BitMEX-Benutzer müssen KYC aktualisieren

Artikel teilen
IN KÜRZE
  • Die Börse informiert die Benutzer darüber, dass sie zwei Wochen Zeit haben, um KYC zu aktualisieren.

  • Wenn die Informationen nicht rechtzeitig aktualisiert werden, führt dies zum Verlust der Auszahlungsfähigkeit.

  • Die KYC-Anforderung ist einer von vielen Schritten, die BitMEX unternommen hat, um die Compliance-Standards zu erfüllen.

Das Trust Project ist ein internationales Konsortium von Nachrichtenorganisationen, die Standards für Transparenz entwickeln.

Die Kunden der Derivateplattform BitMEX haben nunmehr zwei Wochen Zeit, um ihre KYC-Informationen zu aktualisieren. Sollten die Kunden die Frist nicht einhalten, führt dies zum Verlust der Abhebungsfunktion. Somit können die Nutzer dann kein Geld abheben oder Positionen nicht halten.


Vom 19. November bis zum 4. Dezember müssen die BitMEX-Kunden ihre Daten also vervollständigen. Die Krypto-Community zeigte sich nicht geschlossen positiv in Anbetracht der geforderten Daten. Beispielsweise kritisierten Twitter-Nutzer, warum BitMEX persönliche Daten von sich verabschiedenden Kunden benötige.

BitMEX reagiert auf die Anklagen

Die verschärften KYC-Anforderungen von BitMEX sind das Ergebnis mehrerer Untersuchungen und Klagen. Die Börse verkürzte ihre KYC-Frist um zwei Monate, nachdem sie im Oktober 2020 vor CFTC- und DOJ-Maßnahmen stand.

Das Unternehmen hat außerdem weitere Schritte unternommen, um die Compliance zu verbessern. Dazu gehört beispielsweise das Refinitiv-Toolset, um illegale Nutzer besser zu überwachen. Zusammen mit der AML-Plattform Eventus Systems soll die Überwachung nun lückenloser klappen.

Die US-Behörden haben ihrerseits die Untersuchung des Kryptowährungsraums intensiviert. Zum Beispiel hat die SEC in diesem Jahr mehrere Klagen eingereicht, die unter anderem zu Schließungen führten. Telegram war gezwungen, sein Blockchain-Projekt einzustellen, während Kik mit einer Geldstrafe von 5 Millionen USD zu kämpfen hat.

Normaler Alltag trotz Klagen?

BitMEX hat sich bemüht, die KYC-Regeln umzusetzen, seit die US-Behörden rechtliche Schritte eingeleitet haben. Allerdings bemüht sich das Unternehmen das Bild der Normalität aufrechtzuerhalten und erklärte, dass der Betrieb normal funktionieren würde. Die Gründer der Plattform werden ebenfalls angeklagt, darunter auch CEO Arthur Hayes.

Die Ermittler werfen den Gründern von BitMEX vor, nach der Ankündigung einer Klage rund 440 Millionen USD „geplündert“ zu haben. Dies dementieren die Angeklagten.

 
BitMEX Volumen.

Die Plattform funktioniert noch. Doch noch vor Einreichen der angekündigten Klage verlor BitMEX nicht nur Gelder, sondern auch Nutzer. Die Menge der gehaltenen BTC ging im April nach dem Absturz im März deutlich zurück.

Auf Englisch geschrieben von Rahul Nambiampurath, übersetzt von Alexandra Kons.

Share Article

VERWANDTE THEMEN

The opinion of BeInCrypto staff in a single voice.

MEHR ÜBER DEN AUTOR