Unsere drei US-Aktien, die Sie im Juli 2026 beobachten sollten, sind aus den Bereichen Bankwesen, Energie und Elektroautos. Jede dieser Aktien hat in diesem Monat einen wichtigen Auslöser. Zudem zeigen sowohl der Optionsmarkt als auch die Geldflüsse bereits erste Bewegungen.
Eine Bank eröffnet die Berichtssaison, während ein Ölkonzern von einem neuen Preisschock beim Rohöl profitiert. Außerdem steht ein Autohersteller vor einem entscheidenden Quartalsbericht. Zusammen zeigen diese Aktien, wohin das Kapital fließt, sowohl bullisch als auch bärisch.
JPMorgan (NYSE: JPM)
JPMorgan führt unsere Liste der US-Aktien, weil das Unternehmen als Erstes am 14. Juli berichtet und damit die Stimmung für den gesamten Bankensektor bestimmt.
Analysten erwarten etwa 5,44 USD Gewinn je Aktie. Das wäre rund 10 % mehr als im Vorjahr, liegt jedoch unter den 5,94 USD aus dem ersten Quartal. Die Aktie notiert bei etwa 330 USD, ist seit Jahresbeginn aber nur etwa 1,58 % gestiegen. Sie bewegt sich also kaum vom Fleck.
Im Hintergrund lässt jedoch der institutionelle Kaufdruck nach. Der Chaikin Money Flow (CMF), ein Maßstab für institutionelle Kapitalflüsse, ist auf −0,15 gefallen und hat seinen eigenen Aufwärtstrend verlassen. Mit anderen Worten, großes Kapital zieht sich kurz vor den Ergebnissen zurück.
Ein weiterer Grund zur Sorge ist, dass die Gewinne der Banken schwach erscheinen. Banken verdienen an der Differenz zwischen Kreditzinsen und Einlagenzinsen. Diese Spanne schrumpft, da die Zinskurve bei einer restriktiven US-Notenbank flach bleibt. Zudem vergeben schnell wachsende Private-Credit-Fonds inzwischen viele Kredite, die früher Banken machten. Dies bremst das Wachstum und schürt Sorgen vor verdeckten Risiken in einem kaum regulierten Markt.
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Auch Options-Trader sichern sich verstärkt ab. Zwischen dem 6. und dem 8. Juli stieg das Put-Call-Volumenverhältnis von 0,25 auf 0,81. Das zeigt einen deutlichen Anstieg bei Puts, obwohl das Open-Interest-Verhältnis bei rund 1,05 blieb.
Das Umfeld besteht also aus einer stabilen Aktie, nachlassendem institutionellen Kapitalfluss, eher schwachen Gewinnerwartungen und einer bärischen Veränderung bei den Optionen rund um den Bericht. Dennoch könnte ein starkes Ergebnis mit stabilen Margen und lebhaftem Handel die Stimmung schnell drehen und die Aktie auf neue Höchststände treiben. So oder so – JPMorgan bleibt die Aktie, die Sie jetzt im Blick behalten sollten.
ExxonMobil (NYSE: XOM)
ExxonMobil ist die klarste Möglichkeit, auf den aktuellen Ölschock zu setzen. Deshalb landet das Unternehmen ganz oben auf unserer Liste der US-Aktien, die Sie beobachten sollten. Hier kehrt sich die Logik um, denn ein gebrochener Waffenstillstand ist zwar schlecht für den Frieden, aber positiv für Ölkonzerne.
Die Aktie notiert bei etwa 141 USD und ist damit von den April-Hochs bei rund 170 USD gefallen. Sie liegt jedoch immer noch mit 17,28 % im Plus seit Jahresbeginn. Der Rückgang wirkt also eher wie eine Pause als wie ein Abwärtstrend.
Im Hintergrund kehrt institutionelles Kapital unauffällig zurück. Der Chaikin Money Flow (CMF), der die institutionellen Flüsse misst, drehte Ende Juni ins Positive und steht nun bei +0,09. Bemerkenswert ist, dass diese Käufe begannen, noch bevor am 7. Juli der Waffenstillstand brach, als hätten institutionelle Investoren die Entwicklung bereits erwartet.
Die wirtschaftliche Logik ist einfach. Exxon verdient mehr, wenn der Ölpreis steigt, und neue Angriffe bei Hormuz lassen den Ölpreis ebenfalls ansteigen. Daher hat das Unternehmen bereits einen Gewinnsprung für das zweite Quartal angekündigt. Kurz gesagt, geopolitische Risiken wirken sich direkt auf das Ergebnis aus, das am 31. Juli bekanntgegeben wird.
Auch Options-Trader stimmen zu, obwohl keine Zahlen anstehen. Zwischen dem 6. Juli und dem 8. Juli fiel das Verhältnis von Put- zu Call-Volumen von 0,54 auf 0,25, was eine deutliche Bewegung hin zu Calls zeigt. Gleichzeitig sank das Open-Interest-Verhältnis auf 0,64.
Trotzdem gibt es Risiken in beide Richtungen. Sollte ein stabiler Waffenstillstand den Ölpreis wieder senken, könnten sowohl die Aktie als auch die Wetten schnell abkühlen. Unabhängig davon bleibt ExxonMobil aktuell eine wichtige Öl-Aktie, auf die Sie achten sollten.
Tesla (NASDAQ: TSLA)
Tesla komplettiert unsere Auswahl der US-Aktien, die Sie im Auge behalten sollten. Gleichzeitig ist die Aktie die am stärksten umstrittene der drei. Der Kurs schloss bei etwa 394 USD und der Bericht folgt am 22. Juli. Dennoch ist die Aktie seit Jahresbeginn um 12,38 % gefallen und in den meisten Zeiträumen negativ, nur im vergangenen Jahr im Plus.
Der Chart zeigt weiterhin ein bullisches Bild, allerdings schwindet der Vorteil. Der Chaikin Money Flow (CMF), ein Indikator für institutionelle Geldströme, liegt bei 0,04 in einem steigenden Kanal. Allerdings sinkt der Wert seit dem 7. Juli. Damit das bullische Signal Bestand hat, sollte er über null bleiben und weiter höhere Hochs erreichen.
Die Optionen zeigen jedoch ein vorsichtigeres Bild. Seit Ende Juni hat sich das Volumenverhältnis von Put zu Call von etwa 0,53 auf 1,01 gedreht. Dies deutet klar auf eine Präferenz für Puts hin, auch wenn das Open-Interest-Verhältnis mit 0,73 nahe dem Vorwert bleibt. Trotzdem gibt es einige neue bullische Investitionen.
Die größere Sorge betrifft die Nachfrage. Das neue R2 SUV von Rivian ist jetzt günstiger als das Model Y, Teslas wichtigstes Modell. Gleichzeitig bleibt der Umsatz mit Robotaxis voraussichtlich bis 2027 gering. Deshalb könnte selbst ein starkes Auslieferungsquartal die Fragen zu den Margen nicht ausräumen.
Dennoch könnte ein Robotaxi-Update oder eine positive Prognose am 22. Juli das Sentiment auch schnell drehen. In jedem Fall bleibt Tesla in diesem Monat eine wichtige Aktie für Ihre Beobachtungsliste.









