Adam Back warnt vor Fork-Risiko bei Bitcoin durch neuen Vorschlag: „Fork Off and Find Out“

  • Adam Back bezeichnet BIP-110 als technisch fehlerhaft und bemängelt fehlenden Konsens in der Community.
  • Er warnte, eine erzwungene UASF-Aktivierung würde zu einem umstrittenen Fork der Minderheit führen.
  • Back wies zudem zurück, dass der Vorschlag Spam auf der Bitcoin-Blockchain verringern würde.
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Adam Back, CEO von Blockstream, wies BIP-110 am 8. Juni zurück und nannte es technisch fehlerhaft. Er warnte, dass eine erzwungene Aktivierung Bitcoin in einen Minderheiten-Fork spalten könnte.

Backs Bemerkungen kamen, als das Momentum für BIP-110 Anfang Juni einen Höhepunkt erreichte. Der Vorschlag würde nicht-monetäre Daten in Bitcoin-Transaktionen durch einen von Nutzern aktivierten Soft Fork (UASF) einschränken, wobei das Konsensverfahren der Miner umgangen wird.

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Back: Technische Grundlage von BIP-110 abgelehnt

Back meinte, dass der Vorschlag sowohl aus technischer Sicht als auch für das gesamte Ökosystem ungeeignet ist. Er stellte BIP-110 deutlich SegWit gegenüber, das breite Unterstützung von Entwicklern und im Ökosystem erhielt. Bei SegWit gab es kurz vor der Aktivierung Unruhe, allerdings war der Konsens bereits erreicht, sagte er.

SegWit wurde 2017 aktiviert, nachdem jahrelang Miner, Entwickler und Betreiber von Nodes zusammenarbeiteten. Befürworter von BIP-110 ziehen Parallelen zu diesem Ablauf, doch Back wies diesen Vergleich zurück.

Back wies zudem das zentrale Argument von BIP-110, nämlich die Reduzierung von Spam, zurück. Laut Unterstützern würde der Vorschlag das Bitcoin-Netzwerk (BTC) bereinigen, jedoch sagte Back, dass dies schlicht nicht funktionieren wird.

Michael Saylor bezeichnete BIP-110 als Protokollbedrohung. Er nannte es das größte selbst verursachte Risiko für Bitcoin.

Protokollstreit spaltet die Community

Back ließ wenig Raum für Zweifel an seiner Einschätzung zum Ausgang der Debatte. Er sagte, dass ein von Nutzern aktivierter Soft Fork ohne breite Unterstützung nur zu einer Minderheiten-Blockchain führt, nicht zu einem echten Upgrade. Kritiker werfen dem Hauptbefürworter von BIP-110 zudem vor, vergangene Ereignisse falsch dargestellt zu haben.

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„Der BIP ist dumm, er funktioniert nicht und es gibt keinen technischen oder ökosystemweiten Konsens. Erzwingt man ihn dennoch, landet man auf einem umstrittenen Minderheiten-Fork. Doch die Leute haben es bereits im vergangenen Jahr erklärt. Forkt ab und findet es heraus.”

Back postete ein Bild von einer Katze, die in einem mit blauem Klebeband abgegrenzten Quadrat sitzt. Das Schild dazu war mit „DEFAULT OP_RETURN LIMIT” beschriftet. Seine Bildunterschrift dazu: „Der 110-Kontroversen-Fork in Kurzfassung”.

Das Bild zeigt aus seiner Sicht, dass BIP-110 eine Grenze erzwingt, die beim Bitcoin-Konsensprozess nicht existiert. Seine ausführlichere Argumentation hat er in seinem Bitcoin-Treasury-Arbitrage-Beitrag dargelegt, in dem er Grundsätze von gesundem Geld mit einem langfristigen Vermögenswert verbindet.

Back bleibt bullisch für Bitcoins Zukunft

Trotz des Protokollstreits bleibt Back bullisch für Bitcoin. Am 9. Juni nannte er „die Bitcoin-Permabulls” als diejenigen, die BTC weiterhin vollständig unterstützen, als er nach dem Sentiment am Markt gefragt wurde.

Seine Bitcoin-Investmentstrategie konzentriert sich auf langfristige Grundsätze gesunden Geldes. Die Debatte rund um BIP-110 unterstreicht eher diese Position, als sie zu schwächen.

Das Aktivierungsfenster für BIP-110 wird in den kommenden Monaten enger. Die Unterstützung durch Nodes liegt im niedrigen einstelligen Bereich. Es bleibt abzuwarten, ob diese Entwicklung Backs Minderheiten-Fork-Szenario Wirklichkeit werden lässt.


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Haftungsausschluss

Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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