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Der DeFi-Masterplan von MakerDAO: BlackRock, Ethereum und Staatsanleihen

2 min
Aktualisiert von Konstantin Kaiser
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IN KÜRZE

  • Das DeFi-Protokoll MakerDAO investiert in Staatsanleihen, um sein Portfolio zu diversifizieren.
  • BlackRock konvertiert DAI-Stablecoins mit Sygnum, um in klassische Finanzprodukte zu investieren.
  • Diese Schritte sind Teil des Masterplans von MakerDAO. In Zukunft möchte das Projekt weiter in Ethereum investieren.
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MakerDao, einer der Vorreiter im DeFi-Bereich, konvertiert eine halbe Milliarde US-Dollar des eigenen DAI Stablecoin, um sie für Investitionen in US-Staatsanleihen zu verwenden.

Nach einer Abstimmung entschied sich der Governance-Teil von MakerDAO dazu, diesen Schritt durchzuführen, um das Investment-Portfolio des Protokolls zu diversifizieren. Die Gelder fließen bald in kurzfristige US-Staatsanleihen und Unternehmensanleihen, die klassischerweise als sicherer Hafen in einer turbulenten ökonomischen Umgebung gelten. Dieser Schritt ist Teil des “Masterplans” des DeFi-Projekts. In Zukunft möchte MakerDAO dann Ethereum akkumulieren.

Laut dem Twitter-Account von MakerDAO dient die Allokation der DAI dazu, die Nutzbarkeit von digitalen Vermögenswerten im traditionellen Bereich zu fördern und den Einfluss von DAI über Krypto hinaus zu erweitern.

Der MakerDAO Endgame Plan: Ethereum und Staatsanleihen

Bereits im Juni 2022 fand die erste Abstimmung über die Diversifizierung des Portfolios des DeFi-Projekts statt. Dabei führte das DeFi-Beratungsunternehmen Monetalis das erste Investment in Höhe von 1 Million US-Dollar durch. Es flossen insgesamt 80 % in kurzfristige Staatsanleihen (“Treasury Bills”) und 20 % in Unternehmensanleihen.

Bei den sogenannten Treasury Bills handelt es sich um kurzfristige US-Staatspapiere, die mit einem Abschlag auf ihren Nennwert verkauft werden. Die Laufzeit reicht von einigen Tagen bis zu einem Jahr. Unternehmensanleihen hingegen sind Schuldtitel, die Unternehmen ausgegeben und an Investoren verkaufen.

Nadia Alvarez, Leiterin von MakerGrowth zufolge blieb die Aufteilung von 80:20 zwischen Staatsanleihen und normalen Anleihen der bevorzugte Ansatz während des Abstimmungsprozesses des DeFi-Projekts:

“Das Ganze verdeutlicht die Chancen, die mit einem solchen Schritt verbunden sind. Es ist sehr aufregend zu sehen, dass die Community eine so starke Unterstützung bietet.”

Des Weiteren plant das Vermögensverwaltungsunternehmen Sygnum zusammen mit BlackRock Schweiz, 250 Millionen DAI in USD umzuwandeln. Gemeinsam möchte die Unternehmen das Kapital dann in traditionelle Anlagen diversifizieren.

Dieser Schritt ist ebenfalls Teil des Endgame-Plans von MakerDAO, dessen erste Phase die Erhöhung des Engagements in realen Vermögenswerten beinhaltet. Danach möchte MakerDAO mehr Ethereum akkumulieren.

Wie wir bereits berichteten, plant MakerDAO mit einer langfristig orientierten Strategie, das DeFi-Protokoll möglichst stressresistent und dezentralisiert zu gestalten. Teil dieser Strategie ist der eigene “Stablecoin”, der DAI Token. Dieser kann im Vergleich zu anderen Stablecoins keine komplette Deckung durch US-Dollar vorweisen.

Darüber hinaus ist DAI inzwischen der viertgrößte Stablecoin (gemessen an der Marktkapitalisierung) und der einzige wirklich große und erfolgreiche dezentralisierte Stablecoin. Das sich im Umlauf befindende DAI-Angebot beträgt außerdem aktuell 6,3 Milliarden US-Dollar und der Anteil am Stablecoin-Markt 4,2 %.

Wie entwickelt sich der DeFi-Token MKR?

Der Kurs des nativen Tokens von MakerDAO, MKR, befindet sich zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels bei rund 840 US-Dollar. In den letzten zwei Wochen konnte der DeFi-Token einen Kursgewinn von knapp 30 % verzeichnen, während sich die meisten anderen Kryptowährungen seitwärts bewegten.

Dennoch leidet der MKR Kurs immer noch unter dem aktuellen Bärenmarkt. Der MKR Kurs befindet sich derzeit immer noch 87 % von dem letzten Allzeithoch vom Mai 2021 entfernt, wie Daten von CoinGecko zeigen.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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Martin Young
Martin schreibt seit zwei Jahrzehnten über Cybersicherheit und Infotech. Er hat bereits Handelserfahrung und ist seit 2017 aktiv in der Blockchain- und Kryptoindustrie tätig.
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