Aave (AAVE) zeigt Anzeichen für eine massive Akkumulation, obwohl das Protokoll weiterhin mit den Folgen eines schwerwiegenden Angriffs zu kämpfen hat, der starke Abflüsse und Kursverluste auslöste.
Diese Aktivität folgt auf den Angriff am 18. April auf die rsETH-Bridge von KelpDAO. Durch diesen Vorfall entstand bei Aave Medienberichten zufolge ein sogenannter „Bad Debt” von etwa 196 Millionen USD.
Anstieg der Wal-Aktivität: AAVE steht vor den Folgen des KelpDAO-Angriffs
Der Vorfall bei KelpDAO hat das Vertrauen auf dem gesamten dezentralen Finanzmarkt (DeFi) erschüttert. Daten von DeFiLlama zeigen, dass der Total Value Locked (TVL) von Aave von 26,39 Milliarden USD auf 15,6 Milliarden USD gefallen ist, also ein Rückgang von mehr als 10 Milliarden USD.
On-Chain-Daten zeigen, dass Einleger von Aave zur konkurrierenden Kreditplattform Spark wechseln. Der TVL von Spark ist im gleichen Zeitraum um mehr als 880 Millionen USD auf 4,7 Milliarden USD gestiegen.
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Trotz der Rückgänge deuten Signale in der Marktstruktur auf eine bedeutsame Veränderung unter der Oberfläche hin. Ein wichtiger Wert, die Spot-Average-Order-Size, also die durchschnittliche Größe ausgeführter Spot-Handelsgeschäfte, steigt an.
„Hohe Werte in der Kategorie ‚Big Whale Orders‘ zeigen, dass große Käufer beteiligt sind. Diese Investoren lassen sich nicht von kurzfristigen Marktereignissen beeinflussen, sondern handeln gezielt”, erklärte Analyst Moreno.
Der Analyst wies darauf hin, dass bisher jedes große Bündel erhöhter Wal-Spot-Orders mit einem lokalen oder Markt-Tief bei AAVE zusammenfiel. Solche Muster gab es während der Bärenmarkt-Tiefs 2022, den Konsolidierungsphasen Mitte 2023 sowie während der Kurskorrekturen 2024 und Anfang 2025.
Diese Phasen führten zwar nicht immer direkt zu einer Bodenbildung, sie fielen aber immer mit Zonen zusammen, in denen sich „asymmetrische Risiko/Rendite-Chancen entwickelten”.
Außerdem zeigen Sentiment-Metriken aktuell die schlechtesten Werte seit dem Bärenmarkt 2022. Die Daten zum Social Sentiment deuten daher auf ein extremes Angstniveau hin.
„Aktuell handelt AAVE im Bereich von 90 bis 100 USD und die Angstmetriken erreichen fast ihr Maximum seit dem Bärenmarkt 2022. Die Größe der Wal-Orders steigt wieder, was im Chart mit einem ‚?‘ markiert ist, da das Ergebnis noch offen ist. Historisch gesehen ist dies genau der Zeitpunkt, an dem die erfahrenen Investoren aktiv werden. Das Muster garantiert keinen Boden, verdient aber besondere Aufmerksamkeit”, fügte der Analyst hinzu.
Das Ergebnis bleibt jedoch unsicher. Die Entwicklung von AAVE wird vermutlich davon abhängen, wie das Protokoll den geschätzten Fehlbetrag von 196 Millionen USD bewältigt und ob die Handelsaktivität großer Ordergrößen im Bereich zwischen 85 und 95 USD anhält. Ein dauerhaftes Bündel großer Handelsvolumina würde den bisherigen Akkumulationsphasen entsprechen.
Im Moment zeigt sich am Markt ein Unterschied: Retail-gesteuerte Abflüsse bei ersten Anzeichen strategischer Positionierung durch größere Marktteilnehmer.
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