Bitcoin (BTC) fiel am 19. April unter 75.000 USD, als die Straße von Hormus komplett geschlossen wurde und Iran eine zweite Verhandlungsrunde mit den Vereinigten Staaten ablehnte.
Diese Entwicklungen bedeuten eine deutliche Verschärfung der Situation zwischen den USA und Iran. Kein einziger Öltanker fuhr durch die Meerenge und die diplomatischen Verbindungen scheinen zusammenzubrechen.
Straße von Hormus geschlossen: Diplomatie stockt
Kein einziger Öltanker passierte die Straße von Hormus, sodass die Wasserstraße, über die rund 20% des globalen Ölhandels läuft, damit praktisch gesperrt ist.
„Es sieht so aus, als sei die Straße von Hormus nun erstmals vollständig geschlossen. Die US-Blockade und Irans Sperrung gelten vollumfänglich”, schrieb The Kobeissi Letter.
Berichten zufolge hatten sich bereits dreizehn Tanker am Vortag auf halber Strecke umgedreht. Dadurch kam der Schiffsverkehr an diesem wichtigen Punkt zum Erliegen.
Iranische Staatsmedien bestätigten, dass Teheran die Teilnahme an einer zweiten Runde von Verhandlungen mit Washington abgelehnt hat. Währenddessen verwiesen iranische Offizielle auf angebliche „Täuschungen” von US-Präsident Trump und betonten „Widersprüche zu den tatsächlichen Ereignissen” während der Verhandlungen.
Die Ablehnung erfolgte, nachdem bereits die erste Gesprächsrunde in Islamabad in der Vorwoche ohne Einigung beendet wurde.
US-Präsident Trump verstärkt Drohungen gegen Iran
US-Präsident Trump warf Iran vor, im Widerspruch zum Waffenstillstand auf Schiffe in der Meerenge geschossen zu haben. Er drohte, „jedes einzelne Kraftwerk und jede einzelne Brücke in Iran zu zerstören”, falls Teheran kein Abkommen akzeptiert.
Das allgemeine Sentiment ist, dass beide Länder kurz vor einer weiteren Eskalation stehen. Die Futures-Märkte öffnen in wenigen Stunden.
Seit 28. Februar steht Bitcoin wegen des Konflikts zwischen den USA und Iran unter Druck. Die Kryptowährung fiel bereits von über 100.000 USD, als Iran Anfang des Jahres die Meerenge zuerst schloss. Mit der risikoscheuen Stimmung am Sonntag sank der Bitcoin-Kurs erneut unter 75.000 USD.
Steigende Ölpreise und Inflationsängste haben Investoren wiederholt zu klassischen sicheren Vermögenswerten geführt, statt zu Krypto.
Die nächsten Stunden könnten entscheidend sein, wenn die Futures-Märkte eröffnen und Trader den diplomatischen Bruch einpreisen.





