FIS und Anthropic starten KI-Agent, um 40-Milliarden-USD-AML-Problem anzugehen

  • FIS und Anthropic stellen KI-Agenten zur Automatisierung von Banken-AML-Untersuchungen vor
  • BMO und Amalgamated Bank sind die ersten Implementierungen, breitere Einführung ab zweitem Halbjahr 2026.
  • US-Banken investieren jährlich 35 bis 40 Milliarden USD in AML, vor allem für manuelle Beweissammlung
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Das Finanztechnologie-Unternehmen FIS und Anthropic haben gemeinsam den Financial Crimes AI Agent vorgestellt. Dieses Produkt verbindet die Analysefähigkeit von Claudes KI mit den Bankdaten sowie der Regulierungsinfrastruktur von FIS.

BMO und Amalgamated Bank gehören zu den ersten Banken, die den Agenten testen. Die allgemeine Verfügbarkeit ist für die zweite Hälfte 2026 geplant.

Warum FIS zuerst den AML-Bereich ansprach

Die Vereinten Nationen schätzen, dass jährlich etwa 2 Bio. USD an illegalen Geldern durch das globale Finanzsystem fließen. US-Finanzinstitute geben jedes Jahr zwischen 35 und 40 Milliarden USD für Maßnahmen gegen Geldwäsche (AML) aus.

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FIS stellte fest, dass Ermittler Beweise manuell aus verschiedenen, getrennten Systemen heraussuchen müssen, was den Großteil ihrer Zeit beansprucht, noch bevor die eigentliche Analyse beginnen kann. Neue US-Vorschriften zwingen Banken nun dazu, ihre Ressourcen auf die größten Risiken zu konzentrieren.

Der aktuelle Zeitpunkt betrifft mehr als nur das klassische Bankwesen. Am 8. April hat die Treasury Regeln vorgeschlagen, um erlaubte Stablecoin-Emittenten als Finanzinstitute nach dem Bank Secrecy Act einzustufen. Künftig sollen auch sie AML-Programme einrichten und Verdachtsmeldungen (Suspicious Activity Reports, SAR) einreichen.

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Einblick in die Architektur des Anthropic-FIS-AI-Agenten

Laut Unternehmen wird agentenbasierte KI für die Bankenbranche eingeführt. Nach der Einführung sammelt der Agent automatisch Beweise aus den wichtigsten Banksystemen, sobald ein Fall eröffnet wird. Er bewertet die Aktivitäten anhand bekannter Geldwäsche-Methoden. Am Ende entscheidet der menschliche Ermittler in jedem Fall über das weitere Vorgehen.

„Der Agent reduziert die Dauer von Geldwäsche-Ermittlungen von Stunden auf Minuten, er sammelt Beweise automatisch aus den Kernsystemen der Bank, bewertet Aktivitäten anhand bekannter Methoden und stellt die risikoreichsten Fälle für die Überprüfung durch Ermittler bereit“, heißt es in der Pressemitteilung.

Alle Kundendaten bleiben in von FIS verwalteten Systemen, und jede Entscheidung des Agenten kann nachvollzogen werden. Das Unternehmen hat außerdem eine zukünftige Roadmap vorgestellt, die Entscheidungen zu Kreditvergabe, Einlagenbindung, Kundenaufnahme und Betrugserkennung vorsieht.

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Haftungsausschluss

Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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