

Konkurriert Bitcoin überhaupt mit Ethereum?

Letztendlich kann man davon ausgehen, dass sich PoS gegenüber PoW durchsetzt. Ob Bitcoin aber jemals auf diesen Zug umsteigen wird, bleibt fraglich. Schließlich entstand das Bitcoin Whitepaper aus einer globalen Finanzkrise und der damit einhergehenden Systemkritik. Das Narrativ ist ein ganz anderes.

Bitcoins Erfinder ist nebulös und unbekannt, Ethereums Gründer Vitalik Buterin ist eine Person des öffentlichen Lebens. Während die Anzahl an zirkulierenden Bitcoins wesentlich kleiner ist theoretisch verfügbar, verhält sich das bei Ethereum ganz anders.

Ethereum ist eher eine technologische Innovation, die sich im Spielfeld unerprobter Fin-tech Hypes abspielt. Bitcoin ist eine Geschichte, die in allen Gesellschaftsschichten erzählt wird.

Bitcoin konkurriert gar nicht mit Ethereum, sondern mit Gold

Zudem bewies Bitcoin nicht zuletzt seine Antifragilität im Zuge der Coronakrise, als auch seine Eignung als Fluchtwährung, wie man am Beispiel der Türkischen Lira oder des Venezolanischer Bolívar sehen konnte. Bitcoin konkurriert gar nicht mit Ethereum, sondern mit Gold.

Während Bitcoin sich als Wertspeicher und Fluchtwährung in Krisenzeiten etabliert, kämpft Ethereum wohl eher um die technologische Adaption. Dieser Kampf wird wohl eher zwischen Kryptowährungen wie Solana und Ethereum ausgetragen, aber nicht mit Bitcoin.

Denn Bitcoin ist nicht nur eine technologische Erfindung. Es ist eine Geschichte, die sehr viel Geschichte in sich trägt, und unser globales Finanzsystem auf den Kopf stellen will. Vergleichen wir also nicht weiter Äpfel mit Birnen, sondern stellen uns eher die Frage:

Was ist mehr wert, das Narrativ oder die Technologie?

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Konstantin Kaiser ist Tutor der technischen Analyse und ein Fibonacci Trader. Er analysiert Märkte und handelt professionell mit Aktien, Rohstoffen und Kryptowährungen.

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