Die Layer 1 Avalanche (AVAX) ist im Kurs um mehr als 94 Prozent von ihrem Allzeithoch (ATH) gefallen. Bis 2026 bleibt daher die Frage, ob es Auslöser gibt, die dieser Altcoin für ein Comeback nutzen kann.
Trotz der enttäuschenden Kursentwicklung sorgen neue Entwicklungen bei der Infrastruktur und das steigende Interesse großer Investoren für eine mögliche, vielversprechende Erholung für die Community.
Japan treibt an: 2 Mrd. USD fließen „on-chain“ mit Avalanche
Eine der wichtigsten Entwicklungen, die Avalanche stärkt, ist Progmats Entscheidung, seine Vermögenswerte zu Avalanche zu verschieben. Progmat ist Japans größte Plattform für digitale Wertpapiere („Security Token“).
Mehr als 2 Milliarden USD an tokenisierten Vermögenswerten aus der echten Welt (RWA), darunter Immobilien und Unternehmensanleihen, wechseln von der Plattform Corda zur Chain von Avalanche.
Laut einem Bericht von Avalanche ist Progmat aktuell für etwa 63 Prozent des Emissionsvolumens und 53,8 Prozent der Projekte im Markt für digitale Wertpapiere in Japan verantwortlich. Der Gesamtwert der Emissionen liegt über 216,9 Milliarden Yen. Bis Ende 2026 soll der Markt auf über 1,05 Billionen Yen (etwa 7 Milliarden USD) wachsen.
Dass Progmat Avalanche anderen Plattformen vorzieht, zeigt das große Vertrauen in die Technik von Avalanche. Die Chain ermöglicht es Finanzinstituten, eigene Blockchains zu bauen, die sich an gesetzliche Vorgaben halten, und dabei die Sicherheit des Hauptnetzwerks zu nutzen.
So bewertet VanEck Avalanche
Ein neuer Bericht der Investmentfirma VanEck nennt Gründe, warum Avalanche für Anleger weiter interessant bleibt.
VanEck betont, dass der Kern des Systems der Snowman-Konsensmechanismus ist. Dieses System sorgt dafür, dass ein Block bereits in 1,2 Sekunden erzeugt wird und Transaktionen fast sofort abgeschlossen sind.
„Avalanche-Konkurrent Ethereum produziert alle 12 Sekunden einen neuen Block, zur endgültigen Bestätigung dauert es rund 12,8 Minuten. Avalanche-Nutzer sehen die Bestätigung ihrer Transaktionen dagegen schon nach wenigen Sekunden. Das verschafft der Chain klare Vorteile für Finanzanwendungen“, steht im Bericht von VanEck.
Im Bericht steht auch, dass die Transaktionsgebühren bei Avalanche niedriger als bei der Konkurrenz sind. Das gibt Avalanche einen Vorteil.
Außerdem bleibt der Avalanche-ETF von VanEck derzeit der einzige AVAX-ETF am Markt.
Allerdings zeigen die Daten, dass die Nachfrage von Anlegern gering ist. Nach einem Monat Handel lagen die Nettovermögenswerte bei insgesamt 11,5 Mio. USD. Zum Vergleich: LINK-ETFs kommen auf über 81 Millionen USD, während SOL-ETFs bereits 800 Millionen USD überschritten haben.
Schafft AVAX das Comeback?
Ein Bericht von CryptoRank zeigt, dass bei den wichtigsten Altcoins AVAX und DOT die größten Verluste gemacht haben, jeweils über 94 Prozent. So ein starker Kurseinbruch ist für viele Anleger ein Schock.
Dennoch gibt es positive Signale: Daten von Avalanche zeigen, dass im Februar mehr Nutzer zurückkamen. Die Zahl der täglich aktiven Adressen stieg über 1,3 Millionen und erreichte damit einen Höchststand für diese Layer 1.
„Das neue Motto von AVAX sollte sein: Glaube an die Technik, nicht an den Kurs“, sagte Investor Emperor Osmo.
Ein Bericht von BeInCrypto zeigt zudem, dass die Stimmung derzeit eher negativ ist, weshalb viele Anleger noch zögern, Kapital zu investieren. Wenn die Kapitalflüsse zurückkehren, könnten Projekte mit starken Grundlagen für Investoren jedoch wieder Spaß machen.