Charles Hoskinson hat jetzt seine bisher genaueste Darstellung zu den umstrittenen 1.096 Bitcoin (BTC) von Cardano gegeben. Er verfolgt die Mittel zurück zu einer Prüfung im Jahr 2016 des ursprünglichen ADA-Crowdsales.
Der Gründer von Cardano (ADA) nannte drei Prüfer und den Bitcoin-Kurs aus diesem Jahr. Damit ordnet er eine Frage neu ein, die das Projekt seit den ersten Tagen begleitet.
Hoskinson: Die 1.096 Bitcoin stammen aus einer Prüfung 2016
In einem Livestream am Wochenende sagte Hoskinson, der umstrittene Betrag gehe auf eine E-Mail vom 13. März 2016 von Michael Parsons zurück, der damals Vorsitzender der Cardano Foundation war.
Parsons verlangte eine Bezahlung für die Prüfung des Crowdsales, bei dem zwischen 2015 und 2017 etwa 62 Millionen USD eingesammelt wurden, fast ausschließlich von japanischen Investoren.
Er bezog sich dabei auf den damaligen Kurs von Bitcoin, um zu zeigen, dass die Rechnung kleiner war, als Kritiker es darstellen.
„Der Schlusskurs von Bitcoin am 13.3.2016 lag bei 414 USD”, sagte Hoskinson.
Unabhängige Daten zeigen, dass der Bitcoin-Kurs an diesem Tag bei etwa 412 USD lag, was seine Angabe bestätigt. Nach dieser Rechnung sagte er, die Zahlung habe drei namentlich genannte Prüfer abgedeckt.
„Das waren also rund 400.000 USD für drei Prüfer: Michael Parsons, John Maguire und Bruce Milligan, die einen… Crowd Sale in Japan prüfen sollten… um sicherzustellen, dass es keinen Missbrauch oder Verschwendung gab.”
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Die gleichen 1.096 BTC wären heute etwa 70 Millionen USD wert, was die Debatte weiter befeuert.
Entscheidend ist dabei: Wer hat die Zahlung bekommen? Parsons trat 2018 als Stiftungsvorsitzender zurück, nachdem IOHK und EMURGO sich wegen mangelnder Transparenz und Governance von ihm distanzierten.
Hoskinson: Die Fragen sind nicht ehrlich gemeint
Hoskinson argumentierte, dass die wiederholten Forderungen nach Transparenz nicht auf eine Lösung abzielen, sondern Streit erzeugen sollen.
„Das Ziel des Vorwurfs ist nicht der Vorwurf. Es geht um die Empörung.”
Er sagte, jede Antwort löse nur einen neuen Vorwurf aus, wodurch Finanzmittel fehlten, die sonst für das Wachstum des Ökosystems genutzt werden könnten.
Diese Kritik kommt zudem zu einer Zeit, in der Hoskinson offen die Foundation kritisiert und sich aus der täglichen ADA-Promotion zurückgezogen hat.
Braziel fordert Nachweise
Der Investor Thomas Braziel sagte, das AMA habe eine Frage beantwortet, aber mehrere neue geschaffen. Er fordert Rechnungen, Genehmigungen und Zahlungsnachweise.
„Die Frage war nie, ob Audits Geld kosten. Die Frage ist, wohin die 1.096 BTC gegangen sind, wer sie erhalten hat und warum.”
Braziel stellte zudem in Frage, wie IOHK etwa 95 % der eingesammelten BTC kontrollieren konnte, während die Foundation nur einen kleinen Teil behielt.
Der Druck steigt, da die Reserven der Foundation schrumpfen, ADA aktuell bei etwa 0,1669 USD handelt, rund 3 % am Tag verliert und der Token auf Platz 17 nach Marktkapitalisierung steht.









