Die Inflation laut Personal Consumption Expenditures (PCE) im April lag bei 3,8% im Jahresvergleich. Das entspricht der Schätzung und ist der höchste Wert seit Mai 2023. Der Bitcoin-Kurs (BTC) fiel auf etwa 73.300 USD, da diese Zahl die bevorzugte Inflationsmessgröße der US-Notenbank weiter von ihrem Zielwert von 2% entfernt.
Der Kern-PCE stieg im Jahresvergleich um 3,3%. Das entspricht ebenfalls den Erwartungen. Die monatlichen Werte lagen jedoch niedriger: Der Anstieg betrug nur 0,2%, statt der angenommenen 0,3%. Das unterstreicht die Erwartung an längere Phasen mit hohen Zinsen.
PCE-Daten bestätigen anhaltend hohe Inflation
Am Donnerstag veröffentlichte das Bureau of Economic Analysis den Bericht zu persönlichen Einkommen und Ausgaben für April. Der Gesamt-PCE entsprach mit 3,8% der Prognose und erreichte den höchsten Jahreswert seit Mai 2023.
Der Kern-PCE, ohne Nahrungsmittel und Energie, stieg um 3,3% im Jahresvergleich. Dies ist der höchste Wert seit Oktober 2023 und fast doppelt so hoch wie das 2%-Ziel der US-Notenbank.
Die Monatswerte fielen leicht positiv aus. Der Kern-PCE stieg im April um 0,2%. Das liegt unter der Erwartung von 0,3% und dem Tempo des Vormonats.
Das persönliche Einkommen blieb im Monat unverändert und verfehlte damit die Prognose von 0,4%. Die privaten Ausgaben stiegen hingegen um 0,5%. Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung lagen bei 215.000, etwas mehr als die erwarteten 211.000. Das BIP für das erste Quartal wurde auf 1,6% nach unten korrigiert.
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Krypto gibt nach: Aussicht auf länger hohe Zinsen bleibt
Der Bitcoin-Kurs lag nach Veröffentlichung der Daten bei etwa 73.404 USD und fiel damit um 2,89% innerhalb von 24 Stunden. Die Marktkapitalisierung betrug rund 1,47 Billionen USD. Der Rückgang erinnert an einen jüngeren Rücksetzer des Bitcoin-Kurs nach aggressiven Äußerungen von Fed-Gouverneur Christopher Waller.
Laut CME FedWatch lag die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank den Leitzins am 17. Juni zwischen 3,50% und 3,75% belässt, bei 98,9%. Nur 1,1% der Trader erwarteten eine Zinssenkung um 0,25 Punkte.
Die Daten bestätigen die tendenz der US-Notenbank zu länger hohen Zinsen, welche die Märkte bereits seit Wochen einpreisen.
Anhaltend hohe Inflation im Jahresvergleich führte zu einem stärkeren US-Dollar und belastete Vermögenswerte ohne laufende Verzinsung. Nach Einschätzung des Kobeissi Letter ist der aktuelle Wert ein Rückschlag für Befürworter von Zinssenkungen.
„Die PCE-Inflation im April, die bevorzugte Messgröße der Fed, steigt auf 3,8%, den höchsten Wert seit Mai 2023. Die Kerninflation steigt auf 3,3%, den höchsten Wert seit Oktober 2023. Das Top-Inflationsmaß der Fed liegt damit fast doppelt so hoch wie ihr Zielwert”, stellten Analysten des Kobeissi Letter fest und bezeichneten die Daten als Rückschlag für Zinssenkungsbefürworter.
Mohamed El-Erian, Chefökonomischer Berater bei Allianz, bewertete die Gesamtdaten hingegen zurückhaltender.
„Insgesamt stimmen die heute veröffentlichten US-Daten weitgehend mit dem Marktkonsens überein… Dieses Datenpaket dürfte weder das ökonomische Narrativ noch die aktuellen Marktlevel stark verändern”, merkte er an.
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Laut Terminmärkten rechnen Investoren für den Rest von 2026 nach diesen Zahlen mit wenigen Zinssenkungen. Steigende Renditen der Treasury und ein stärkerer US-Dollar haben die Nachfrage nach Bitcoin und Gold in den letzten Sessions verringert.
Trader beobachten jetzt aufmerksam die kommenden Zahlen zu den neuen Arbeitsplätzen sowie die Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex (CPI) für Mai, um weitere Bestätigung zu erhalten.
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