Avraham „Avi” Eisenberg, der Trader, der wegen des Mango-Markets-Exploits im Jahr 2022 verurteilt wurde, bestreitet, jemals damit gedroht zu haben, Aave (AAVE) anzugreifen. Seine Klarstellung erfolgte, nachdem Arkham gemeldet hatte, seine Wallet sei wieder aktiv.
Das Blockchain-Analyseunternehmen veröffentlichte Screenshots einer Transaktion, die von einer Adresse mit Bezug zu Eisenberg signiert wurde. Arkham stellte die Aktivität so dar, als würde Eisenberg nach einer Haftstrafe wegen Betrugs und Manipulation auf Krypto zurückkehren.
Eisenberg widerspricht der Drohdeutung bei Aave
Eisenberg betonte, dass er niemals Aave bei einem Exploit ins Visier genommen habe. Er bezeichnete den Vorfall im Jahr 2022 als verantwortungsbewusste Offenlegung. Seinen Angaben zufolge informierte er das Team vertraulich über ein mögliches Risiko, bevor die Sache öffentlich wurde.
„Ich habe das Team privat über ein mögliches Risiko informiert und es dann öffentlich gemacht, nachdem sie sagten, dass sie Bescheid wissen und das beobachten”, erklärte er.
Die Geschichte aus dem Jahr 2022 geht auf Eisenbergs Versuch zurück, die große CRV-Position des Curve-Gründers Michael Egorov zu liquidieren.
Dieser Handel führte letztlich dazu, dass Eisenberg selbst liquidiert wurde. Später musste er ins Gefängnis, nachdem er sich in einem anderen Fall schuldig bekannte.
Chaos-Labs-Diskussion verschärft die Lage
Eisenberg wies ebenfalls Aussagen des Chaos-Labs-Gründers Omer Goldberg zurück, dessen Unternehmen Aave zuvor zur Risikosteuerung beriet. Chaos Labs beendete die Zusammenarbeit mit Aave zur Risikoberatung am 6. April 2026.
Goldberg erklärte im Podcast „Unchained“ von Laura Shin Anfang April, Eisenberg habe Zugang zu Angriffskosten-Modellen von Chaos Labs verlangt. Diese Aussagen bezogen sich auf die Zeit nach dem Mango-Vorfall.
„Die hier beschriebene DM hat es nie gegeben”, stellte er klar.
Der Streit belebt alte Spannungen in DeFi wieder. Das Untersuchen von Schwachstellen in einem Protokoll kann als Drohung oder als Arbeit im Sinne der Community betrachtet werden. Wo die Grenzen liegen, ist weiterhin umstritten.
Eisenbergs Adresse wurde nie auf eine schwarze Liste gesetzt. Außerdem gab es keine neuen Exploit-Aktivitäten außer der markierten Signatur.





