In dieser Kolumne geht es Woche für Woche um Persönlichkeiten aus der ganzen Welt, die sich im Kryptoversum durch besonders interessante Ansichten oder Aktionen hervorgetan haben.

Meine Krypto-Person der Woche ist Federico Tenga. Über Federico Tenga haben wir vor nicht allzu langer Zeit schon einmal berichtet, weil er als Sprecher auf der Unchain Frankfurt Konferenz war.

Ich würde fast behaupten, dass Federico Tenga ein Multitalent ist. Denn er ist nicht nur Mitbegründer und COO beim italienischen Startup Chainside, sondern auch Mitbegründer der gemeinnützigen Organisation von BlockchainEdu. Chainside hat seinen Fokus auf die Abwicklung von Bitcoin-Zahlungen gelegt. Davon sollen vor allem kleinere Unternehmen profitieren. BlockcheineEdu zielt darauf ab Wissen über den Bitcoin und die Blockchain zu verbreiten.

Damit aber nicht genug, denn Federico Tenga ist auch als Berater des italienischen Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung tätig. Hier berät er die Regierung Italiens beim Aufbau nationaler Strategien für die Blockchain-Industrie.

„Ich trage nur meinen Teil dazu bei, die Welt zu einer Cypherpunk-Dystopie zu machen.“

Federico Tenga sitzt  auf unserem Thron der Krypto-Person der Woche, weil er regelmäßig daran erinnert, worum es beim Bitcoin und den momentanen Entwicklungen auf dem Finanzmarkt eigentlich geht. Wie beispielsweise hier am 24. August:

Eine bargeldlose Gesellschaft ist der erste Schritt des kommunistischen Traums, Geld aus der Welt zu verbannen und sicherzustellen, dass Menschen ohne die Zustimmung einiger Bürokraten keine Waren und Arbeitskräfte frei austauschen können.

Wenn Federico Tenga nicht grade auf Konferenzen wertvolles Wissen verbreitet, veröffentlicht er über Medium Beiträge rund um Geld. Im Beitrag „Bitcoin and the Return of Trustless Money

“ lesen wir:

In der frühen Menschheitsgeschichte stützte sich Geld nicht auf vertrauenswürdige Einheiten, aber dieses Muster änderte sich, als effizientere Treuhandsysteme entstanden. Bitcoin könnte dank seiner elektronischen Natur den Massen vertrauensloses Geld zurückbringen.

Der Ausblick auf einen Paradigmenwechsel

Es ist nicht zu leugnen, dass die Fiat-Währungen in den letzten Jahrzehnten eine omnipräsente Dominanz aufgebaut haben. Vielen Nutzern sind die damit einhergehenden möglichen Risiken für die Privatsphäre und Freiheit nicht bekannt. Vor allem, wenn es um Diskussionen über eine bargeldlose Gesellschaft geht, lohnt es sich mittlerweile auch die digitalen Währungen als Alternative miteinzubeziehen.

Federico Tenga erklärt:

Mit der Einführung von digitalem und programmierbarem vertrauenslosem Geld ist ein Paradigmenwechsel zu erwarten. Und abhängig von zukünftigen makroökonomischen Ereignissen kann die Massenadoption Jahre oder Jahrzehnte dauern, aber die Anreize sind bereits vorhanden.

Die Massenadaption der Kryptowährungen ist mittlerweile schon weit vorangeschritten. Vielleicht sollten wir uns anfangen die Frage zu stellen, inwiefern ein Leben basierend auf den digitalen Währungen bereits möglich ist und an welchen Stellen noch Optimierungsbedarf entsteht. Federico Tenga engagiert sich dahingehend intensiv, so können auch viele andere Menschen von den Ergebnissen im Alltag profitieren.

Wer visuelle Eindrücke aus Federico Tengas Leben genießen möchte, der sollte dem Instragram-Profil des Wissenschaftlers einen Besuch abstatten.

Klar ist, dass wir von Federico Tenga noch so einige interessante Ansichten und Informationen erwarten können, über die wir hier berichten werden. Mal sehen, wer in sieben Tagen auf den Thron der Krypto-Person der Woche klettert…