KI-Kunst wird unheimlich: Roboterhunde mit Musk- und Bezos-Gesichtern erobern Berliner Galerie

  • Beeples „Regular Animals“ zeigt Roboterhunde mit den Gesichtern von Musk, Bezos, Zuckerberg und weiteren bekannten Persönlichkeiten in der Neuen Nationalgalerie Berlin.
  • Die Hunde nutzen Kameras und KI, um Besucher zu scannen, generieren Kunstwerke und drucken die Bilder an ihrem Hinterteil aus.
  • Das Projekt umfasst auch NFTs und ist eine düstere Satire auf KI, Tech-Milliardäre, Algorithmen und digitale Kultur.
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Roboterhunde mit den Gesichtern von Elon Musk, Jeff Bezos, Mark Zuckerberg und anderen bekannten Persönlichkeiten bewegen sich in einer Berliner Kunstgalerie, beobachten Besucher, erstellen KI-Bilder und drucken diese mit ihrem Hinterteil aus.

Die Installation heißt „Regular Animals” und ist das neueste Werk des digitalen Künstlers Beeple, mit bürgerlichem Namen Mike Winkelmann. Die Schau ist bis zum 10. Mai 2026 in der Neuen Nationalgalerie in Berlin zu sehen.

In dieser Ausstellung werden Robotik, künstliche Intelligenz, Promi-Kultur und NFTs zusammengeführt. Zunächst wirkt alles lächerlich. Danach fühlt es sich jedoch etwas unangenehm an.

Seltsamer Roboterhund mit Mark Zuckerbergs Gesicht
Seltsamer Roboterhund mit Mark Zuckerbergs Gesicht. Quelle: AP
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Roboterhunde mit Milliardärsgesichtern

In der Ausstellung bewegen sich mehrere autonome Roboterhunde mit hyperrealistischen Silikonköpfen. Die Gesichter zeigen unter anderem Elon Musk, Jeff Bezos, Mark Zuckerberg, Andy Warhol, Pablo Picasso und sogar Beeple selbst.

Laut Berichten von der Ausstellung gibt es außerdem einen Roboterhund mit dem Gesicht von Kim Jong Un. Das Bild erinnert an eine Albtraum-Version einer Technologiekonferenz in Kombination mit einer Museumsinstallation.

Die Hunde bewegen sich in einem abgegrenzten Bereich der Galerie. Sie stehen nicht nur still wie Skulpturen, sondern laufen umher, scannen den Raum und interagieren mit ihrer Umgebung.

Sie beobachten Besucher, dann machen sie KI-Kunst

Jeder Roboterhund ist mit Kameras ausgestattet, die Bilder von den Besuchern und der Galerie aufnehmen. Das System nutzt dann KI, um das Gesehene im Stil oder nach der Persönlichkeit der jeweiligen Figur neu zu interpretieren.

So kann zum Beispiel der Picasso-Hund den Raum in ein Bild im Stil des Kubismus verwandeln. Die Warhol-Version erzeugt Bilder im Pop-Art-Stil.

Am meisten Aufmerksamkeit bekommt der Teil, bei dem die Hunde die KI-Bilder mit ihrem Hinterteil ausdrucken.

Die Besucher können sich die Ausdrucke kostenlos mitnehmen. Einfach gesagt: Die Roboterhunde laufen durch das Berliner Museum und „hinterlassen” dort KI-Kunst.

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Beeple macht aus KI-Kultur einen seltsamen Witz

Das Kunstwerk ist witzig, aber nicht zufällig. Beeple zeigt mit den Roboterhunden mit Promi-Gesichtern auf absurde Weise, wie Macht in der digitalen Zeit funktioniert.

Das Werk stellt die einfache Frage: Wer prägt heute die Kultur?

Früher bestimmte diese Rolle die Arbeit von Künstlern, Zeitungen, Museen und Regierungen. Heute übernehmen Algorithmen, Technikplattformen, Milliardäre, KI-Systeme und digitale Aufmerksamkeitsschleifen einen großen Teil dieser Aufgabe.

Auch NFTs sind dabei

Die Installation hat zudem eine Blockchain-Ebene. Besucher können nach Angaben kostenlose NFTs, die mit dem Projekt verbunden sind, über QR-Codes erhalten.

Das passt zu Beeples Geschichte. Er wurde 2021 mit seinem NFT-Kunstwerk „Everydays: The First 5000 Days”, das für mehr als 69 Millionen USD versteigert wurde, weltweit bekannt.

Seitdem gilt Beeple als Symbol für den NFT-Boom, die digitale Kunstkultur und die manchmal schwierige Verbindung von Technologie, Geld und Online-Hype.

Mit „Regular Animals” macht er sich scheinbar lustig über diese neue Welt.

Von Miami nach Berlin

Das Projekt war erstmals auf der Art Basel in Miami Beach 2025 zu sehen, bevor es zum Gallery Weekend Berlin 2026 nach Berlin kam.

Die Ausstellung in Berlin ist auch bemerkenswert, da es Beeples erste institutionelle Präsentation in Deutschland ist. Damit bekommt das Werk einen ernsteren Rahmen als bei einer viralen Internet-Aktion.

Dennoch wirkt die Installation, als wäre sie für soziale Medien gemacht. Roboterhunde mit Milliardärsköpfen, die KI-Kunst mit ihrem Hinterteil drucken, sind fast wie für das Internet entworfen.

Warum es unheimlich wirkt

Unheimlich ist nicht nur das Aussehen der Gesichter. Es ist auch die Tatsache, dass Besucher zu „Rohmaterial” werden.

Menschen betreten die Galerie, die Roboterhunde beobachten sie, KI verarbeitet die Eindrücke, und die Maschine gibt ein Bild aus. Dieses Muster entspricht dem Ablauf auf digitalen Plattformen.

Wir posten, klicken, scrollen und schauen. Die Plattformen sammeln die Daten, verarbeiten sie und geben uns etwas zurück.

Beeple hat diesen Kreislauf einfach sichtbar und körperlich gemacht. Außerdem hat er ihm ein berühmtes Gesicht gegeben.

„Regular Animals” erscheint in einer Zeit, in der KI-Kunst ohnehin Fragen nach Urheberschaft, Zustimmung, Urheberrecht und Originalität stellt.

Die Installation führt diese Fragen noch weiter in eine verstörende Richtung. KI-Kunst erscheint hier witzig, grotesk und automatisiert.

Zudem wird die Machtstruktur sichtbar. Die Maschinen sind nicht gesichtslos, sondern tragen Köpfe von Personen und Kulturikonen, die eng mit Geld, Plattformen, Kunst und Einfluss verbunden sind.

KI-Kunst wird also tatsächlich unheimlicher.

In Berlin sieht sie seit Kurzem so aus: vier Beine, das Gesicht eines Milliardärs, eine Kamera und ein integrierter Drucker.


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Haftungsausschluss

Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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