Dan Ives sagt, Software-Aktien hätten das klarste Kaufsignal seit Monaten geliefert. Das neueste Ergebnis von Oracle stellt einen Wendepunkt für einen Sektor dar, den viele Investoren bisher gemieden hatten.
Ives, Partner und leitender Geschäftsführer bei Yorkville Ives, äußerte dies bei CNBCs Fast Money. Er erklärte, institutionelle Investoren müssten in den Software-Bereich zurückkehren, und verwies dabei auf Oracle, Adobe, Palantir und Snowflake.
Investoren werden beim Stimmungswandel „auf dem falschen Fuß erwischt”
Ives argumentierte, dass die Wall Street Oracles Auftragsbestand zu niedrig bewertet habe. Er erklärte, der Markt gehe von einer 50% bis 60%-igen Chance aus, dass der Bestand nie in Umsatz umgewandelt werde. Diese Umwandlung hängt davon ab, ob Oracle genug Kapazität in seinen Rechenzentren aufbauen kann, um die Nachfrage der Cloud- und KI-Kunden zu bedienen.
„Das ist eine Aktie in der Strafbox.”
Dan Ives, CNBC
Er ergänzte, dass ein gutes Quartal nicht ausreicht. Oracle müsse nachhaltige Ergebnisse zeigen, bevor der Markt die Aktie neu bewertet. Investoren werden dem Unternehmen nach Monaten des Zweifels kein Vertrauen schenken, nur weil es einmal die Erwartungen übertroffen hat.
Software zeigt Parallelen zu Halbleitern
Ives zog einen Vergleich zum Halbleiter-Sektor, in dem er weiterhin mehr Zuversicht zeigt. Er wies dabei auf ein Nachfrage-zu-Angebot-Verhältnis von 13 zu 1 auf den asiatischen Chipmärkten hin.
Er sagte, dadurch sei Nvidia im Vergleich zu AMD oder Intel die sicherere Investition, da diese Unternehmen versuchen, den Abstand aufzuholen. Diese Vorsicht spiegelt eine größere Diskussion rund um Halbleiter-Unternehmenszahlen wider, bei denen das Sentiment bei jedem Anzeichen nachlassender Nachfrage deutlich schwankt.
Das Comeback der Softwarebranche folgt auf einen schwierigen Zeitraum. Dieser Sektor hinkte monatelang hinterher, weil viele die Entwicklung von KI als Risiko angesehen hatten, bevor mehrere positive Software-Bilanzen den Narrativ änderten.
Ives betonte, dass sich die Veränderung inzwischen im gesamten Software-Bereich zeige und nicht nur bei einem einzelnen Unternehmen.
Ein klarkes Kaufsignal sieht Ives jedoch noch nicht.
„Es ist eigentlich eher limonengrün.”
Dan Ives, CNBC
Dieser Unterschied ist wichtig. Laut Ives handelt es sich um einen Sektor, der sich noch beweisen muss. Investoren sollten daher nicht unüberlegt einsteigen. Ob sich dieses „limonengrün” in ein deutliches Kaufsignal verwandelt, könnte von den nächsten Quartalsergebnissen von Oracle abhängen.









