Darknet-Marktplätze: Templates und Exit Scams

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IN KÜRZE
  • Die Anzahl der Darknet-Plattformen nimmt zu.

  • Die Betreiber dieser illegalen Online-Basare ziehen immer mehr Kunden an.

  • Behörden suchen gezielt nach Darknet-Anbietern, um den Online-Drogenhandel zu bekämpfen.

Das Trust Project ist ein internationales Konsortium von Nachrichtenorganisationen, die Standards für Transparenz entwickeln.

Trotz verschärfter Strafverfolgungsmaßnahmen vervielfachen sich die Darknet-Marktplätze. Grund für den Anstieg der von den Regierungen verfolgten digitalen Basare ist das gesteigerte Interesse in Schusswaffen und Drogen. Mehrere Berichte aus Untersuchungen von Regierungsbehörden zeigen, dass Kryptowährungen eine beliebte Zahlungsmethode auf diesen illegalen Online-Marktplätzen sind.


Laut dem Krypto-Forensik-Unternehmen CipherTrace sind Darknet-Marktplätze auf dem Vormarsch. Untersuchungen von CipherTrace zeigen, dass 35 aktive Plattformen zahlreiche Anbieter hosten. Diese bedienen wiederum Tausende von Benutzern.

Darknet-Markplatz Templates machen es leicht

Angesichts der Existenz von Templates für Marktplätze im Darknet tauchen Berichten zufolge neue Plattformen schneller auf. Die zukünftigen Betreiber von Darknet-Stores müssen nur noch eine Vorlage erwerben. Diese können die Betreiber dann nach ihrem Geschmack anpassen und anschließend auf sicheren Servern installieren.


Daten von CipherTrace zeigen, dass der Erwerb dieser Vorlagen nur 599 USD kostet. Ferner ermöglichen die Anbieter der Vorlagen die Bezahlung in Bitcoin (BTC) oder Monero (XMR). Betreiber erhalten gegen eine Gebühr zwischen 50 und 90 USD sogar zusätzlichen Kundensupport für die Plattform im Darknet.

Aufgrund der relativ geringen Vorabkosten und des Potenzials für einen enormen Aufwärtstrend kommt es in der Darknet-Marktarena auch häufig zu Betrugsfällen wie beispielsweise Exit Scams. Diese Betrüger haben sich einen beachtlichen Ruf mit massiven Treuhandbeträgen erarbeitet und deaktivieren häufig die Auszahlungsoption, während sie weiterhin Einzahlungen akzeptieren.

Ein Bild von BeInCrypto.com.

Irgendwann fällt den Benutzern der Schwindel auf. Allerdings haben die Betreiber der illegalen Basare im Darknet bis dahin ausreichend Zeit noch mehr Nutzer um ihr Geld zu bringen. Laut Vice flüchtete der Betreiber des nicht mehr existierende Darknet-Marktes Empire im August mit rund 30 Millionen USD.

Die Strafverfolgungsbehörden verschärfen ihre Strategie

Abgesehen von der Anziehungskraft, Benutzereinlagen zu stehlen, ist der zunehmende Fokus der Strafverfolgungsbehörden auf den illegalen Handel im Darknet ein weiterer wahrscheinlicher Grund für die vielen Exit-Betrügereien. Wie bereits von BeInCrypto berichtet, hat das Crack-Team des US-Justizministeriums (DoJ) bereits im September rund 1,6 Millionen USD an Krypto von Darknet-Anbietern beschlagnahmt.

 

Trotz der Anonymität im Darknet verhaften und verfolgen Regierungsbehörden Schwarzmarkt-Basarbetreiber im Darknet. Im August beschuldigte das DoJ zwei Darknet-Opioidverkäufer der Geldwäsche und des Betrugs.

 

 

Auf Englisch geschrieben von Osato Avan-Nomayo, übersetzt von Alexandra Kons

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