Adam Back nennt Bitcoin BIP-110 „Idiocracy“

  • Adam Back kritisierte den „Flip-the-Bit“-Plan von BIP-110 scharf und bezeichnete ihn als leichtsinnigen Unfug.
  • Er sagt, Bitcoin bleibt auch ohne breite Unterstützung durch Miner-Signale sicher.
  • Die Frist für das BIP-110-Lock-in für Miner endet Anfang August 2026.
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Der CEO von Blockstream, Adam Back, bezeichnete die Unterstützer von BIP-110 auf X als „Idiocracy“. Diese hatten einen „Flip the Bit“-Plan vorangetrieben, um den Vorschlag zu aktivieren, der nicht-finanzielle Daten im Bitcoin-Netzwerk einschränken würde.

BIP-110, die Bitcoin Improvement Proposal 110, benötigt eine Mehrheit beim Miner-Signal bis Anfang August 2026, um aktiviert zu werden. Back erklärte, dass die Haupt-Blockchain von Bitcoin keiner Gefahr ausgesetzt ist, wenn diese Unterstützung ausbleibt.

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Was der „Flip the Bit“-Plan vorsieht

Das Bitcoin-Infrastruktur-Unternehmen Start9 stellte die Aktivierung des Vorschlags als risikofreie Erkundung dar. Das Unternehmen argumentierte, dass das Umschalten des Bits etwa 0,1 % des Jahresumsatzes eines Miners kostet.

Bei einer Ablehnung, so die Warnung, drohen eine Spaltung der Blockchain, gestrandete Lightning-Netzwerk-Gegenparteien und der Verlust zahlender Nutzer.

Die geplante Regel richtet sich gegen Ordinals, also Bild- und Textdateien, die Kritiker zufolge auf der Blockchain zu viel Platz benötigen. Back widersprach allerdings der Darstellung von Start9 komplett.

Er argumentierte, dass das Signal ohne breite Unterstützung einfach ausläuft. Diese Auseinandersetzung ist eine Fortsetzung einer früheren Bitcoin-Satoshi-Nakamoto-Debatte um BIP-110, bei der Back die Behauptung zurückwies, dass Satoshi Nakamoto den Vorschlag unterstützt hätte.

Back: Technische Einwände sind maßgeblich

Back bezeichnete die Kritik als „zirkulär“. Er verwies auf einen sogenannten „IETF-ähnlichen Konsens“. Diese Vorgehensweise, so Back, berücksichtigt nur gültige technische Einwände.

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Deshalb könne laut Back kein Prozess Sabotageversuche, unabhängig von der Absicht, berücksichtigen. Dieser Streit folgt auf die frühere Entscheidung von Bitcoin Core, die Standardbegrenzung für OP_RETURN aufzuheben. Dieses Transaktionsfeld war zuvor begrenzt, um große Datenmengen zu verhindern.

Unterdessen äußerte sich MicroStrategy-Mitgründer Michael Saylor in einer aktuellen Neutralitätswarnung ähnlich besorgt und warnte davor, dass die Änderung die Neutralität des Protokolls beeinträchtigen könnte.

Andere Entwickler hingegen sehen den Streit als Teil einer umfassenderen Bitcoin-Anti-Spam-Debatte über den Inhalt der Blockchain.

BIP-110: Miners halten sich vor der August-Deadline zurück

Das Mining-Signal für BIP-110 bleibt bisher gering. Die großen Mining-Pools halten sich bislang größtenteils heraus. Exchanges und Node-Betreiber verfolgen die Frist genau, da sie befürchten, dass eine umstrittene Aktivierung die Blockchain spalten könnte, die sie unterstützen müssen.

Back hatte zuvor ähnliche Forderungen nach einem Miner-Fork heruntergespielt. Er lehnte die Vorstellung ab, dass das Netzwerk Miner bewusst ausschließt. Kritiker verwies er auf seine eigene Fork-Risiko-Warnung als weitere Information.

Das verpflichtende Signal-Fenster öffnet Anfang August 2026.

Ob die Flip-the-Bit-Initiative dann still verschwindet oder zu einer tatsächlichen Spaltung führt, sollte innerhalb weniger Wochen klar werden.


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Haftungsausschluss

Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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