Der Corporate Bitcoin Standard: Wie PayPal, MicroStrategy und Co. den Bull Run einläuten

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IN KÜRZE
  • US-PayPal-Nutzer können alsbald mit Kryptowährungen handeln.

  • Institutionelle FOMO: Die nächste Bitcoin-Adoptionswelle ist geprägt von Aktienunternehmen.

  • Immer mehr Unternehmen werden folgen.

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PayPal integriert künftig den Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC). Die Meldung verdeutlicht, dass die nächste Adoptionswelle von Unternehmensseite geprägt ist. Was Anlegerinnen und Anleger jetzt wissen müssen.



Und plötzlich geht es ganz schnell. Am vergangenen Mittwoch, dem 21. Oktober, teilte der Zahlungsdienstleister PayPal öffentlichkeitswirksam mit, dass Kundinnen und Kunden künftig eine ganze Reihe an Kryptowährungen, darunter Bitcoin (BTC), Ether (ETH), Litecoin (LTC) und Bitcoin Cash (BCH) kaufen, verkaufen und verwahren können. BeInCrypto berichtete bereits ausführlich.

Die Meldung folgt einer ganzen Reihe bullisher Nachrichten aus den letzten Wochen über die Aufnahme von BTC in die Bilanzen von Großunternehmen wie Business-Intelligence-Unternehmen MicroStrategy und Assetmanager Stone Ridge. Auch Konkurrent Square vermeldete bereits Anfang Oktober eine Allokation von 50 Millionen US-Dollar aus seinen Cash-Reserven in BTC.



PayPals Ankündigung, auch in den Krypto-Markt einzusteigen, dürfte davon maßgeblich beeinflusst sein. Schließlich verzeichnet das Square-Produkt „Cash-App“ seit geraumer Zeit Traumgewinne mit Bitcoin. Der mit dem Handel von Kryptowährungen erzielte Umsatz stieg innerhalb eines Jahres um 600 Prozent an.

Aktiennotierte Unternehmen wie PayPal dürften die Traumrenditen von Bitcoin-freundlichen Unternehmen dabei nicht entgangen sein. Der Kurs der Square-Aktie (ISIN: US8522341036) liegt seit Jahresbeginn mit 164 Prozent im Plus, nicht zuletzt aufgrund seiner positiven Haltung zu Kryptowährungen.

Aktienkurs Square, Inc. im 365-Tages-Chart. Quelle: Bloomberg.

PayPal-Aktie belohnt Bitcoin-News

Auch PayPal beschert seinen Aktionärinnen und Aktionären mit gestriger Ankündigung ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk. Die Aktie des Zahlungsdienstleisters lag zeitweise mit sechs Prozent innerhalb eines einzigen Tages im Plus.

Wichtig zu betonen ist hierbei aber, dass PayPal in erster Instanz das Abheben erworbener Coins auf eine extern kontrollierte Wallet nicht erlaubt. Geplant ist eher eine interne Infrastruktur mit regem Austausch zwischen Nutzerinnen und Nutzern der Plattform zu etablieren. Damit besitzen PayPal User ihre Kryptowährungen nicht im eigentlichen Sinne. Not your Keys; not your Coins ist hierbei ein obligatorischer Hinweis. Wer seine Krypto-Investments lieber selbst verwaltet, ist mit herkömmlichen Exchanges wie Kraken also vermutlich besser beraten.

Ein Bild von BeInCrypto.com.

Nächste Ausfahrt Massenadoption

Trotzdem: Von Nachrichten wie dieser profitieren in erster Linie Bitcoin-Investoren. Während PayPals Aktie einstellige grüne Kerzen schrieb, versetzte die Meldung BTC in einen noch deutlicheren Schub. Zeitweise notierte BTC mit 10 Prozent im Plus – gerechnet auf einen Tag. In diesem Jahr legte die Kryptowährung Nr. 1 sogar schon über 80 Prozent an Wert zu. Anleger hatten ihren Einsatz also innerhalb von drei Quartalen fast verdoppeln können. Eines ist damit klar: Bitcoin ist eine der dominierenden Assetklassen dieses krisengeprägten Jahres 2020 und für alle Anlegerinnen und Anleger eine helle Freude.

Dabei klang alles zu Beginn dieses Jahres noch so anders. Anfang 2020 hätte wohl kaum jemand damit gerechnet, dass Unternehmen wie MicroStrategy, StoneRidge und jüngst auch die Mode Global Holdings LTC einen Teil ihrer Reserven in Bitcoin parken.

Seinerzeit rechnete die Krypto-Gemeinde eher mit der Genehmigung eines Bitcoin ETF als mit einer unternehmensgeprägten Adoptionswelle der Kryptowährung Nr.1.

Der Wechsel zu digitalen Formen von Geld ist unvermeidlich,

sagt etwa PayPal-CEO Dan Schulman, Präsident und CEO von PayPal in der Pressemitteilung.

Und hier muss man präzise sein. Denn obgleich PayPal neben BTC auch ETH, BCH und LTC im Angebot hat, ist der große Gewinner der News eindeutig Bitcoin. Nicht nur gemessen anhand der fortsetzenden Outperformance von BTC gegenüber den Altcoins. Das gewählte Reserveasset besagter Aktienunternehmen ist immer Bitcoin, nie aber Ether oder gar Litecoin – mit gutem Grund.

Geld ist Vertrauenssache

Denn während Fed, EZB und Co. dieser Tage die Gelddruckmaschine im Dauerbetrieb laufen lassen, nimmt Bitcoins Knappheit stetig zu. Immer mehr Unternehmen sehen die steigende Akzeptant digitalen Geldes und denken in Verbindung mit den positiven Börsensignalen, die die Bitcoin-Adoption hervorrufen, über eine Allokation ihrer Rücklagen in BTC nach. ETH findet sich indes noch auf keiner Bilanzsumme.

Es bahnt sich ein Paradigmenwechsel an. So viel ist sicher: Die Katze ist aus dem Sack und Bitcoin ist gekommen, um zu bleiben.

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Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Nach seinem BA in Philosophy & Economics studiert er jetzt Digital Currency an der University of Nicosia.

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