Die britische Außenministerin Yvette Cooper hat gewarnt, dass die Welt nicht auf ein „AI-Hiroshima” warten darf, bevor gehandelt wird. Sie ruft globale Staaten dazu auf, gemeinsame Grundsätze und Standards für die Sicherheit von künstlicher Intelligenz (KI) zu schaffen.
Cooper vertritt diese Position in einem Essay. Sie möchte, dass Großbritannien eine führende Rolle bei internationalen Gesprächen über diese Technologie übernimmt.
Warum Cooper auf Hiroshima verweist
Sie betont, dass Regeln zur Nuklearsicherheit erst eingeführt wurden, nachdem die Welt die zerstörerische Kraft der Atombombe gesehen hatte. Die Außenministerin sagt, Regierungen dürfen diesen Fehler bei KI nicht wiederholen.
Cooper sieht die Sicherheit im Bereich KI als größte Sicherheitsherausforderung des kommenden Jahrzehnts.
„Wir können es uns nicht leisten, auf ein AI-Hiroshima zu warten, bevor wir handeln“, sagte sie.
Außerdem wies Cooper darauf hin, dass Großbritannien im Bereich KI unter den Industrieländern auf Platz drei liegt – hinter den USA und China – und sich als eine führende Stimme für KI-Sicherheit sieht.
Sie möchte diese Rolle nutzen, um die USA, China und andere große KI-Staaten zusammenzubringen, damit „heute ein Konsens über Sicherheitsgrundsätze und Standards“ erreicht wird.
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Warnungen vor KI-bedingten Cyberbedrohungen nehmen zu
Coopers Essay folgt auf eine Welle von Warnungen seitens Sicherheits- und Finanzverantwortlichen. Im letzten Monat veröffentlichte das Five Eyes-Geheimdienstbündnis eine gemeinsame Warnung zu KI.
Die Gruppe, die die USA, Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland verbindet, erklärte, dass KI-Systeme an der Spitze die offensiven und defensiven Cyber-Fähigkeiten nicht erst in Jahren, sondern innerhalb von Monaten verändern werden.
Sarah Breeden, Vizegouverneurin der Bank of England, betonte am 30. Juni nochmals das Tempo. Sie sagte auf einem Forum der Europäischen Zentralbank, dass KI den Finanzbereich sehr schnell verändere. Die Aufgabe sei, dafür zu sorgen, dass „die nächste Überraschung nicht zur Bewährungsprobe für die Finanzstabilität“ wird.
Breeden sagte zudem, dass Handelsunternehmen derzeit agentenbasierte KI überwiegend für risikoärmere Aufgaben wie Forschung einsetzen. Sie warnte jedoch, dass sich das rasch ändern könnte. Wenn viele KI-Agenten identisch auf gleiche Eingaben reagieren, so erklärte sie, könnten sie während Marktstress die Volatilität verstärken.
„In den Händen von Verteidigern stärken diese Werkzeuge die Cyber-Resilienz. In böswilligen Händen steigt jedoch das Risiko von Angriffen, die der Finanzstabilität schaden können, deutlich“, erklärte sie.
Alle Warnungen laufen auf einen Punkt hinaus. KI entwickelt sich schneller als die Regeln, die sie steuern sollen. Experten betonen, dass die Lücke geschlossen werden muss.
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