Der US-Arbeitsmarkt scheint immer stärker von nur einem Bereich abzuhängen. Daten des Arbeitsministeriums zeigen, dass das Gesundheits- und Sozialwesen seit Dezember 2024 fast das gesamte Wachstum der Arbeitsplätze im privaten Sektor ausmacht, während in den übrigen Teilen der Wirtschaft Stellen abgebaut werden.
Die Zahlen zeigen eine deutliche Trennung: Während das Gesundheits- und Sozialwesen wächst, herrscht in fast allen anderen Branchen eine spürbare Schwäche.
Gesundheitswesen stützt US-Arbeitsmarkt, Privatsektor schrumpft
Der Global Markets Investor wies darauf hin, dass die US-Wirtschaft seit Anfang 2025 im Durchschnitt nur etwa 21.000 neue Stellen pro Monat geschaffen hat. Das entspricht einem jährlichen Tempo von ungefähr 0,2%.
In dem Beitrag wurde betont, dass die Schaffung neuer Arbeitsplätze „noch nie so schwach war“ außerhalb einer offiziellen Rezession. Zum Vergleich: Zwischen 1948 und 1979 lag das durchschnittliche jährliche Beschäftigungswachstum bei etwa 2,2%, verringerte sich zwischen 1980 und 2007 auf 1,5% und sank sowohl 2008–2019 als auch 2020–2024 weiter auf ungefähr 0,8%.
Derzeit verläuft das Beschäftigungswachstum fast viermal schwächer als in der Zeit nach der Finanzkrise und mehr als zehnmal schwächer als im wirtschaftlichen Aufschwung nach dem Krieg.
Zugleich sind im Gesundheits- und Sozialwesen seit Dezember 2024 monatlich etwa 57.000 Stellen hinzugekommen. Das bedeutet, dass der übrige private Sektor im gleichen Zeitraum schätzungsweise 21.500 Stellen pro Monat verloren hat.
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„Seit Dezember 2024 hat das Gesundheits- und Sozialwesen ungefähr 855.000 Stellen geschaffen, während der übrige private Sektor 322.000 Stellen verloren hat. Das bedeutet, dass ein einzelner Sektor eine umfassende Abschwächung in der größten Wirtschaft der Welt verdeckt”, schrieb der Global Markets Investor. „Das Gesundheits- und Sozialwesen macht nun fast das gesamte Wachstum der Arbeitsplätze im privaten Sektor seit Ende 2024 aus.“
Der Bericht zu den Arbeitsmarktdaten vom März 2026 bestätigte diesen Trend. Die Wirtschaft hat 178.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen, davon entfielen allein 76.000 auf den Gesundheitsbereich.
„Nimmt man einen Bereich heraus, ist der Arbeitsmarkt bereits in einer REZESSION“, hieß es weiter im Beitrag.
Diese Konzentration wirft eine wichtige Frage auf: Ohne einen Sektor, der das Beschäftigungswachstum stützt, könnte der breitere Arbeitsmarkt bereits Anzeichen einer Rezession zeigen, auch wenn die Gesamtzahlen noch Wachstum nahelegen.





