Visa: Der eigene Stable Coin auf Blockchain-Basis

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IN KÜRZE
  • Visa plant einen eigenen Stable Coin

  • Konkurrenz für Bitcoin oder Libra?

  • Ethereum könnte die Basis für den Visa-Coin sein

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Das Trust Project ist ein internationales Konsortium von Nachrichtenorganisationen, die Standards für Transparenz entwickeln.

Kreditkarten-Hersteller Visa bereitet eine eigene Kryptowährung vor. Der Visa-Patentantrag gilt sowohl für digitale Dollars als auch für andere staatliche Währungen – wie Pfund, Yen und Euro. So könnten physischen Währungen von Zentralbanken überall auf der Welt digitalisiert werden.



Ein Indiz für das fortgeschrittene Projekt bietet ein Schreiben, das das amerikanische Patent-Amt nun veröffentlichte. Eingereicht im November 2018, blieb es der Öffentlichkeit lange unbekannt. Nun, am 14. Mai entpuppte sich für viele eine Überraschung: Einen Antrag auf eine digitale Währung mit Blockchain-Basis, kontrolliert von einem zentralen Rechner.

Der Computer der zentralen Entität entwirft die digitale Währung (…) “, heißt es im veröffentlichten Antrag, „die Herausgabe umfasst die Aufzeichnung der digitalen Währung auf einer Blockchain. Der Computer […] löst die Entfernung der physischen Währung aus dem Umlauf im Fiat-Währungssystem aus.



Visa, Konkurrenz für Bitcoin oder Libra?

Wie aus dem Antrag von Visa weiter hervorgeht, wäre eine Anwendung auf Ethereum-Basis denkbar. Der Vorschlag sieht also eine digitale Währung als Pendant zum physischen US-Dollar vor.

Der “Visa-Coin” ist kein wirklicher Konkurrent für Bitcoin. Die Architektur ist zentralisiert und unterscheidet sich damit kategorisch von einer puren Kryptowährung wie Bitcoin.

Vielmehr handelt sich um einen Stable Coin, ähnlich Facebook’s Libra. Der Wert wird an den US-Dollar gekoppelt und ist somit keiner Volatilität ausgesetzt. Interessanterweise war Visa anfänglich sogar bei Libra’s Association im Boot, bis die Partnerschaft an regulatorischen Hürden zerbrach.

Das Problem der Stable Coins

Fürchten müssen sich allenfalls andere. Die Stable Coins haben allerdings derzeit ein Image Problem. Marktführer Tether kann die Zweifel nicht zerschlagen, dass keine vollständige Deckung vorliegt. Tether Limited steht bereits vor Gericht, wegen der Anschuldigung den Bitcoin-Kurs mit der Bitcoin-Börse BitFinex manipuliert zu haben.

Der US-Bundesstaat New York bereitet eine Klage wegen möglichen Betrugs von Bitfinex und Tether vor. Überraschend kam vor allem die Höhe der angeblich veruntreuten Gelder (850 Millionen US-Dollar) – selbst für die Kryptowelt eine satte Summe.

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Manfred interessiert sich schon seit einigen Jahren für den Krypto-Raum und setzt seine intensive Erfahrung im journalistischen Bereich mit unterschiedlichen Schwerpunkten um.

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