Bis jetzt war der Januar für Bitcoin (BTC) sehr schwankend. Die Coin hat erneut Probleme, weil es wegen den neuen Zoll-Ankündigungen von Präsident Trump mehr Streit zwischen den USA und der EU gibt.
In den letzten 24 Stunden ist die größte Krypto um fast 2,5 Prozent gefallen und steht jetzt bei 92.663 USD. Analysten sagen außerdem, dass im Jahr 2026 wichtige Zeichen für einen Bärenmarkt auftauchen.
Sponsored1. „Bearish Kumo Twist“ taucht im Bitcoin-Chart auf
In einem neuen X-Post (früher Twitter) weist der Analyst Titan of Crypto auf einen „Kumo Twist“ im Wochen-Chart von Bitcoin hin. Ein Kumo Twist entsteht, wenn sich die beiden Linien der Ichimoku-Cloud (Senkou Span A und Senkou Span B) schneiden. Dadurch ändert die Cloud ihre Richtung.
Je nach Richtung dieses Schnittpunkts kann das bedeuten, dass sich der Markt von bullisch zu bärisch verändert oder umgekehrt von bärisch zu bullisch. Bei BTC zeigt der aktuelle Twist nach unten, er ist also bärisch.
Titan of Crypto schaut auf vergangene Marktzyklen. Er sieht, dass ähnliche Kumo-Twists in der Woche oft vor stärkeren Korrekturen kamen, bei denen Bitcoin um etwa 67 bis 70 Prozent gefallen ist.
„Historisch gesehen: Wenn der wöchentliche Kumo bärisch wurde, kam Bitcoin in eine Bärenmarkt-Phase. Das heißt aber nicht, dass der Kurs sofort fällt. Es zeigt nur: Die Struktur und Richtung im Markt hat sich verändert. Es geht um Kontext, nicht um eine Vorhersage. Das zeigt ein Blick auf die letzten drei Zyklen“, steht im Post.
2. Bitcoin-Kurs kämpft mit wichtigen Hürden
Außerdem steht Bitcoin aktuell unter seinem 365-Tage-Durchschnitt, der bei etwa 101.000 USD liegt. Diese Linie war schon 2022 wichtig. Damals hat sie es verhindert, dass der Kurs wieder steigt.
Coin Bureau schreibt in einer Analyse, dass Bitcoin unter dieser Linie bleibt und der Markt daher weiterhin bärisch ist.
Weitere technische Analyse mit dem Gaussian Channel auf dem Fünf-Tage-Chart bestätigt diese Sorge. Krypto-Analyst Raven stellt fest, dass Bitcoin die mittlere Linie im Channel verloren hat.
Im Post steht zudem, dass solche Verluste und das Ausbleiben eines erneuten Tests dieser Linie früher oft den Beginn einer stärkeren Bärenmarkt-Phase angezeigt haben.
„Ich glaube, wir steuern auf die 103.000-USD-Zone zu, um diese Marke erneut zu testen, vielleicht sogar etwas höher für eine Liquiditätsjagd. Schaffen wir es, uns darüber zu halten, gebe ich Bescheid. Bis dahin ist das Ganze nur ein Dead-Cat-Bounce“, ergänzt der Analyst.
3. Historische Drawdown-Muster deuten auf weitere Rückgänge hin
Die Preishistorie von Bitcoin zeigt, dass nach jedem Hoch im Zyklus oft starke Stürze folgten. Zum Beispiel fiel Bitcoin nach dem Hoch 2013 um etwa 75,9 Prozent, nach 2017 um 81,2 Prozent und nach der Spitze 2021 um rund 74 Prozent.
Im aktuellen Zyklus war der Rückgang jedoch viel kleiner. Bitcoin verlor bisher nur etwas über 30 Prozent. Im Vergleich zur Geschichte ist das eine kleine Korrektur. Dies deutet an, dass das Tief erst am Anfang stehen könnte und im weiteren Verlauf des Zyklus größere Verluste möglich sind.
4. Marktzyklus-Indikator zeigt: Bitcoin-Bärenphase noch nicht vorbei
Historische Rückgänge schauen meistens auf die Kursentwicklung nach einem Markthoch. Breitere Indikatoren für Zyklen helfen aber, die aktuelle Lage besser einzuschätzen.
Der Bull-Bear-Market-Cycle-Indikator, der die verschiedenen Phasen am Markt anzeigt, zeigt, dass die bärische Phase im Oktober 2025 begonnen hat. Allerdings ist sie noch nicht in eine extreme Bären-Phase übergegangen.
Sponsored Sponsored„Nach diesem Maßstab befindet sich Bitcoin in einer Bärenmarkt-Phase. In jedem früheren Zyklus haben wir uns noch weiter in die dunkelblaue Zone bewegt. Das heißt, tiefere Kurse sind weiterhin möglich. Aber ja, rufe gern höhere Kurse aus! Jemand muss am Ende als Exit-Liquidität dienen“, sagte ein Analyst dazu.
5. Börsenzuflüsse zeigen, wie große Holder ihre Coins verteilen
Daten direkt auf der Chain zeigen zuletzt zudem einen Anstieg der Bitcoin-Zuflüsse zu Krypto-Börsen. Diese Zuflüsse werden vor allem von mittleren bis großen Haltern bestimmt. Besonders auffällig sind die Bereiche von zehn bis hundert BTC und von hundert bis tausend BTC.
Wenn mehr Coins an Börsen gesendet werden, deutet das oft auf eine wachsende Verteilung hin, statt auf langfristiges Halten. Marktteilnehmer bewegen ihre Coins meistens, um sie eventuell zu verkaufen.
„Ihr Verhalten liefert meist wichtigere Informationen als viele kleine Transaktionen von Privatanlegern, weil es auf durchdachte Entscheidungen hindeutet und nicht auf Zufall. Aus Sicht der Makro-On-Chain-Daten zeigt die aktuelle Mischung aus erhöhten Zuflüssen und größerer Verteilung, dass der Markt in eine fragilere Phase eintritt“, betonte ein Analyst dazu.
Insgesamt zeigen sich aktuell mehrere Bärenmarkt-Anzeichen für Bitcoin – aus technischer Sicht, historisch und bei den Blockchain-Daten. Allerdings bleibt offen, ob sich der Markt diesmal wie in vergangenen Zyklen entwickelt oder ob doch neue Stärke überrascht.