Benjamin Horvath von BLOCKROCKET: Der Early Stage Startup Accelerator im Interview

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IN KÜRZE
  • „Mit einem kleinen Team betreuen wir Early Stage Startups.“

  • „Macht es das Endprodukt besser, schneller, sicherer, vertrauenswürdiger?“

  • „Ich betrachte das aus der Brille aus Early Stage Investor, die Blockchain hat ein hohes Disruptionspotenzial auf einem intellektuellen Level, auf die gesamte Gesellschaft bezogen.“

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Das Trust Project ist ein internationales Konsortium von Nachrichtenorganisationen, die Standards für Transparenz entwickeln.

Bei BLOCKROCKET dreht sich alle um die frühe Investition in Blockchain-Startups aus Deutschland. Als digital Accelerator unterstützt das BLOCKROCKET Team Startups, Unternehmen und Investoren dabei das Potenzial der Blockchain-Technologie zu nutzen.



Wir hatten die Gelegenheit mit Benjamin Horvath, dem Geschäftsführer von BLOCKROCKET, zu sprechen. BLOCKROCKET gibt es seit Mitte des Jahres 2019. Nicht nur das Team von BLOCKROCKET, sondern auch die Gesellschafter und Startups haben eine Vision. Benjamin Horvath erklärt:

Was sie alle gemeinsam haben, ist die Erkenntnis, dass die Blockchain-Technologie ein aufstrebender Bereich ist.



Von der Idee zum Durchbruch

Benjamin hat fast zwei Jahre lang als Berater für Philipp Sandners Think Tank mitgewirkt. Hier lernte er die verschiedensten Blockchain-basierten Projekte kennen und so entstand auch die Idee, bei BLOCKROCKET einzusteigen.

Die Idee bei BLOCKROCKET ist einfach, dass unsere Gesellschafter ihre privaten finanziellen Mittel in die besten Ideen im Blockchain-Bereich investieren. Und das Ganze über uns als Entity – wir bieten das Programm drum herum.

Ein Bild von BLOCKROCKET

Mit einem kleinen Team betreut BLOCKROCKET Early Stage Startups. Der Fokus liegt auf den grundlegenden Schritten: Wie machst du ein gutes Pitch Deck? Wie entsteht eine Verbindung zu Investoren oder Partnern?

Wir haben mit jedem im Blockchain-Bereich Deutschlands eine Verbindung. Darunter Banken, Rechtsanwälte, Berater. Wir sind in einem konstanten Austausch mit jedem, dadurch sind wir eine gute Schnittstelle für Blockchain Startups.

Eine Nische des deutschen Ökosystems

Benjamin geht davon aus, dass sich der Blockchain-basierte Markt in der nächsten Zeit deutlich steigern wird. Ferner bedient BLOCKROCKET eine spezielle Sparte und ist in dieser breit aufgestellt:

Wir sind nischig: Early Stage, Blockchain Kontext, deutsches Ökosystem. In diesem Triangle sind wir eine der bekanntesten Entities für Startups. Wir wetten also auf das Ökosystem. Die Startups müssen nicht in Deutschland registriert sein, aber das deutsche Ökosystem muss für die Startups ein wichtiger Absatzmarkt sein. Und die Wette, die wir eingehen, ist – wir glauben, dass in den nächsten Jahren super coole Projekte im deutschen Raum entstehen werden. Eine wachsende Industrie.

Ein Bild von BeInCrypto.com

Benjamin berichtet, dass ein Großteil der Projekte bei BLOCKROCKET Fintech-related sind.

Aus unserer Sicht sind besonders Custody-Projekte in Deutschland im Jahr 2020 angesagt gewesen. Tokenization ist auch ein Thema, was im Jahr 2021 Fahrt aufnehmen könnte. Das finde ich persönlich auch spannend, weil bei Tokenization immer so ein bisschen die Frage ist – ist die Nachfrage da?

Für ihn spielt vor allem die institutionelle Nachfrage – ähnlich wie beim Bitcoin – eine große Rolle.

Durch die Zentralbankpolitik und die Inflation kommt wahrscheinlich mehr demand in den Markt. Die Tokenisierung könnte dies beflügeln. Meine Frage ist, wie realistisch ist das? Ich sehe Startups mit dem Fokus auf Privatkunden und da bin ich skeptisch, was die deutschen Investoren angeht. Allerdings gibt es auch Trends, die sich so nicht haben vorhersagen lassen. Wie beispielsweise bei der Entwicklung von Videospielen, wo der Großteil der Käufe in game für Equipment steht.

Trends lassen sich nur schwer voraussagen. Benjamin erklärt:

Heute kaufen die meisten Leute keine Aktien, aber vielleicht ändert die emotionale Verpackung von tokenisierten Assets dieses Mindset.

Außerdem berichtet er, welche Projekte er in Bezug auf Blockchain persönlich interessant findet: Voting-System auf Blockchain Basis.

Gerade die US-Wahl zeigt den Bedarf. In Bezug auf den öffentlichen Bereich bin ich allerdings pessimistisch, weil ich auf der anderen Seite weiß, wer die Beteiligten sind. Im Corporate Sektor ist man kurzfristiger orientiert, allerdings besteht hier die Gefahr, dass die Blockchain-Technologie gepusht wird, ohne dass klar ist, ob die Nutzer das schätzen. Ich bin pragmatisch, die Menschen haben kurze Aufmerksamkeitsspannen und entsprechend muss das Produkt ein Problem lösen. Der Vorteil ist, dass wir die Startups von Anfang an begleiten und sehen können, ob die Nachfrage bedient wird.

Ein Bild von BeInCrypto.com

In der Zukunft sehe ich viel Potenzial für die Kombination von Blockchain und Gaming. Ein weiterer spannender Markt ist ein Blockchain-basiertes Facebook/LinkedIn.

Blockchain Awards: viel Content in kurzer Zeit

Die Nachfrage ist für den Erfolg eines Produkts wichtig. Benjamin fasst es wie folgt zusammen:

Die Resultate sind das, was zählen. Macht es das Endprodukt besser, schneller, sicherer, vertrauenswürdiger? Wenn das da ist, dann ist Nachfrage da.

Und Resultate sehen wir bei BLOCKROCKET durchaus. Da wäre beispielsweise der Blockchain Award.

Bei unseren Blockchain Awards gibt es viel Content in kurzer Zeit. Von über 50 Bewerbungen haben wir 20 Startups ausgewählt, die Early Stage sind: Pre Seed/Idea Stage und Seed Stage. Jeweils 10 Startups. In zwei Runden stellen sich die Startups sich in 60 Sekunden vor. Die Jury von führenden Investoren wählt dann die Top 3. Diese drei Startups dürfen sich ein wenig ausführlicher vorstellen. Der Leitgedanke ist die neusten Ideen im Blockchain Startup-Bereich vorzustellen und auch Aufmerksamkeit auf die Startups zu lenken.

Y Combinator, Business Pläne und Early Stage

Benjamin berichtet, dass die Startups bei der Bewerbung ein ähnliches Programm wie Y Combinator durchlaufen:

Interessante Startups kommen auf unsere Short-Liste und erhalten Zugang zu Events, Vorstellungen und mehr. Wenn die Startups ihren Wert innerhalb eines Jahres steigern, können wir vorher abgesprochene Optionen einlösen.

Ein Bild von BLOCKROCKET

Benjamin betrachtet das aus der Brille aus Early Stage Investor:

Die Blockchain hat ein hohes Disruptionspotenzial auf einem intellektuellen Level, auf die gesamte Gesellschaft bezogen. Abgesehen von dem Potenzial der Blockchain gucken wir uns aber auch das Business an sich an: Was macht ein gutes Team aus, wie sieht ein guter Business-Plan aus, worauf kommt es an? Desto mehr Early Stage du gehst, desto wichtiger ist das Team.

Und in Bezug auf das Team kennt Benjamin einige wichtige Leitideen:

Wie widerstandsfähig ist das Team, wie arbeitet es zusammen, wie hoch ist die Expertise? Während Corona haben wir erstaunliche Team-Entwicklungen beobachten können. Auf der einen Seite brauchst du die krassen innovativen Ideen, auf der anderen Seite wartet der Realitätscheck. Du hast immer bestehende Strukturen, wir sind die Schnittstelle, die alles zusammenbringt. 

Wer einige von BLOCKROCKET unterstützte Startups aus dem deutschen Blockchain-Bereich näher kennenlernen möchte, sieht sich am besten auf der dazugehörigen Webseite um.

Danke, Benjamin!

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Alex hat ihren Bachelor in Orient- und Asienwissenschaften an der Friedrich-Wilhelms Universität Bonn absolviert, danach Deutsch als Fremdsprache am Goethe Institut studiert und ihren Master in Arabistik an der Freien Universität Berlin absolviert. Seit 2017 ist sie als Krypto-Journalistin tätig.

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