Wieso Strafverfolgungsbehörden Krypto tracken

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IN KÜRZE
  • Vollständige Anonymität gibt es auch im Kryptoversum nicht geschenkt.

  • Könnte die Blockchain Technologie auch für weniger Privatsphäre sorgen?

  • Beim Datenschutz gilt Eigenverantwortung.

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Das Trust Project ist ein internationales Konsortium von Nachrichtenorganisationen, die Standards für Transparenz entwickeln.

Im Allgemeinen geht der durchschnittliche Krypto-Nutzer davon aus, dass er mit der Verwendung der Kryptowährungen vollständige finanzielle Anonymität erreicht. Wer bereits ein wenig tiefer in die Technologie hinter den virtuellen Währungen eingetaucht ist, dem ist klar, dass dem nicht so ist. Denn Anonymität geben die digitalen Coins per se nicht.



Entsprechend ist es für die Strafverfolgungsbehörden auch möglich die angelblich so geheimen Transaktionen zurückzuverfolgen. Wenn es darum geht Kriminelle zu fassen, scheint das ein nützlicher Schritt zu sein…

Aber was sagt uns das über unsere eigene Sicherheit bei der Verwendung der Kryptowährungen? Denn wenn Strafverfolgungsbehörden die Krypto-Transaktionen von Cyberkriminellen so analysieren können, dass letztendlich eine Festnahme und Verurteilung möglich ist, dann sind die Daten des Durchschnittsnutzers ebenso transparent. Die Blockchain-Technologie scheint Fluch und Segen zugleich zu sein.



Die Technologie in den richtigen oder falschen Händen?

Monero-Fans ist schon lange klar, dass wahre Privatsphäre und Datenschutz beim Bitcoin und vielen weiteren Coins nicht zu finden ist. Währenddessen haben die Strafverfolgungsbehörden weltweit Methoden entwickelt, um die Brotkrumen von Cyberkriminellen im Kryptoversum zu verfolgen.

Federal Bureau of Investigation Assistant General Counsel Brett Nigh sagte bereits 2015, dass „die Ermittler dem Geld folgen können.“

Wenn es beispielsweise darum geht Verbrechen aufzudecken, scheint das Vorgehen der Strafverfolgungsbehörden sinnvoll. Schließlich schafften es die Strafverfolgungsbehörden der USA so auch den 23-jährigen Südkoreaner Jong Woo Son von seinen Bitcoin-Transaktionen bis zu seinem Haus zurückzuverfolgen. Auf diese Weise gelang den Strafverfolgungsbehörden ein Schlag gegen die globale kinderpornografische Website Welcome 2 Video.

Ein Bild von BeInCrypto.com.

Die Kryptowährungen als Trojanisches Pferd?

Die breite Allgemeinheit weiß immer noch nicht, wer sich hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto versteckt. Somit wissen wir auch nicht, ob dahinter tatsächlich eine hochmotivierte Einzelperson steht, die den Bitcoin als „people’s money“ erschaffen hat.

Allerdings könnte es für unsere Sicherheit und unsere Freiheit auch eine Bedrohung sein, dass alle Transaktionen auf den Blockchains aufgezeichnet werden. Schließlich sind diese Transaktionen mit dem richtigen Know-How für jedermann abrufbar und rückverfolgbar. Wer sich seiner Sache ganz sicher sein möchte, sollte entsprechend zu einer auf Privatsphäre ausgelegte Kryptowährung zurückgreifen. Auch Krypto Mixer sind eine interessante Möglichkeit für ausreichend Datenschutz zu sorgen.

Die Brand Marketing Managerin von Gemini, Maria Pesce, tweete kürzlich:

Krypto ist nicht nur eine Technologie, es ist eine Bewegung.

Die Frage ist nur, in welche Richtung sich diese Bewegung bewegt.

Fest steht, dass wer auch im Kryptoversum vollständige Anonymität, Privatsphäre und Datenschutz genießen möchte, sich nicht auf die Arbeit externer Anbieter verlassen sollte. Vielmehr gilt es eigenverantwortlich zu handeln.

 

 

 

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Alex hat ihren Bachelor in Orient- und Asienwissenschaften an der Friedrich-Wilhelms Universität Bonn absolviert, danach Deutsch als Fremdsprache am Goethe Institut studiert und ihren Master in Arabistik an der Freien Universität Berlin absolviert. Seit 2017 ist sie als Krypto-Journalistin tätig.

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