Grayscale sagt, dass die neueste Zinserhöhung der US-Notenbank keine größeren Veränderungen auf den Kryptomärkten bewirken wird. Auch eine zweite Erhöhung in diesem Jahr hätte laut Grayscale keine großen Auswirkungen.
Der Forschungsleiter Zach Pandl veröffentlichte die Mitteilung am Donnerstag. Das Federal Open Market Committee (FOMC) hatte am Vortag seinen Zielbereich auf 3,75% bis 4,00% angehoben.
Warum 1997 wichtiger ist als 2022
Pandl zog einen Vergleich zwischen zwei sehr unterschiedlichen Schritten der Fed. Die Zentralbank leitete im März 2022 eine zyklische Veränderung ein, um die Inflation einzudämmen.
Sie erhöhte die Zinsen bis Juli 2023 um insgesamt 550 Basispunkte. Das steigerte die Opportunitätskosten für das Halten von Bitcoin (BTC) und ähnlichen Vermögenswerten ohne Zinsen.
Die aktuelle Erhöhung um ein Viertelprozent habe laut Pandl nicht das gleiche Gewicht. Trader schlossen sich diese Woche seiner Einschätzung an, und der Bitcoin-Kurs stieg, statt zu sinken.
Sein Referenzpunkt ist der März 1997. Damals beschloss Alan Greenspans Fed eine einmalige Zinserhöhung. Der Nasdaq bull Markt setzte seinen Lauf fort.
„Wir glauben, dass die gestrige Entscheidung nur eine Anpassung während des Zyklus war, keine grundlegende Änderung. Und wir bezweifeln, dass die für 2026 erwartete eine oder zwei Zinserhöhungen zu nennenswerten Veränderungen bei der Kapitalverteilung führen werden“, schrieb Pandl .
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Pandl sieht jedoch unterschiedliche Auswirkungen innerhalb der Krypto-Branche. Stablecoin-Emittenten wie Circle und Tether erzielen mehr Einnahmen, wenn die Zinssätze steigen. Höhere Renditen bei tokenisierten Anleihen und Geldmarktfonds könnten zudem Kapital auf die Blockchain ziehen.
„Krypto ist vielfältig, und höhere Zinsen wirken sich auf bestimmte Vermögenswerte anders aus als auf andere, genau wie im traditionellen Finanzsystem“, ergänzte er.
Trader sehen 88% Wahrscheinlichkeit für weitere Erhöhung bis Dezember
Trader geben der Möglichkeit einer weiteren Erhöhung bei der Sitzung am 28. Oktober eine Wahrscheinlichkeit von 54,2%, laut CME FedWatch Daten.
Bis zur Sitzung am 9. Dezember gehen Trader von einer Wahrscheinlichkeit von 88,2% aus, dass der Zielbereich über dem aktuellen Niveau liegt. Zusätzlich erwarten 40,3%, dass der Bereich bei 4,25% bis 4,50% liegt, also 50 Basispunkte über dem aktuellen Wert.
Die Geldpolitiker sind ähnlich eingestellt. Prognosen zeigen, dass 16 von 18 Verantwortlichen mindestens eine weitere Erhöhung im Jahr 2026 erwarten.
Pandls Sichtweise wird sich bewähren müssen, falls die Fed im Dezember erneut handelt. Dann zeigt sich, ob auf den Kryptomärkten diese Entwicklung als kurzfristiges Ereignis oder als grundsätzliche Trendwende eingeordnet wird.
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