Seit 26. Juni können Menschen in Australien nun den Bitcoin bei über 3.500 Poststellen der Australia Post kaufen. Das ist ein wichtiger Schritt für die erste Kryptowährung, während die Community noch immer auf eine offizielle Bestätigung von PayPal wartet.

Massenadoption von Blockchain und Kryptowährungen ist ein viel diskutiertes Thema. Vor allem die Meldung über das unbestätigte Vorhaben von PayPal und Venmo, nämlich den Bitcoin direkt zum Kauf und Verkauf anzubieten, heizte die Diskussionen wieder an. Australien geht derweilen eigene Wege mithilfe des Einsatzes der Krypto-Börse Bitcoin.com.au.

Bitcoin bei der Poststelle kaufen? Klar, in Australien schon!

Angekündigt hatte die australische Krypto-Exchange Bitcoin.com.au die Möglichkeit Bitcoin direkt bei einer der über 3.500 Poststellen der Australia Post zu kaufen schon im Mai 2020. Offiziell ist die populärste Kryptowährung jetzt seit 26. Juni 2020 auch tatsächlich in den Poststellen erhältlich.

Die Krypto-Börse ist auf einer Mission hin zur Massenadoption von Kryptowährungen, allen voran Bitcoin. Und die jetzige Entwicklung durch den Deal mit der Australia Post ist ein großer Meilenstein, laut CEO Holger Arians:

“Das ist ein wichtiger Meilenstein für digitale Währungen in Australien und der ganzen Welt. Es beweist, dass etablierte Unternehmen und Organisationen bereit sind durch Praxis zu lernen, wenn es um neue Technologien  geht.”

Die Kunden der Bitcoin.com.au können aber nicht nur bei der Post ihre Bitcoin kaufen. Sondern auch an 1.500 Stellen des Blueshyft-Bezahlnetzwerks, als auch bei 1.200 Zeitschriftenhändlern. Zudem können die Kunden das Online-Bezahlsystem POLi nutzen, um Bitcoin direkt via Online-Banking zu kaufen. Das ist ein neues Level an Exposure für Bitcoin und andere Kryptowährungen auf dem Kontinent Down-Under.

Hacker nehmen Australien großflächig ins Visier

Bitcoin Massenadoption und Exposure ziehen aber auch Kriminelle an. So veröffentlichte jüngst das Australian Cyber Security Centre (ACSC) einen Bericht über Untersuchungen einer Hackerangriffskampagne gegen australische Netzwerke. In dem Bericht heißt es, dass die australische Regierung gegenwärtig gegen anhaltende Angriffe auf die australische Regierung selbst und lokale Unternehmen vorgeht. Es handelt sich dabei um die “signifikanteste, koordinierte Cyberattacke gegen australische Institutionen”, die die Behörden jemals beobachteten.

Der oder die Angreifer nutzen Exploits in Proof-of-Concept (PoC) Code, Web Shells und andere Tools, die 1:1 von Open-Source-Software kopiert wurden. Darüber hinaus nutzen die Angreifer auch Schwachstellen in den Microsoft Internet Information Services (IIS), eine Schwachstelle in SharePoint und eine weitere Schwachstelle in Citrix. Der oder die Angreifer scheinen dabei ein Gespür für Entwicklungen und Technologien zu haben, die von den Angriffszielen noch nicht ausreichend verstanden werden.