Jim Cramer sieht eine Parallele zwischen den Marktbedingungen im Jahr 2026 und den Bedingungen vor dem massiven Kursrückgang an den Aktienmärkten im Jahr 2018. Der CNBC-Moderator vermeidet jedoch eine vollständige Wiederholung vorherzusagen.
In seiner CNBC-Sendung „Mad Money” zeigte er die Parallelen auf, die Investoren derzeit beobachten. Anschließend erklärte er, wie sich Menschen seiner Meinung nach für die kommende Zeit aufstellen sollten.
Eine Parallele zu 2018 tritt hervor
Sowohl 2018 als auch 2026 liegen im zweiten Jahr einer Amtszeit von US-Präsident Trump. In beiden Phasen gab es eine kräftige Rallye an den Aktienmärkten.
Die Ölpreise und die Renditen von US-Staatsanleihen stiegen 2018 und steigen auch derzeit wieder. Zudem liegt die Inflation in beiden Phasen über dem Ziel der US-Notenbank.
Im Jahr 2018 fiel der S&P 500 um etwa 20 % zwischen dem Hoch im September und dem 24. Dezember. Eine straffe Geldpolitik unter Powell trug zu diesem Einbruch bei.
Der Index erholte sich allerdings schnell. Powell senkte dann dreimal die Zinsen, und der S&P 500 schloss das Jahr 2019 mit einem Plus von fast 30 % ab.
Dieses Mal liegt der Druck bei Notenbankchef Kevin Warsh, der im Mai die Nachfolge von Powell angetreten hat. Öl wird nahe 100 USD je Barrel gehandelt, und die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe nähert sich 5 %.
Trader bewerten die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei der Fed-Sitzung in diesem Monat auf knapp 90 %.
Reduzieren, nicht verkaufen
Cramer ruft Investoren nicht dazu auf, den Markt zu verlassen.
„Ich sage nicht, Sie sollten einfach alles verkaufen, weil sich die Geschichte wiederholt.”
Stattdessen empfiehlt er, erfolgreiche Positionen zu verkleinern und mehr Bargeld aufzubauen.
Sein eigener Charity Trust hat die Barquote auf deutlich über zwölf % erhöht. Das ist höher als üblich. Mit einem größeren Bestand an Bargeld kann er Qualitätsaktien zurückkaufen, falls die Kurse fallen.
Cramer glaubt, dass Warsh die Fehler Powells aus dem Jahr 2018 wahrscheinlich nicht wiederholt. Zudem denkt er, dass die Märkte den Druck dieser Regierung auf die Fed besser verstehen als im Jahr 2018.
Dennoch bezeichnet er die Parallelen als so auffällig, dass man sie beobachten sollte. Die Geschichte werde sich vielleicht nicht genau wiederholen, so Cramer, aber sie könne sich zumindest ähneln.









