PayPal, Venmo und Bitcoin: Der nächste Schritt hin zur Adoption

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IN KÜRZE
  • PayPal und Venmo wollen laut mehreren Berichten den Kauf und Verkauf von Bitcoin ermöglichen

  • PayPal zählt mehr als 320 Mio. Kunden

  • Bitcoin Adoption ist positiv, aber nicht zu jedem Preis

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Laut mehreren Berichten plant PayPal offenbar den Kauf und Verkauf von Bitcoin über die populäre Zahlungsplattform. Sofern diese Berichte stimmen, würde das einen riesigen Schritt hin zu mehr Adoption bedeuten.



Bitcoin und auch andere Kryptowährungen sind nicht mehr zu ignorieren. Was die Krypto-Szene schon lange erkannt hat, scheint nun auch in der traditionellen Finanzwelt vermehrt Einzug zu halten. Laut mehreren Berichten plant PayPal mitsamt der Tochter Venmo den Kauf und Verkauf von Bitcoin zu ermöglichen. Das würde den BTC mehr als 320 Mio. PayPal-Kunden zugänglich machen.

PayPal und Venmo wollen Gerüchten zufolge ins Krypto-Geschäft einsteigen

Die Meldung kam am 22. Juni 2020 und beherrschte nur wenige Minuten später Krypto-Twitter. PayPal und Venmo sollen den direkten Kauf und Verkauf von Bitcoin über ihre Systeme planen. Welche Coins außer dem Bitcoin Unterstützung erhalten, ist nicht bekannt. Insgesamt 3 Quellen sollen dieses Vorhaben der populären Zahlungsplattform bestätigt haben. PayPal selbst gab bisweilen keinen offiziellen Kommentar dazu ab. Dafür gab der CEO der Krypto-Börse Kraken, Jesse Powell, seinen Kommentar zu diesem Thema auf Twitter ab:



Unrecht hat der Powell – zugegeben – nicht. Sollten die Berichte stimmen, so bedeutet das einen großen Schritt für den Bitcoin hin zur Adoption. PayPal und Venmo sind dabei aber weiterhin keine dezentralisierten Handelsplattformen, unterliegen strengen Regulationen und einer maßgeblichen Beeinflussung durch Regierungen. Zudem scheint bei PayPal ein ziemlicher Sinneswandel stattgefunden zu haben. Denn der Gründer von PayPal sagte 2018 einst:

Viele Fragen, noch mehr Sorgen und keine Antworten

Dass ein Umdenken jetzt also stattgefunden haben muss, steht außer Frage. Und genau dieses Umdenken muss sogar stattfinden, an noch viel mehr Stellen. Bitcoin und Co. zu ignorieren ist einfach nicht mehr möglich. Viele der Schwierigkeiten, die Menschen im Umgang mit Kryptowährungen haben, finden ihren Ursprung beispielsweise in Unwissenheit. Ein Angebot auf einer Plattform so groß wie PayPal, würde viel dazu beitragen, dass sich mehr Menschen mit dem Thema Kryptowährungen und verknüpften Themen auseinandersetzen.

Doch längst nicht alle sehen die Meldung als positiv. Es gibt viele Sorgen bzgl. der Herausgabe von Daten seitens PayPal. Coinbase stand zuletzt in der Kritik wegen dem Teilen von Nutzerdaten mit Behörden. Doch wenn wir genauer darüber nachdenken, dann müssen wir zu dem Schluss kommen, dass PayPal wohl weit mehr Daten teilen wird bzw. muss.

Derzeit sind viele Details unklar, da eine offizielle Stellungnahme fehlt. Wir dürfen also gespannt abwarten, wann diese Stellungnahme kommen wird und welche Details dann veröffentlicht werden. Mehr Adoption für Bitcoin und andere Kryptowährungen ist jedenfalls – generell betrachtet – positiv. Die Frage ist nur, zu welchem Preis diese Adoption stattfinden wird.

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