Bitcoin: Gar nicht mal so zensurresistent?

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IN KÜRZE
  • Die Blockchain-Analyseplattform BlockSeer nun erstmalig die private BetaVersion eines neuen Bitcoin Mining Pools.

  • Die Betreiber wollen die Transaktionen stärker kontrollieren.

  • Geht es hier um Zensur oder Sicherheit?

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Das Trust Project ist ein internationales Konsortium von Nachrichtenorganisationen, die Standards für Transparenz entwickeln.

Die Zensur ist nun auch bei den Bitcoin Mining Pools angekommen. Viele BTC-Befürworter schätzen die älteste Kryptowährung, da sie von einer zensurresistenten Währung ausgehen. Allerdings hat die Blockchain-Analyseplattform BlockSeer nun erstmalig die private BetaVersion eines neuen Bitcoin Mining Pools gestartet – und bei diesem geht es um Zensur.



Die Zensur soll die Transaktionen von Wallets treffen, die auf einer schwarzen Liste von BTC Wallets gelistet sind.

Der Monero-Befürworter Riccardo Spagni erklärt auf Twitter:



Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die meisten Bitcoin-Mining-Pools gezwungen sind, diese Transaktionsfilterung durchzuführen. Möglicherweise ist es an der Zeit, p2pool abzusagen und sich auf die Unterstützung von Stratum v2 für Pools zu konzentrieren. Erwähnenswert ist auch, dass das Hinzufügen von mehr Datenschutz zu Bitcoin dies verhindern würde.

Geht es um Zensur oder Sicherheit?

DMG Blockchain Solutions Inc. Ist ein diversifiziertes Blockchain- und Technologieunternehmen, das die Tochtergesellschaft BlockSeer unterhält. Der COO der DMG, Sheldon Bennet, erklärt in einer Pressemitteilung:

Der Pool konzentriert sich darauf, keine Transaktionen mit bekannten schändlichen Wallets durchzuführen, die dieses Medium auf eine Weise verwenden, die den Ruf von Kryptowährungen, insbesondere Bitcoin, im Mainstream weiterhin beeinträchtigt und die breite Akzeptanz behindert. Der Blockseer-Pool wird der erste seiner Art sein, der sich auf Governance, Transparenz und den Aufbau von Bitcoin-Blöcken im Netzwerk konzentriert. Dabei geht es nicht in erster Linie um Transaktionsgebühren, sondern um solide Transaktionsdaten und -historie.

Der Pool soll unter anderem Daten von BlockSeer und Walletscore verwenden. Darunter fallen auch verifizierte Quellen wie die schwarze Liste des United States Office of Foreign Assets Control (OFAC). Die Miner sollen zukünftig auch einen KYC-Prozess durchlaufen.

Ist die Dezentralität die Lösung?

Riccardo Spagni, aka @fluffypony, ist nicht nur ehemaliger Entwickler von Monero, sondern generell großer Fan des Datenschutzes und der Privatsphäre. Entsprechend sieht er diese Entwicklung recht kritisch:

Mein Hauptanliegen wären die Aufsichtsbehörden, die dies prüfen und denken, dass es eine gute Idee ist, „für extreme Fälle wie die OFAC-Kryptoliste“, und dann wird es durchsetzbar. Dinge wie p2pool & Stratum v2 machen es praktisch nicht durchsetzbar und ich würde mich lieber darauf verlassen als auf ein Gebet.

Der enorme Druck der Regulierungsbehörden könnten die Zensur der beliebten Kryptowährung zu einem realen Szenario machen. Für Spagni liegt die Lösung im P2pool, einem dezentralisierten Bitcoin Mining Pool aus dem Jahr 2011.

Der P2pool könnte in Verbindung mit dem Einsatz des Features Stratum V2 von Braiins die Zensur oder Selektion der Mining Pools verhindern. Noch ist das Feature nicht gänzlich einsatzbereit.

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Alex hat ihren Bachelor in Orient- und Asienwissenschaften an der Friedrich-Wilhelms Universität Bonn absolviert, danach Deutsch als Fremdsprache am Goethe Institut studiert und ihren Master in Arabistik an der Freien Universität Berlin absolviert. Seit 2017 ist sie als Krypto-Journalistin tätig.

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