Amazon erzielt mit KI-Erfolg herausragende Quartalszahlen: Wie reagiert die Aktie?

  • Amazon übertrifft Erwartungen bei Umsatz, AWS, Betriebsergebnis und Gewinn je Aktie.
  • AWS wächst um 37% auf 42,2 Milliarden USD, das schnellste Tempo seit 18 Quartalen
  • Freier Cashflow negativ: KI-Investitionen erreichen 169 Milliarden USD
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Amazon hat im zweiten Quartal bei allen wichtigen Kennzahlen besser abgeschnitten als an der Wall Street erwartet. Amazon Web Services ist im Vergleich zum Vorjahr um 37% gewachsen. Das ist das schnellste Wachstum seit 18 Quartalen.

Die Aktie schloss den regulären Handel bei 235,50 USD, das ist ein Plus von 3,90%. Nach Bekanntgabe der Ergebnisse stieg die Aktie im nachbörslichen Handel weiter auf 256,33 USD, ein zusätzliches Plus von 8,85%.

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Warum das starke Amazon-Ergebnis im zweiten Quartal wichtig ist

Der Nettoumsatz lag bei 200,6 Milliarden USD, das sind 20% mehr als die 167,7 Milliarden USD im Vorjahr. Analysten hatten rund 197 Milliarden USD erwartet.

Das operative Ergebnis stieg um 43% auf 27,5 Milliarden USD. Die operative Marge lag damit bei 13,7%, vorher waren es 11,4%. Experten hatten mit ungefähr 12% gerechnet.

Der verwässerte Gewinn je Aktie lag bei 5,75 USD, während die Schätzungen bei ungefähr 1,82 USD lagen. Dieser Vergleich macht das Quartal besonders positiv.

Amazon verbuchte 53,4 Milliarden USD nicht-betriebliche sonstige Erträge vor Steuern, vor allem wegen seiner Beteiligung an Anthropic, dem KI-Labor hinter den Claude-Modellen. Auch ohne diese Neubewertung war das operative Ergebnis weiterhin stark.

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Der Zusammenhang ist wichtig. Das Azure-Geschäft von Microsoft wuchs einen Tag vorher um 43%. Bei Meta sorgten KI-Investitionen dafür, dass die Marge von 43% auf 31% sank. Investoren wollten wissen, wo Amazon steht.

AWS-Beschleunigung bestätigt die 200-Milliarden-USD-Investition in KI

Die AWS-Umsätze lagen bei 42,2 Milliarden USD, das entspricht einem jährlichen Wert von 169 Milliarden USD. Das Wachstum von 36,7% war das stärkste des Segments seit 2021.

Auch die Profitabilität entwickelte sich positiv. Das operative Ergebnis im AWS-Bereich stieg um 64% auf 16,6 Milliarden USD. Die Segmentmarge verbesserte sich von 32,9% auf 39,4%. Amazon hat diese Beschleunigung also erreicht, ohne die Preise zu senken.

„AWS boomt, wächst im zweiten Quartal um 36,7% im Jahresvergleich … und unsere KI- und Chip-Bereiche haben jeweils eine jährliche Umsatzrate von mehr als 25 Milliarden USD erreicht”, sagte Andy Jassy, Präsident und CEO von Amazon, in der Ergebnisveröffentlichung.

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Beide Bereiche wuchsen jeweils mit einer dreistelligen Rate. Anthropic und OpenAI haben mehrere Gigawatt Rechenleistung für Trainium zugesagt, Amazons eigene KI-Trainingschip.

Freier Cashflow wird negativ, Investitionen steigen

Die Kosten sind deutlich sichtbar. Amazon gab allein im Quartal 54,2 Milliarden USD für Sachanlagen aus.

In zwölf Monaten lagen die gesamten Ausgaben bei 169 Milliarden USD, ein Anstieg um 64%. Der freie Cashflow drehte von einem Zufluss von 18,2 Milliarden USD auf einen Abfluss von 7,6 Milliarden USD.

Der operative Cashflow stieg jedoch um 33% auf 161,4 Milliarden USD. Der Rückgang beim freien Cashflow ist daher auf den Ausbau zurückzuführen, nicht auf eine Schwäche des Geschäfts.

Der Ausblick gibt Skeptikern dennoch ein Argument. Amazon erwartet im dritten Quartal einen Umsatz zwischen 197 Milliarden USD und 202 Milliarden USD, etwas weniger als die etwa 204 Milliarden USD, die Analysten vorhergesagt hatten. Den Termin für den Prime Day gibt das Unternehmen als Grund für einen Rückstand von knapp 400 Basispunkten an.

Investoren, die den Nutzen der KI-Investitionen infrage stellen, haben nun weniger Argumente. Es bleibt die Frage, ob AWS sein Wachstum von 37% halten kann, wenn die Vergleichsbasis im nächsten Jahr steigt.

Amazon (AMZN) Aktienentwicklung. Quelle: Yahoo Finance
Amazon (AMZN) Aktienentwicklung. Quelle: Yahoo Finance

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Haftungsausschluss

Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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