XRP verzeichnet höchste Zuflüsse seit Dezember, während Ethereum-Anleger abziehen

  • XRP verzeichnete wöchentliche Zuflüsse von 119,6 Millionen USD, die höchsten seit Mitte Dezember 2025.
  • Die Schweiz führt alle Regionen an mit 157,5 Millionen USD und übertrifft damit die Aktivitäten in den USA deutlich.
  • Ethereum verliert 52,8 Millionen USD, Unsicherheit durch Clarity Act belastet Sentiment
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Digitale Vermögenswert-Investmentprodukte verzeichneten in der vergangenen Woche Zuflüsse in Höhe von 224 Millionen USD. Dabei erhielt XRP den größten Teil des frischen Kapitals, bevor makroökonomische Gegenwinde am Ende der Woche das Momentum umkehrten.

Die Erholung verlief je nach Region und Vermögenswert unterschiedlich. Die Schweiz verzeichnete den größten Anteil der Zuflüsse, während Ethereum (ETH) weiterhin Kapital verlor, da das regulatorische Sentiment rund um den Clarity Act Investoren vorsichtig bleiben ließ.

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Schweiz führt, USA fällt zurück

In einer ungewöhnlichen Entwicklung sorgten europäische Investoren für die Krypto-Zuflüsse der Woche. Laut Daten von CoinShares lag die Schweiz mit 157,5 Millionen USD an Zuflüssen an der Spitze aller Regionen. Danach folgen Deutschland mit 27,7 Millionen USD und Kanada mit 11,2 Millionen USD.

Krypto-Fonds-Zuflüsse nach Regionen
Krypto-Fonds-Zuflüsse nach Regionen. Quelle: CoinShares

Die Vereinigten Staaten, üblicherweise die dominierende Quelle für Aktivitäten digitaler Vermögenswerte-Fonds, belegten mit nur 27,5 Millionen USD den dritten Platz.

Das stellt eine deutliche Abweichung von den Vorwochen dar, in denen amerikanische Produkte sowohl bei Zuflüssen als auch bei Abflüssen führten.

Diese geografische Entwicklung deutet darauf hin, dass europäische Investoren sich anders positionieren als ihre amerikanischen Pendants, was unterschiedliche Einschätzungen zur Makro-Politik und zum regulatorischen Fortschritt widerspiegeln kann.

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XRP steigt, Bitcoin aufgeteilt, Ethereum hinkt hinterher

Auf Ebene der Vermögenswerte verzeichnete XRP mit 119,6 Millionen USD in der vergangenen Woche die höchsten Zuflüsse aller Assets. Das ist das stärkste Ergebnis seit Mitte Dezember 2025.

Die Zuflüsse seit Jahresbeginn belaufen sich nun auf 159 Millionen USD, was etwa 7% der verwalteten Vermögenswerte entspricht.

Der Token hat kontinuierlich Kapital angezogen, selbst während breiterer Marktrückgänge. Dieses Muster hält seit dem Start der XRP-ETFs auf dem US-Markt Ende 2025 an.

Bitcoin erzielte 107,3 Millionen USD an Zuflüssen, was eine leichte Verbesserung nach einem schwierigen Start im April bedeutet. Allerdings summieren sich die Nettoabflüsse im Monat weiterhin auf 145 Millionen USD.

Krypto-Fonds-Zuflüsse nach Asset
Krypto-Fonds-Zuflüsse nach Asset. Quelle: CoinShares

Das Sentiment bleibt geteilt. Short-Bitcoin-Produkte verzeichneten in der vergangenen Woche 16 Millionen USD, den höchsten Stand seit Mitte November 2025, was zeigt, dass bärische Positionierungen gemeinsam mit vorsichtigem Kaufverhalten zunehmen.

Auch Solana zog 34,9 Millionen USD an und setzt damit seinen stetigen Zufluss-Trend fort, der nun 10% des gesamten verwalteten Vermögens für dieses Jahr ausmacht.

Ethereum bleibt das schwächste Glied und verlor 52,8 Millionen USD. Die anhaltenden Blockaden im US-Senat bezüglich des Digital Asset Market Clarity Act belasten ETH-bezogene Produkte weiterhin.

Das Gesetz, das Mitte 2025 im US-Repräsentantenhaus verabschiedet wurde, steckt wegen Streitigkeiten zwischen Banken und der Krypto-Branche bei den Renditen von Stablecoins fest.

Ethereum ist besonders stark vom Ausgang des Gesetzes betroffen, da es eine zentrale Rolle in den Diskussionen um die Klassifizierung von Vermögenswerten spielt.

Makroökonomischer Druck bremst frühes Momentum

Die Zuflüsse der Woche hielten bis Freitag nicht an. Besser als erwartete US-Retail-Umsatzdaten zusammen mit einer stärker restriktiven Erwartung gegenüber der US-Notenbank-Politik führten zu einer Umkehr am Ende der Woche.

Kleinere Nettoabflüsse in den letzten Sessions haben einen Teil der Wochengewinne wieder aufgezehrt.

Gemischte geopolitische Signale verschärften die Unsicherheit. Da die Rohölpreise weiterhin hoch sind und die Erwartungen für Zinssenkungen zurückgehen, bleibt die Risikobereitschaft bei Krypto-Produkten fragil.

Ob das Momentum bei den XRP-Zuflüssen auch unter schwierigen makroökonomischen Rahmenbedingungen und regulatorischer Stagnation anhält, hängt nun von den nächsten wirtschaftlichen Daten und möglichen Fortschritten beim Clarity Act im US-Senat ab.


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