Der Blockstream-CEO Adam Back hat virale Behauptungen zurückgewiesen, dass das Bitcoin (BTC)-Netzwerk im August 2026 „die Miner feuern” werde. Er sagt, Entwickler Luke Dashjr bereite lediglich einen neuen Coin vor, der nach anderen Mining-Regeln funktionieren soll.
Der Anspruch verbreitete sich diese Woche auf X. Back stellte klar, dass Bitcoin selbst unverändert bleibt und das Projekt eher einen Ableger-Coin darstellt, statt eine Abschaltung des Bitcoin-Minings.
Warum sich das „Fire the Miners”-Narrativ verbreitete
Beiträge in sozialen Netzwerken behaupteten, Dashjr bereite sich darauf vor, „die Miner zu feuern”. Back widersprach jedoch in einem Post auf X und bezeichnete diese Darstellung als irreführend.
Die Verwirrung stammt von einer hitzigen Debatte rund um BIP-110. Dieser Vorschlag, der von Dashjrs Gruppe unterstützt wird, möchte begrenzen, wie viel nicht-finanzielle Daten wie Bilder auf Bitcoin gespeichert werden können. Die Frist dafür läuft Anfang August 2026 ab, allerdings gibt es bisher sehr wenige Miner und Node-Betreiber, die den Vorschlag unterstützen.
Bitcoin arbeitet mit speziellen Mining-Computern, die nur eine bestimmte Rechenmethode unterstützen. Wenn jemand diese Methode ändert, wären alle bestehenden Geräte sofort nutzlos. Deshalb nahmen Kritiker an, Dashjr wolle die gesamte Mining-Branche verdrängen.
Bereits Anfang Juni hat Back eine BTC-Fork-Risiko-Warnung herausgegeben und gesagt, der Streit könnte dazu führen, dass eine kleine Konkurrenz-Blockchain entsteht. Michael Saylor bezeichnete den Vorschlag zuvor als BTC-Protokoll-Bedrohung, was zeigt, wie besorgt große Investoren sind.
Back vergleicht das Vorhaben mit Bitcoin Gold
Laut Back ähnelt der Plan dem Projekt Bitcoin Gold (BTG). Dieser Coin kopierte im Jahr 2017 den Bitcoin-Code und setzte auf Mining mit gewöhnlichen Grafikkarten. Trotz großer Versprechen kam Bitcoin Gold nie an das Original heran. Aus Backs Sicht bietet eine Kopie ohne die große Mining-Power von BTC einen viel schwächeren Schutz.
Dashjr wiederum fordert seit Jahren neue Mining-Regeln. Seiner Meinung nach baut nur ein Unternehmen, Bitmain, aktuell den Großteil der Maschinen, die Bitcoin sichern. Dadurch hätten zu wenige Unternehmen zu viel Kontrolle.
Der Zeitpunkt macht die Debatte noch sensibler. Mining ist in diesem Jahr weniger profitabel geworden, und die Mining-Schwierigkeit sank im März deutlich, weil einige Betreiber auf KI-Geschäfte umgestiegen sind. Die andauernde Schwäche beim BTC-Kurs hat die Einnahmen zusätzlich verringert.
Die offene Frage ist nun, ob jemand Dashjr zu seinem neuen Coin folgt. Bisher sind ähnliche Bitcoin-Kopien immer schnell in Vergessenheit geraten, statt echte Konkurrenten zu werden. Die Wochen bis zur August-Frist dürften zeigen, ob dieses Vorhaben erfolgreicher verläuft. Momentan arbeiten die Miner von Bitcoin wie bisher weiter.









