Cyber-Kriminalität: Ziel sind Finanzdienstleister

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IN KÜRZE
  • Im vergangenen Jahr waren mehr als 100 Finanzdienstleistungsunternehmen Ziel einer Welle von DDoS-Erpressungsangriffen (Distributed Denial of Service).

  • FS-ISAC startete dazu das Global Leaders Award-Programm, um die grenzüberschreitende Kommunikation in Bezug auf Cyber-Kriminalität noch effektiver zu gestalten.

  • Die Unterstützung der Finanzdienstleister umfasst Übungen, Best Practices, praktische Schulungen und Playbooks für eine schnelle Reaktion in Notsituationen.

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Das Trust Project ist ein internationales Konsortium von Nachrichtenorganisationen, die Standards für Transparenz entwickeln.

FS-ISAC (Financial Services Information Sharing- und Analysezentrum), eine globale Community für den Austausch von Informationen von Finanzdienstleistungsunternehmen, gab bekannt, dass im vergangenen Jahr mehr als 100 Finanzdienstleistungsunternehmen Ziel einer Welle von DDoS-Erpressungsangriffen (Distributed Denial of Service) waren. Die Angreifer erpressten die Webseiten und drohten mit der massiven Störung dieser. Regional bezogen sich die Erpresser auf Europa, Nordamerika, Lateinamerika und Asien.



Unter den Geschädigten sind Banken, Fintechs, Börsen, Zahlungsunternehmen, Versicherungsunternehmen, Kreditbüros, Vermögensverwalter, Geldtransferunternehmen und Lohn- und Gehaltsabrechnungsunternehmen.

Ein Bild von FS-ISAC

In einer Pressemitteilung, die BeInCrypto vorliegt, erklärt Teresa Walsh, Global Head of Intelligence bei FS-ISAC:



„Die heutigen Cyberkriminellen kennen keine Grenzen. Ein Angriff auf eine Bank in Asien könnte ein Vorbote für einen Angriff auf eine Versicherungsgesellschaft in den USA, eine Börse in Lateinamerika oder ein Fintech in Europa sein. Diese Welle von Angriffen hat gezeigt, wie wichtig der globale Austausch von Cyber-Informationen ist. Mitglieder, die bestimmte Details von Angriffen teilen, ermöglichen es anderen Mitgliedern, sich auf sie vorzubereiten und sich gegen sie zu verteidigen, was den Return on Investment für Angreifer senkt. Unser Global Leaders-Programm baut auf diesen Netzwerkeffekten und das Teilen der Informationen auf, um die gesamte Gemeinschaft zu schützen.“

Die Finanzdienstleistungsbranche kommuniziert über Angriffe

Mithilfe der sicheren Chat- und Intelligence-Sharing-Funktionen von FS-ISAC Intelligence Exchange teilen die Mitglieder Angriffe und deren Auswirkungen. Des Weiteren soll diese Art der Zusammenarbeit der Finanzdienstleistungsbranche die Anzahl der Angriffe mindern und den Austausch über Bedrohungen in Echtzeit ermöglichen.

FS-ISAC startete dazu das Global Leaders Award-Programm, um die grenzüberschreitende Kommunikation in Bezug auf Cyber-Kriminalität noch effektiver zu gestalten. Jerry Perullo, CISO bei ICE/NYSE und FS-ISAC Vorstandsvorsitzender, erklärt dazu:

„Im Jahr 2021 haben wir bereits neue Cyber-Bedrohungen in Form von Supply-Chain-Angriffen gesehen, von denen wir erwarten, dass sie sich schnell vermehren und weiterentwickeln. Der einzige Weg, diesen immer ausgefeilteren Angreifern einen Schritt voraus zu sein, ist die Zusammenarbeit. Wir brauchen heute mehr denn je Global Leaders, um zu modellieren, wie effektives Teilen für den Rest unserer Community und die gesamte Branche aussieht.“

Das Unternehmen gibt an, dass die Anzahl der Angriffe auf den Finanzdienstleistungssektor insgesamt zurückgegangen sind. Des Weiteren könnte jedoch der Boom von Kryptowährungen und Co nun neue Angriffsziele innerhalb der Branche mit sich bringen.

CipherTrace hat die Kryptokriminalität im Jahr 2020 analysiert. Die Blockchain-Sicherheitsfirma berichtet, dass die Kryptokriminalität insgesamt zurückgegangen ist. Allerdings soll die Kriminalität im DeFi-Bereich (Decentralized Finance) gestiegen sein.

Die Unterstützung der Finanzdienstleister durch FS-ISAC umfasst Übungen, Best Practices, praktische Schulungen und Playbooks für eine schnelle Reaktion in Notsituationen. Ferner soll dies letztendlich den Kunden dieser Dienstleister zugutekommen.

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Alex hat ihren Bachelor in Orient- und Asienwissenschaften an der Friedrich-Wilhelms Universität Bonn absolviert, danach Deutsch als Fremdsprache am Goethe Institut studiert und ihren Master in Arabistik an der Freien Universität Berlin absolviert. Seit 2017 ist sie als Krypto-Journalistin tätig.

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