DeFi Daily: Drei neue Partnerschaften

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IN KÜRZE
  • Neue DeFi-Partnerschaften: Aave x Centrifuge, Loopring x Hummingbot und Aragon x Balancer.

  • Bei Curve und allen damit verwandten Plattformen wurde eine kritische Sicherheitslücke bekannt.

  • DeFi-Tokens verlieren im Schnitt 13,2 %.

  • promo

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Das Trust Project ist ein internationales Konsortium von Nachrichtenorganisationen, die Standards für Transparenz entwickeln.

Nach einer recht verhaltenen Woche tut sich wieder etwas in der Entwicklung des DeFi-Sektors. Gestern wurden gleich drei wichtige Partnerschaften bekannt gegeben.



Dabei partnert Aave mit Centrifuge, Loopring mit Hummingbot und Aragon mit Balancer. Wir stellen die Vorzüge dieser Partnerschaften kurz vor.

Aave x Centrifuge

Mit ihrer Kreditplattform namens Tinlake nimmt Centrifuge eine Vorreiterrolle auf dem Weg hin zu einer echten Risikoübernahme ein. Die Plattform erlaubt es, blockchain-fremde Assets wie Unternehmensforderungen zu tokenisieren und als Sicherheit für einen Kredit zu verwenden. Dabei übernehmen die Besitzer von TIN Tokens das Risiko, während die Eigner von DROP Tokens eine stabile Auszahlung erwarten können.



Wie BeInCrypto berichtete, akzeptiert Maker DAO bereits ausgesuchte DROP Tokens als Sicherheit. Nun möchte Aave mit Maker gleichziehen. Dieses Vorhaben muss noch von den Eignern der AAVE Tokens in einer Abstimmung abgesegnet werden, allerdings stehen die Chancen hierfür bereits recht gut. Die Community reagierte überwältigend positiv auf den Vorschlag.

Loopring x Hummingbot

Hummingbot ist eine Open Source Plattform, die verschiedene zentrale und dezentrale Krypto-Börsen miteinander verbindet und es ihren Nutzern erlaubt, automatische Kursmakler zu schalten und so Arbitrage-Möglichkeiten zwischen diesen Börsen auszunutzen.

Neben Bitfinex hat sich Hummingbot nun auch mit Loopring verbunden. Dank zkRollups ermöglicht Loopring den dezentralen Handel von Krypto-Assets mit einem hohen Transaktionsdurchsatz ohne Gaskosten.

Aragon x Balancer

Aragon und Balancer arbeiten gemeinsam an einer Offchain-Lösung für Governance-Abstimmungen. Ein Grund, warum so wenige Token-Eigner an Abstimmungen teilnehmen sind die hohen Gaskosten, welche bei Ethereum anfallen. Eine derzeitige Lösung für dieses Problem besteht bestenfalls darin, dass Eigner die Abstimmung auf einer zentralisierten Plattform durchführen und die Ausführung ihrer Entscheidung den Beisitzern einer Multisig-Wallet überlassen.

Dies bringt jedoch meist mehr Probleme mit sich, als es löst. Die Beisitzer könnten die Entscheidung der Eigner bewusst ignorieren, oder sogar für die Ausführung der Entscheidung juristisch haftbar gemacht werden. Durch das neue Feature von Aragon, genannt Snapshot, können die Eigner nun, ähnlich wie Rollups, off-chain abstimmen, während die Ergebnisse automatisch umgesetzt werden. Snapshot wird sowohl für DAOs verfügbar, die auf Aragon gehostet werden, wie auch für fremde DAOs.

Ein Schwachpunkt in dieser Lösung liegt darin, dass das Abstimmungsergebnis bewusst falsch auf der Blockchain vermerkt werden könnte. Bevor das Abstimmungsergebnis umgesetzt wird, tritt jedoch eine Frist in Kraft, während jeder DAO-Nutzer Einspruch gegen die Abstimmung einlegen kann. Damit übertragen sie den Fall dem Aragon Cour, in dem drei unabhängige Schlichter entscheiden, ob der Vermerk korrekt war, oder nicht.

Kritischer Bug bei Curve und Swerve entdeckt

Es gab Berichte über eine Sicherheitslücke in den Smart Contracts von Curve, Swerve und vielen anderen Projekten, die ähnliche Smart Contracts nutzen. Der Fehler tritt auf wenn die Plattformen bestimmte Parameter ihrer Kursmakler verändern. Laut dem Bericht von @98farhan94 könnten alleine bei Swerve Finance durch eine groß angelegte Attacke Assets im Wert von bis zu 92 Millionen auf dem Spiel stehen.

Swerve hat bereits bestätigt, dass diese Sicherheitslücke existiert und dass vorerst keine Änderungen der Parameter geplant sind. Curve Finance zahlte dem Urheber des Berichts ein Bug-Bounty und arbeitet bereits an einer Lösung.

Marktbericht

DeFiPulse berichtet derzeit ein Total Value Locked (TVL) von 10,28 Mrd. USD (-0,4 %). Der DeFiPulse Index steht bei 79,49 (-11,3 %).

Praktisch alle DeFi-Tokens schrieben rote Zahlen. Die Märkte für DeFi-Tokens verloren im Schnitt -13,2 %. USD. Am schlimmsten betroffen waren DFI.money (-34,31 %), Swerve (-28,0 %), bZx Network (-27,3 %) und SushiSwap (-27,1 %).

Die größten DeFi-Plattformen sind derzeit Uniswap (2,24 Mrd., -5,5 %), Maker DAO (1,81 Mrd., -1,0 %), Aave (1,20 Mrd., +1,0 %) und Curve Finance (1,17 Mrd., -3,3 %).

Laut CoinMarketCap haben Yield Farming Plattformen ein TVL von 4,53 Mrd. USD.  Die größten Plattformen sind Uniswap (1,75 Mrd.) und Curve Finance  (1,14 Mrd.).

Stand: 7. Oktober 2020, 3:19 Uhr.

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Tobias verfügt über einen Bachelorabschluss in angewandter Informatik, sowie einen Masterabschluss in Kognitionswissenschaft mit Fokus auf kognitiver Psychologie und künstlicher Intelligenz. Während seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gent nahm er an einem Forschungsprojekt in Verbindung mit einem großen französischen Telekommunikationsanbieter teil. Hierbei erforschte er die Anwendung von Spieltheorie auf den gemeinschaftlichen Ausbau von WLAN-Netzen. Nachdem er die Universität verließ, wandte er sich dem Blockchain-Sektor zu, wo er als freier Forschungsmitarbeiter für Startup-Unternehmen arbeitet.

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