Bitcoin (BTC) ist am Freitag unter 77.000 USD gefallen, nachdem Christopher Waller, Gouverneur der US-Notenbank Fed, die Möglichkeit weiterer Zinserhöhungen angedeutet hat. Diese Entwicklung führte dazu, dass Trader bereits ab Oktober eine Zinserhöhung der Fed um 0,25 Prozentpunkte einpreisen.
Die erste Kryptowährung hat in der letzten Woche etwa 4,5 % nachgegeben, da sich die makroökonomische Lage verschlechtert. Die realen Renditen sind gestiegen und der US-Dollar hat sich gefestigt, dadurch wurde die Nachfrage nach nicht-verzinsten Vermögenswerten schwächer.
Fed-Gouverneur Waller deutet Kurswechsel an
Waller hielt seine Rede in Frankfurt mit dem Titel „Politische Risiken haben sich verändert”. Er sprach sich dafür aus, die Zinsen kurzfristig stabil zu halten, warnte jedoch, dass eine anhaltend hohe Inflation zu anderen Maßnahmen führen könnte.
Seine Einschätzung hat Gewicht, da Waller Ende 2025 noch für Zinssenkungen um 75 Basispunkte war. Die damalige Lockerung unterstützte einen schwächeren Arbeitsmarkt und zeigte seine bisher eher lockere Haltung. Nun verändert sich die Debatte um mögliche Zinserhöhungen der Fed im FOMC.
„Ich kann weitere Zinserhöhungen in der Zukunft nicht mehr ausschließen, falls die Inflation nicht bald nachlässt, insbesondere wenn Kennzahlen zu Inflationserwartungen, von denen einige zuletzt gestiegen sind, Anzeichen zeigen, sich zu lösen”, sagte er.
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Trader preisen Zinserhöhung der Fed im Oktober ein
Trader, die mit Zins-Futures handeln, haben schnell reagiert. Das Treffen am 28. Oktober hat nun etwa eine 40%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte.
Eine Zinspause ist mit fast 49 % weiterhin das wahrscheinlichste Szenario, aber die Zinskurve ist merklich restriktiver geworden.
Diese Entwicklung passt zu PIMCOs Warnung vor Zinserhöhungen der Fed im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran und den steigenden Ölpreisen. Der Verbraucherpreisindex ist im April um 0,6 % gestiegen. Die Kernrate der PCE-Inflation liegt derzeit etwa bei 3,3 % im Jahresvergleich.
Auch das Verbrauchersentiment belastet die Lage. Der Index der Universität Michigan ist auf 44,2 gefallen, der niedrigste Wert seit Beginn der Erhebung 1952. Die Inflationserwartungen für das nächste Jahr sind auf 4,8 % gestiegen.
Sollte sich der Konflikt im Nahen Osten entspannen und der Ölpreis wieder sinken, könnte sich der restriktive Zinsausblick auch wieder umkehren. Bleiben die Energiepreise jedoch hoch, dürfte das FOMC reagieren.
Das bedeutet zudem, dass Bitcoin angesichts restriktiver Bedingungen und Inflationsalarm auf dem US-Markt bis zum Jahresende weiter unter Druck stehen könnte.









